Loris Karius exklusiv: "ManCity rief jeden Tag an"

Der frühere Mainzer rockt mit den Reds die Insel. Gegenüber Goal sprach er über seinen Aufenthalt bei City, Klopp und die Entscheidung, zu Liverpool zu wechseln.

EXKLUSIV

Loris Karius hat sich beim FC Liverpool nach seiner Verletzung den Status der Nummer Eins erarbeitet und ist einer der Protagonisten der bisher überragenden Saison. Die Reds grüßen von der Spitze. Bevor er auf die Insel wechselte, hatte Karius allerdings keineswegs einen geradlinigen Aufstieg hinter sich. 

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Denn mit 17 wechselte er nach England zu Manchester City - eine Entscheidung, die ihm vor allem aufgrund der Mühe vonseiten der Skyblues letztendlich leicht fiel. "Am Ende fiel die Entscheidung zwischen Manchester City und dem VfB Stuttgart. City hat sich so sehr bemüht. Sie haben mich jeden Tag angerufen und boten mir die Chance, mit den Jungs in meinem Alter um Joe Hart zu trainieren", so der 23-Jährige exklusiv gegenüber Goal

"Es war ein großer Schritt für mich, nicht nur fußballerisch, sondern auch auf einem persönlichen Level. Ein neues Land, eine neue Sprache, neue Teamkollegen, ein neuer Trainer - ich bin dadurch als Spieler und Mensch gewachsen", bewertet er den Stellenwert des damaligen Wechsels. 

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Dennoch mangelte es ihm trotz der wichtigen und prägenden Erfahrungen an Spielpraxis, weshalb er sich 2012 entschied, wieder in seine Heimat zurückzukehren und bei Mainz 05 anzuheuern. "Es war für mich völlig klar. Ich sagte mir, dass es klüger wäre, einen Schritt zurückzutreten, um dann einen größeren nach vorne gehen zu können. Ich wollte spielen und mir war wichtiger, bei einem kleineren Klub genau das zu tun als bei einem größeren auf der Bank zu sitzen. Wenn man sich anschaut, wo ich heute bin, war es genau die richtige Entscheidung", so Karius. 

Der U21-Nationaltorhüter entwickelte sich bei Mainz zu einem der besten Torhüter der Bundesliga und wechselte im vergangenen Sommer schließlich für 6,2 Millionen Euro zu Liverpool. Dort stand er bisher bei sechs Ligaspielen auf dem Platz, keine der Partien verlor er. 

Das Angebot der Reds anzunehmen war dicht mit Jürgen Klopp verknüpft, wie Karius verriet. "Als ich hörte, dass Klopp mich will, war ich sehr aufgeregt, weil ich es als große Ehre empfand nach allem, was ich durchgemacht habe. Ich habe Liverpool wie viele in Deutschland schon vorher geschaut, die wissen wollten, wie Klopp sich in der Premier League schlägt", sagte er. 

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"Ich wusste, dass er im Sommer einiges verändern würde und dass er eine echte Transformation bei Liverpool in Gang setzen würde. Ich habe ihm alles geglaubt, was er mir gesagt hat", so der Schlussmann weiter. "Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und es war am Ende eine Entscheidung, die mir leicht fiel."

Auf der Insel ist nicht nur wegen seiner starken Leistungen ein kleiner Hype um ihn entstanden, sondern auch wegen seines Auftretens, seiner Social-Media-Präsenz und prominenter Freunde wie Justin Bieber. Dabei will Karius einfach nur kicken und konstatiert beinahe schüchtern: "Ich bin ein ganz normaler Kerl, der gerne TV-Serien schaut (er hat gerade Narcos beendet, Anm. d. Red.) und mit seinem Hund spazieren geht."