News Spiele

Andy Fletcher begeistert über Depeche-Mode-Fangesänge bei Celtic Glasgow und Liverpool

London. Depeche Mode machen auch viele Jahre nach „Enjoy The Silence“ und „Personal Jesus“ „Music For The Masses“ und blicken auf ausverkaufte Stadiontourneen und eine treue Fanbasis. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der britischen Synthpop-Legende organisierten Anhänger aus aller Welt Flashmobs, um auf der Jubiläum des Trios aufmerksam zu machen. Während in Deutschland Depeches Debütsingle „Dreaming Of Me“ erneut in die Charts gepusht wurde, hört man seit einer Weile einen anderen DM-Smasher in den Fußballstadien Großbritanniens.

Textsichere „Bhoys“



Die Fans von Celtic Glasgow begannen damit, bei Spielen der schottischen Premier League die Stadientauglichkeit von „Just Can’t Get Enough“ unter Beweis zu stellen. Auf YouTube findet man etliche Handyvideos dazu, vor allem aus dem Old Firms im Februar gegen die Rangers. Keyboarder Andy Fletcher fühlt sich sichtlich geschmeichelt, wie er im Gespräch mit Goal.com zugibt. „Dass unsere Lieder im Celtic-Block gesungen werden, das ist eine Riesenehre für uns und geht uns echt nah.“ Ein Detail konnte den gebürtigen Nottinghamer dabei so richtig begeistern: „Das tolle an den Celtic-Fans ist, dass sie den kompletten Text kennen, auch die Strophe und Bridge.“

„Just Can’t Stop Suarez“

Die Gesangswelle schwappte prompt über die Grenze nach Nordengland. „Ja, das ist der neueste Trend im britischen Fußball. Auch beim FC Liverpool singt man es jetzt“, so „Fletch“, wie Fans den Familienvater nennen. Während sich die „Bhoys“ aus Schottland zunächst noch ans Original hielten, hat man die Melodie des Achtzigerhits an der Anfield Road für eine Ode an den neuen Publikumsliebling der „Reds“ verwendet.: Im Internet sind bereits einige Songs über den Uru im Umlauf, der im Winter von Ajax Amsterdam kam. Die Depeche-Homage erfreut sich immer größerer Beliebtheit und gibt es bereits in mehreren textlichen Varianten. Obwohl Fletch Anhänger der „Blues“ ist, freut er sich über den Einfallsreichtum der „Reds“. „Mit welchem Enthusiasmus sie das im Stadion singen – atemberaubend!“ Ob Depeche Mode auf der kommenden Tour ihr Publikum auch zu solch einer Einlage bewegen können?


His name is Suarez
He wears the famous Red
I just can't get enough
I just can't get enough

When he scores a volley
Or when he scores a head
I just can't get enough
I just can't get enough

He scores a goal and the Kop go wild
And I just can't seem to get enough Suarez

Fans der Londoner Clubs

Bevor es im Spätsommer zurück ins Studio geht, geniest „Fletch“ die Freiheiten der offiziellen Auszeit und reist regelmäßig als Gast-DJ um den Globus. Auch für seinen Lieblingsverein hat er nun wieder mehr Zeit. „Ja, ich bin ein Chelsea Fan. Martin ist ein großer Arsenal-Fan, und Dave ist so eine Art Chelsea-Fan. Er lebt in Amerika, also kann er nicht all zu oft da etwas mitbekommen oder hingehen. Aber im Prinzip sind wir alle große Fußballfans.“ Ihre Tischfußballturniere auf Tourneen sind legendär.

Enttäuschende Saison

Grund zur Freude besteht bei Fletch allerdings nicht, wenn er die Saison seines Londoner Clubs Revue passieren lässt. „Nein, ich bin nicht wirklich glücklich. Ich meine okay, wir hatten eine gute Saison im letzten Jahr. Manchmal ist es hart, eine gute Saison zu wiederholen. Wir haben den Cup und die Premiership gewonnen, in diesem Jahr werden wir wohl Zweiter, eher Dritter. Wir wurden rausgekickt in der Champions League von ManUnited und die müssen es jetzt mit Schalke aufnehmen. Das wird also ein großes Match zwischen Deutschland und England werden.“

Depeche Mode veröffentlichen Remixes 2: 81-11 in Deutschland am 3. Juni über Mute/EMI


Schalke nach Wembley?

Die „Knappen“ sieht der 49-Jährige dabei nach dem beeindruckenden Viertelfinal-Auftritt nicht unbedingt als den Underdog an. „Oh natürlich denke ich, dass Schalke eine Chance hat. Sie haben sich behauptet und Inter zerschmettert. Ich denke sogar, dass sie eine große Chance aufs Weiterkommen haben.“ Den leidgeprüften Gelsenkirchenern würde er es sogar gönnen. „Ich meine das Finale ist im Wembley. Es wäre ein toller Ort für die Schalke Fans, wenn sie Manchester United geschlagen hätten, um Geschichte wieder gerade zu biegen. Doch bis dahin ist es noch ein harter Weg.“