Ezequiel Ponce: Der kleine Tank, der Europa verzaubert

17 Jahre ist er - der jüngste Debütant Newell's, der fünftjüngste Torschütze der argentinischen Liga. Die Roma, Tottenham und Atletico sind an Phänomen Ponce dran.

Denkt man an Rosario, dann kommt einem gleich Lionel Messi in den Sinn. Es ist La Pulgas Geburtsort. Dorthin wird der vierfache Weltfußballer zurückkehren. Newell's Old Boys ist für den Vize-Weltmeister eine Herzensangelegenheit, auch wenn er nie für sie gespielt hat. Aber der Klub hat derzeit sein ganz eigenes Wunderkind. Ezequiel Ponce.

Schon am 5. Oktober 2013 debütierte er unter Alfredo Berti und ersetzte Fabian Munoz in einem Zwei-Minuten-Einsatz. Mit 17 Jahren ist er nicht nur jüngster Debütant der Old Boys, er ist auch fünftjüngster Torschütze der argentinischen Primera Division. Ponce ist heißbegehrt, vor allem in Europa.

Nach seiner Premiere folgte die erste Partie über 90 Minuten. Gegen Velez verhalf er mit einem Assist seiner Mannschaft zum 2:0-Sieg. Im März 2014 folgte gegen Racing der erste Treffer des Super-Youngsters. Ein steiler Aufstieg - nur vier Spieler waren bei ihrem ersten Treffer in Argentiniens höchster Spielklasse jünger, darunter Javier Saviola und Sergio Agüero.

2005 kam Ponce zu Newell, nachdem er zuvor bei Rosario Sur zum Stammspieler herangereift war. Die Old Boys realisierten anschließend schnell, dass sie womöglich einen Coup gelandet hatten. Ponce durchlief die Jugendabteilungen und bereitete den gegnerischen Keepern Kopfzerbrechen - zwischen 2012 und 2013 erzielte er 57 Tore. Anschließend folgte die Nominierung für die erste Mannschaft.

Ezequiel Ponce: Der Tank

In Argentinien, wo jeder einen Spitznamen hat, wird Ponce der Tank genannt. Grund ist seine für einen 17-Jährigen außergewöhnliche Physis. Seine Vorstöße sind entsprechend stark. Gelernt hat Ponce sogar von zwei absoluten Goalgettern: David Trezeguet und Nacho Scocco.

"Ich warte gerne im Strafraum, aber im aktuellen System muss ich mich anders bewegen. Ich passe mich an", erklärte Ponce vor geraumer Zeit. Derzeit fällt er mit einer Verletzung am rechten Fuß aus, doch sein Trainer arbeitet mit ihm bereits am gelungenen Comeback.

Im Juli hat Newell bereits ein Angebot über fünf Millionen Euro ausgeschlagen - Gerüchten zufolge stammte es aus England. Die Roma dürfte das gefreut haben, denn laut Ole sind die Italiener bereit, sieben Millionen Euro für 70 Prozent der Transferrechte auf den Tisch zu legen.

Die Roma ist allerdings nicht alleine. Tottenham und Atletico Madrid sollen auch an ihm dran sein. Nicht schlecht für einen Jungen, der vor gut einem Jahr noch mit und gegen Kinder gespielt hat.