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Mike Büskens ist neuer Trainer von Fortuna Düsseldorf. Es ist eine Nachricht, die Euphorie auslöst. Dabei tritt der Ex-Fürther seinen neuen Job mit einem Manko an.

KOMMENTAR
Von Tim Röhn

Düsseldorf.
Dass Mike Büskens neuer Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf ist, sorgt aus zweierlei Gründen dafür, dass dem Klub und seinen Anhängern der Abstieg aus der Bundesliga nicht mehr so weh tut. Da ist zum einen die Fortuna-Vergangenheit des 45-Jährigen, zum anderen haben ihn die Düsseldorfer dem Rivalen und künftigen Zweitliga-Konkurrenten 1. FC Köln weggeschnappt. Die Personalie Büskens sorgt für Aufbruchstimmung bei der Fortuna.

"Den, den wir haben wollten, haben wir bekommen", sagte Präsident Peter Frymuth: "Wir wünschen uns eine kontinuierliche Entwicklung mit ihm. Mit Bedacht, Behutsamkeit und Nachhaltigkeit." Auch Büskens selbst freut auf seine Rückkehr nach Düsseldorf. "Für mich ist das keine alltägliche Situation. Ich habe hier meine Profikarriere begonnen. Das ist eine emotionale Situation für mich", sagte er.

Aufstieg im kommenden Jahr ist kein Muss

Büskens soll Fortuna zurück in die Bundesliga führen – selbst wenn es nach Aussagen der Bosse im ersten Jahr keine Pflicht ist. Der neue Trainer selbst sagte: "Wir haben den Anspruch, oben mitzuspielen. Ich will bis zum Ende meiner Vertragslaufzeit aufsteigen. Ob der Aufstieg schon im ersten Jahr gelingt, weiß ich nicht."

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"Für mich ist das keine alltägliche Situation. Ich habe hier meine Profikarriere begonnen. Das ist eine emotionale Situation für mich."

- Mike Büskens
Vor dem Blick in die Zukunft lohnt sich allerdings auch ein Blick in die Vergangenheit, denn mit dieser Beantwortung der Trainerfrage geht der Klub ein Risiko ein. Trainer Norbert Meier musste den Verein verlassen, weil er zwar in der 2. Bundesliga eine schlafkräftige Truppe geformt hat und aufgestiegen ist, mit jener Mannschaft in der ersten Liga aber nicht bestehen konnte. Und es gelang ihm nicht, die Kehrtwende einzuleiten, als die Krise immer bedrohlicher wurde. Die Beurlaubung zog sich schließlich wie ein Kaugummi.

Damit gibt es eine Parallele zu Büskens. Auch er stieg – trotz durchschnittlicher finanzieller Mittel – mit Fürth in die Bundesliga auf, stürzte dann aber böse ab. Schon nach der Hinrunde war klar, dass es zum Klassenerhalt nicht reichen würde. Auf eine Wende warteten sie in Fürth vergeblich, schließlich setzten sie den beliebten Coach vor die Tür.

Welche Verbesserung hat Fortuna Düsseldorf also mit der Auswechslung von Norbert Meier gegen Mike Büskens erreicht? Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, wenngleich das nicht bedeuten muss, dass Büskens' Engagement bei Fortuna keine Erfolgsgeschichte wird.

Dennoch ist klar: Trotz aller Euphorie um seine Person startet Büskens in Düsseldorf mit einem Manko. Falls es gut geht, werden auch die wenigen Zweifler verstummen. Falls nicht, werden sich diejenigen, die Meiers Demission kritisch beurteilten, noch einmal zu Wort melden.

Eure Meinung: Steigt Fortuna direkt wieder auf?

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