Jupp Heynckes mit Champions-League-Erinnerungen – die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte Real Madrid

Der FC Bayern steht kurz vor dem Einzug in das Endspiel der „Königsklasse“. Das Team von Coach Jupp Heynckes geht mit einem 2:1-Sieg aus dem Hinspiel in das Rückspiel gegen Real.
München. Noch ein Spiel bis zum Finale im eigenen Stadion – der FC Bayern München steht am Mittwochabend bei Real Madrid kurz vor dem Einzug in das Endspiel der Champions League. Nach dem 2:1-Sieg aus dem Hinspiel ist der deutsche Rekordmeister leicht im Vorteil. Für Bayern-Coach Jupp Heynckes ist das Halbfinal-Rückspiel der „Königsklasse“ ein ganz besonderes Spiel, denn er kehrt an den Ort zurück, an dem er den größten Erfolg als Trainer feierte.

Bayerns historische Chance

Als „letzte, ganz große Herausforderung“ bezeichnet der Coach das Spiel in Madrid – ein Schritt ist der FC Bayern vom Finale im eigenen Stadion entfernt. „Historisch hat es noch keine Mannschaft geschafft, im eigenen Stadion im Finale dabei zu sein. Wir werden nach Madrid gehen, um diesen Traum wahr werden zu lassen“, blickt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf das entscheidende Rückspiel in der Champions League.  Heynckes, der zwischen 1997 und 1998 für nicht einmal ein Jahr auf der Trainerbank von Real Madrid saß, blickt auf ein großes Spiel, mit einer offenen Rechnung.

„Wir müssen 110 Prozent geben“

„Es war sehr wichtig, dass wir am Samstag in Bremen in der Endphase noch gewonnen haben. Das ist eine Parallele zum 2:1-Sieg gegen Real Madrid. Wir haben es wieder einmal geschafft, ein Spiel zu drehen. Wir müssen unser gesamtes Potential abrufen, 100 bzw. 110 Prozent. Die letzten zehn Prozent sind Emotionen“, erklärte Heynckes im Interview auf der Vereinsseite.

Ein Jahr Real Madrid – Champions-League-Sieg und Entlassung

1997 bastelte Real Madrid an der Verpflichtung von Ottmar Hitzfeld. Doch der heutige Schweizer Nationaltrainer entschied gegen einen Wechsel zu den „Königlichen“, stattdessen wurde Jupp Heynckes in die spanische Hauptstadt gelockt und wurde somit zum ersten deutschen Trainer bei Real. Er trat die Nachfolger des Italieners Fabio Capello an, der nach nur einem Jahr bei Real entlassen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass dieses Schicksal auch Heynckes ereilen wird. Im Januar 1998 folgte das Pokal-Aus bei einem Zweitligisten, in der Liga erreichte der Klub nur Platz vier, doch dafür triumphierte Heynckes in der Champions League. Das gewonnene Endspiel in der „Königsklasse“ war gleichzeitig aber auch sein letztes Spiel als Trainer von Real Madrid.

Der damalige technische Direktor von Real Madrid, Martinez Pirri, orderte Heynckes damals zu einem Treffen in seinem Haus. Gemeinsam mit Präsident Lorenzo Sanz wurde ihm die Entlassung bekanntgegeben.  Bitterer Beigeschmack: Präsident Lorenzo Sanz verkündete die Trennung bereits nach im Radio, ehe es erst am folgenden Morgen zum Treffen mit Heynackes selbst kam. Der Tag der Entlassung, der 28. Mai 1998, bleibt Heynckes wohl noch in Erinnerung - sein größter Triumph als Trainer, der Champions-League-Titel, ist es auf jeden Fall.

Eure Meinung: Schafft Heynckes in diesem Jahr seinen zweiten Titelgewinn in der Champions League?

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