Hertha BSC: Mannschaft spricht sich für Rainer Widmayer aus, doch es kommt Michael Skibbe

Die Trainer-Posse in Berlin hat ein Ende: Michael Skibbe wird neuer Cheftrainer. Rainer Widmayer muss gehen, obwohl die Mannschaft gern mit ihm weitergemacht hätte.
Berlin. Nach der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, ließ Michael Preetz, seines Zeichens Manager bei Hertha BSC, die Bombe platzen: Am Donnerstag kommt Michael Skibbe nach Berlin und soll am gleichen Tag noch als neuer Hertha-Trainer vorgestellt werden.

Skibbe kommt am Donnerstag


„Wir haben die Gespräche mit Michael Skibbe in den letzten Tagen intensiviert. Er kommt am Donnerstag nach Berlin. Wir würden ihn gerne direkt danach als Trainer vorstellen. Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben. Dies soll morgen geschehen, wenn er hier ist“, sagte Preetz gegenüber Goal.com. Damit ist die Zeit von Interimscoach Rainer Widmayer schon wieder abgelaufen. Ob er als Co-Trainer in Berlin bleibt, ist noch unklar.

Zukunft offen


„Wir haben am Montag ausgemacht, wie es weitergeht. Der Verein hat sich entschieden. Ich habe meinen Job gemacht. Am Donnerstag werden wir die Entscheidung bekanntgeben“, sagte Widmayer. Michael Preetz ließ sich auch nicht mehr entlocken, außer: „Rainer hat anderthalb Jahre einen tadellosen Job gemacht.“

Mannschaft steht hinter Widmayer


Die Mannschaft würde sich wohl wünschen, dass er weitermacht. Sie hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn Widmayer als Cheftrainer weitergemacht hätte. „Der Rainer ist ein sehr loyaler, feiner Kerl. Das war ein feiner Schachzug vom Verein vor dem Pokalspiel“, sagte Christian Lell. „Er hat ein gutes Standing in der Mannschaft.“ Auch Kapitän André Mijatovic äußerte sich in diese Richtung.


Michael Skibbe soll am Donnerstag als neuer Hertha-Trainer vorgestellt werden.

Babbel hat großen Anteil am Erfolg


„Rainer hat die Mannschaft gut eingestellt“, sagte Mijatovic zu Goal.com, der aber nicht vergaß zu erwähnen, dass der alte Trainer, Markus Babbel, „auch einen großen Anteil“ an dem Erfolg im Pokal hatte, auch wenn er gegen Kaiserslautern nicht mehr auf der  Bank saß. „Wir wollten mit ihm weitermachen, er wollte aber nicht. Das mussten wir akzeptieren.“ Ein ganz besonderes Dankeschön hatte Hertha-Stürmer Pierre-Michel Lasogga für Rainer Widmayer parat. Nach seinem Treffer zum 2:1 rannte er extra zur Trainerbank, um mit dem Coach zu feiern und zu zeigen, dass die Mannschaft hinter dem Trainer steht.

Sehr emotionaler Abend

„Ich habe dem Rainer eine Menge zu verdanken. Nach meinem Treffer wollte ich ihm einfach mal Dankeschön sagen“, sagte Lasogga. „Es ist schön, dass wir ihm zum Einstand einen Sieg schenken konnten. Er hat uns top motiviert.“ Es war ein sehr emotionaler Abend für Rainer Widmayer. Das erste Spiel als Cheftrainer war für ihn gleichzeitig sein letztes. Aber auch wenn nun Michael Skibbe übernimmt, kann er von sich behaupten, als Cheftrainer unbesiegt zu sein und nie ein Spiel im DFB-Pokal verloren zu haben.

Eure Meinung: Hätte Hertha vielleicht mit Rainer Widmayer weitermachen sollen?


Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!