Bayern ohne Probleme gegen die Wölfe

Mit einem deutlichen Heimsieg erobern die Bayern die Tabellenführung zurück, weil die Konkurrenten patzen. Die Wölfe präsentieren sich wie ein Abstiegskandidat.

Der FC Bayern München hat in der Bundesliga den ersten Platz zurückerobert. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti tat beim überzeugenden 5:0 (2:0) gegen den harmlosen VfL Wolfsburg seinen Teil und profitierte gleichzeitig von der ersten Saison-Niederlage des Spitzenreiters aus Leipzig, der seine Führungsposition nach der Pleite in Ingolstadt sofort abgeben musste, da der FCB bei Punktgleichheit der beiden Top-Teams das bessere Torverhältnis vorweisen kann.

Arjen Robben (18.) brachte die Münchner früh in Führung, bevor Robert Lewandowski einen Doppelschlag nachlegte (21., 58.). In der zweiten Halbzeit beendete außerdem Thomas Müller seine Torflaute mit seinem ersten Saisontreffer (76.). Kurz vor Schluss schraubte Douglas Costa das Ergebnis zum Endstand von 5:0 in die Höhe (86.).

Am FCB-Dreier gab es während der gesamten 90 Minuten nichts zu rütteln. Die Bayern dominierten in allen wichtigen Statistiken des Duells. Sie verzeichneten 68 Prozent Ballbesitz und spielten 705 erfolgreiche Pässe, Wolfsburg mit 327 nur weniger als die Hälfte. Die Torschussbilanz lautete am Ende 15 zu 4 für die Gastgeber – und sie erklärt, warum der Erfolg so deutlich ausfiel.

Vor allem über die linke Seite mit Juan Bernat und Franck Ribery probierten es die Bayern häufig: 42 Prozent aller Angriffe gingen über diesen Flügel. Die Dominanz bauten die Münchner mit ihrem geduldigen Spiel im Mittelfeld auf, wo sie 56 Prozent ihres Ballbesitzes hatten. Bot sich die Chance, schnell und direkt in die Spitze zu spielen, nutzten die Hausherren diese auch.

Am Samstag zeigte sich wieder einmal, dass Wolfsburg traditionell große Probleme gegen den FCB hat. Die Niedersachsen haben in München fast immer nichts zu bestellen – und das war auch dieses Mal so: Bayern hat nun 22 der 23 Heimspiele gegen den VfL in allen Wettbewerben gewonnen. Nur beim 3:3 im Dezember 2001 klappte es nicht mit einem Dreier für die Hausherren. In diesen meist einseitigen Duellen steht das Torverhältnis nun bei 67:15.

Nach fünf Partien, in denen die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti jeweils mindestens ein Gegentor kassierte, war es das erste Mal, dass die Abwehr rund um Torwart Manuel Neuer wieder zu Null spielte.

Die Abwehr zeigte sich konzentrierter und verbessert – und in der Offensive durfte endlich auch Thomas Müller jubeln. Vor dem Spieltag war er der Bundesliga-Spieler mit den meisten Torschüssen, die keinen Treffer einbrachten. Er hatte es 25-mal probiert, aber nie sein Tor gemacht. Das änderte sich nun gegen den VfL – sehr zur Erleichterung des Nationalspielers.

Alle im Text genutzten Statistiken stammen aus der App Goal+, die exklusiv für Samsung-Geräte erhältlich ist. Lade die innovativste Fußball-App jetzt herunter!