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Holger Badstuber: "Wollen eine Maschine sein, die unschlagbar ist"

In den vergangenen beiden Jahren wurde das Fußballer-Leben des Holger Badstuber weniger vom runden Leder, sondern vielmehr von Krücken und Operationen geprägt. Kürzlich feierte der 25-Jährige sein erneutes Pflichtspiel-Comeback beim FC Bayern, ist auf dem Weg, wieder ein gewichtiger Teil der Mannschaft zu werden.

Holger Badstuber in Teil 1 des Interviews: "Meine Entwicklung hätten mir nicht viele zugetraut" 

Im zweiten Teil des Exklusiv-Interviews mit Goal erklärt Badstuber, warum man den Fußball als Langzeitverletzter auch mal beiseite schieben muss, welches Wort seine veränderte Wahrnehmung der täglichen Arbeit akkurat beschreibt - und formuliert ein Ziel, das alle Gegner des Rekordmeister in Angst und Schrecken versetzen dürfte.

Durch Ihre vielen Verletzungen wurden Sie schon häufig zurückgeworfen. Haben Sie speziell nach Ihrem zweiten Kreuzbandriss den Fußball auch mal komplett beiseite geschoben?

Holger Badstuber: Das muss man zwingend machen. Wenn man länger ausfällt, ist es notwendig, sich auf seinen eigenen Weg, auf die schnellstmögliche Genesung zu fokussieren. Das war etwas, das ich auch erst einmal lernen musste.

Fällt es schwer, die Liebe zum Fußball aufrechtzuerhalten, wenn man so lange selbst nicht kicken darf?

Badstuber: Nein, überhaupt nicht. Die ist so tief drin im Unterbewusstsein verankert, dass da zu keinem Zeitpunkt dran gerüttelt wird.

Tipico

Gab es Tage, an denen Sie das Gefühl, zum Team dazuzugehören, verloren haben?

Badstuber: Nicht unbedingt. Ich hatte glücklicherweise immer einen guten Draht zu meinen Mannschaftskollegen, habe bewusst auch von mir aus den Kontakt gesucht, an der Säbener Straße vorbei geschaut. Klar war man nicht so nah dran wie sonst, aber eine Verbindung war immer da.

Sind Sie heute dankbarer für kleine Dinge, für kleine Erfolge im Training?

Badstuber: Man kann sicherlich die Dinge besser einschätzen. Bewusster ist ein gutes Wort, um das zu beschreiben. Ich nehme den Fußball als Spiel, nehme jede einzelne Aktion bewusster wahr. Sowohl in meinem individuellen Spiel als auch im Zusammenwirken der gesamten Mannschaft.

Pep Guardiola sagte zu Beginn der Saison: "Badstuber ist der beste Spieler, den ich je hatte" – ist das eine Aussage, die Sie unter besonderen Druck setzt?

Badstuber: Nein, gar nicht. Ich habe das am Rande mitbekommen. Aber zu der Zeit war ich gerade neu im Team, habe noch nicht gespielt. Von daher war das eine schöne Geste, aber ich wusste eben auch, dass vor mir noch ein langer Weg liegt.

Wie nehmen Sie und die Mannschaft wahr, dass nach dem Rückrunden-Auftakt einige Stimmen laut wurden, man habe das System des FC Bayern entschlüsselt?

Badstuber: Wir müssen uns auf uns konzentrieren, uns stetig verbessern wollen und die Philosophie verfeinern. Das gilt für jeden einzelnen Spieler, aber auch für das Kollektiv. So wollen wir auf ein Niveau kommen, auf dem man uns eben nicht leicht schlagen kann. Wir wollen eine Maschine sein, die unschlagbar ist. Dass man das nicht über Jahre hinweg gewährleisten kann, ist normal.

Worauf freuen Sie sich in der Rückrunde am meisten?

Badstuber: Auf die wichtigen Duelle auf hohem Niveau. Die will ich miterleben, Spaß haben und alles dafür tun, um meinen Input für die Mannschaft liefern zu können.

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