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Sir Alex Ferguson: Die Legende tritt ab

Am Mittwochvormittag schockte die Fußballfans europaweit die Meldung, dass Sir Alex Ferguson sein Traineramt bei Manchester United abgibt und in den Vorstand wechselt.

KOMMENTAR
Von Alexander Sarter (SID)

Umgänglich war der knorrige Schotte, der am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt hat, nie. Die Medien sah der Mann aus Glasgow als seine natürlichen Feinde, viele seiner Kollegen behandelte er von oben herab, und ein schlechter Verlierer war er auch.

Doch obwohl sich Sir Alex Ferguson während seiner 27 Jahre dauernden Amtszeit als Teammanager von Manchester United nicht nur Freunde machte, hat der 71-Jährige seinen Platz in den Geschichtsbüchern des Fußballs sicher.

Die 49 Titel als Vereinstrainer, davon 38 mit Manchester, sprechen für sich. Ferguson war angetreten, um den FC Liverpool als englischen Rekordmeister abzulösen. Das hat der schottische Ritter geschafft - und noch viel mehr. Spätestens seit dem Jahr 1999 ist Ferguson eine lebende Legende. Das Triple, inklusive des Last-Minute-Erfolgs gegen Bayern München im Finale der Champions League, hat den Coach auch in Deutschland berühmt gemacht.

Seit dieser Zeit überstrahlen die Erfolge Fergusons die Schattenseiten des Trainers. Sein Jähzorn (von dem David Beckham ein Lied singen kann), seine verbalen Attacken gegen Schiedsrichter, seine Verschwörungstheorien bei Niederlagen wurden nur noch als verzeihbare Macken und Eigenheiten eines alternden Eigenbrötlers wahrgenommen.

Im Klub war Ferguson trotz seiner Eigenarten ohnehin unumstritten. Für United wird das nun zum Problem. Übervater Ferguson hinterlässt eine Lücke, die niemand schließen kann. Eine ähnliche Ära wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben.

Jeder Nachfolger wird an den Erfolgen Fergusons gemessen - und droht schon jetzt, daran zu scheitern.

EURE MEINUNG: Wird United auch ohne Ferguson als Trainer weiter erfolgreich sein?

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