Sebastian Rode: „Habe mir einiges von Xavi und Iniesta abgeschaut“

Goal.com hat euch Sebastian Rode bereits in einem umfassenden Porträt vorgestellt. Nun beantwortet er die Fragen, die uns und den Fans auf dem Herzen liegen.
Frankfurt. In der Saison 2012/2013 der Bundesliga hat Eintracht Frankfurt überraschenderweise bereits 16 von 18 möglichen Punkten geholt. Am Erfolg nicht nur einfach, sondern essenziell beteiligt ist Sebastian Rode, der auch für die U21-Nationalmannschaft und deren Trainer Rainer Adrion ein wichtiger Baustein ist. Im Porträt haben wir euch den Youngster bereits näher gebracht, nun stellt er sich euren und unseren wichtigsten Fragen auf Goal.com!

Goal.com: Die Eintracht ist furios in die Saison gestartet. Was sind die Gründe und was passiert, wenn hier um den 20. Spieltag bereits die 40-Punkte-Marke geknackt wird? Wohin führt der Weg der Eintracht in dieser Saison?

Sebastian Rode: „Ja, man kann sicherlich behaupten, dass wir erfolgreich in die Saison gestartet sind und diesen Moment genießen wir alle in Frankfurt. Gründe dafür gibt es einige: Unsere Neuzugänge haben sich schnell und gut integriert, wir hatten eine gute und lange Vorbereitung und die Mannschaft passt gut zusammen. Da ackert jeder für den anderen. Wir wissen aber auch, dass wir uns davon nicht blenden lassen dürfen. Viele von uns wissen, dass es auch schnell anders laufen kann. Wohin der Weg uns führen wird, kann man daher nicht sagen, aber wenn wir uns möglichst lange da oben halten können, hätten wir nichts dagegen.“

Porträt: Sebastian Rode und der Traum von der Champions League

Haben Sie Angst vor Rückschlägen? Ist die Mannschaft dafür gewappnet?

Rode: „Wir haben uns in den letzten sechs Spielen einiges an Selbstvertrauen erarbeitet und darauf können wir stolz sein. Mit Rückschlägen sollte man sich im Moment gar nicht groß befassen. Aber wir wissen, dass sie kommen können.“

Die Stimmung in der Commerzbank-Arena war zuletzt herausragend. Wird die Eintracht mit diesen Fans endlich eine Macht vor heimischem Publikum, wie es bei anderen Klubs der Fall ist?

Rode: „Heimspiele waren schon immer sehr stimmungsvoll. Im Abstiegsjahr waren wir natürlich verunsichert und das hat sich auch auf die Stimmung niedergeschlagen. Aber was im Moment in der Arena abgeht, ist schon der Hammer und motiviert uns zusätzlich.“

   „Von Xavi, Iniesta und Schweinsteiger habe ich mir auch einiges abgeschaut.“

Sebastian Rode im Interview mit Goal.com

Takashi Inui ist der Shootingstar des Vereins. Wie sehen Sie seine Rolle und wo liegt sein größtes Potenzial? Wie bewerten Sie die anderen Neuzugänge der Eintracht?

Rode: „Taka ist technisch klasse, ist sehr schnell und wendig und hat den Blick für den richtigen Pass. Er hat unsere Spielweise sehr schnell angenommen und bewiesen, dass er zudem auch Tore schießen kann. Nur mit der Sprache hapert es noch. Er passt wie alle anderen Neuzugänge sehr gut in die Mannschaft und wenn man sieht, wie viele davon in der Startelf stehen, dann sagt dies auch etwas über deren Qualitäten aus.“

Sie sind momentan ein wichtiger Baustein für das schnelle Umschalten. Was zeichnet Ihr Spiel aus? In welchen Bereichen können Sie sich noch verbessern?

Rode: „Das sollten lieber andere beurteilen, aber ich könnte meine Torstatistik etwas verbessern.“

Auf der Sechserposition ist der Konkurrenzkampf in der Nationalmannschaft groß. Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf eine Nominierung in Löws Kader?

Rode: „Ich habe gehört, dass er schon einige Male bei uns im Stadion war, aber einen persönlichen Kontakt mit dem Bundestrainer gab es bislang noch nicht. Natürlich ist es der Traum eines jeden Fußballers für die Nationalmannschaft zu spielen, aber dazu muss ich zuerst die Leistung im Verein und in der U21 bestätigen. Meine Konzentration gilt der Eintracht und dem nächsten Qualifikationsspiel der U21 (gegen die Schweiz), mit der ich mich gerne für die EM 2013 in Israel qualifizieren möchte.“

Ihr großer Traum ist das internationale Parkett. Wie lange können Sie darauf noch warten? Die Eintracht will Sie keinesfalls vor 2014 gehen lassen und die Fans hoffen auf eine baldige Vertragsverlängerung. Wie ist der aktuelle Stand?

Rode: „Genauso gerne wie ein Nationaltrikot zu tragen, höre ich die Hymne der Champions League, wenn die Mannschaften das Spielfeld betreten. Es freut mich natürlich, dass die Eintracht mich gerne behalten möchte und wir sind uns in unseren Gesprächen schon recht nahe gekommen. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei der Eintracht und von daher machen wir uns keinen Stress.“

Angeblich sind die Bayern, Dortmund, Schalke und Gladbach an Ihnen interessiert. Ist bereits ein Klub auf Sie oder die Eintracht zugekommen?

Rode: „Das habe ich auch nur gelesen.“

Welche internationale Liga und welcher internationale Klub reizen Sie am meisten?

Rode: „Ich möchte nicht derjenige sein, der jetzt mögliche Gerüchte in die Welt setzt und beantworte die Frage lieber nicht.“

Welchen deutschen und welchen ausländischen Spieler zählen Sie zu Ihren großen Vorbildern?

Rode: „Früher war es Thomas Rosicky, mit dem ich mich etwas verglichen habe und von Xavi, Iniesta und Schweinsteiger habe ich mir auch einiges abgeschaut. Aber so richtige Vorbilder hatte und habe ich keine.“

EURE MEINUNG: Welchen Verlauf wird die Karriere von Rode in nächster Zukunft nehmen?
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