Turbine Potsdam löst Vertrag mit Makanza auf

Die Offensivspielerin wirft dem Verein vor, bedroht und von der Klubführung unter Druck gesetzt worden zu sein. Die Vorwürfe wies Turbine entschieden zurück.

Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam und Offensivspielerin Marina Makanza gehen ab sofort getrennte Wege. Das bestätigte der Klub am Freitag auf SID-Anfrage. Zuvor hatte die 24 Jahre alte Französin via Twitter den Verein attackiert.

"Ich will euch mitteilen, dass ich meinen Vertrag mit Potsdam gekündigt habe", schrieb Makanza: "Drohungen und Druck durch die Klubführung haben mich zu dieser Entscheidung veranlasst." Diese Vorwürfe wies Turbine allerdings entschieden zurück.

"Gegen vertragliche Vereinbarungen verstoßen"

Der Vertrag sei "in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden", sagte Klub-Präsident Rolf Kutzmutz dem SID, weil die Spielerin "gegen vertragliche Vereinbarungen verstoßen" habe. Makanza sei zum Start ins Trainingslager am 5. Januar unentschuldigt nicht angereist und habe anschließend die Krankschreibung erst verspätet eingereicht.

Vor wenigen Tagen beorderte die sportliche Leitung Makanza dann zunächst in die zweite Mannschaft, um den Trainingsrückstand aufzuholen. "Mehr ist nicht passiert", sagte Kutzmutz. Die Spielerin habe sich daraufhin mit ihrer Agentin beraten und den Verein am Freitag erneut kontaktiert.