Warum Barcelona und Real Madrid Kylian Mbappe nicht holten

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Kylian Mbappe wurde auch mit den zwei Granden des spanischen Fußballs in Verbindung gebracht. Doch er ging zu PSG. Goal erklärt, warum.


HINTERGRUND

Zuerst kam Neymar. Und dann auch noch Kylian Mbappe. Paris Saint-Germain tütete im vergangenen Sommer die Verpflichtung von zwei der besten Offensivspieler der Welt ein. Der FC Barcelona und Real Madrid standen derweil im Regen - und verpassten das vielleicht größte Juwel des Weltfußballs.

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Die Frage sei erlaubt, warum die Königlichen und die Katalanen, die beide an sich selbst den Anspruch haben, der beste Klub der Welt zu sein, nicht größere Anstrengungen unternahmen, um den 18-jährigen Franzosen an Land zu ziehen. Goal begibt sich auf Spurensuche.

Josep Maria Minguella, ein Berater mit gutem Draht zu Barca, behauptete vergangene Woche, dass der spanische Pokalsieger Mbappe hätte holen können. "Sie waren an ihm dran, als feststand, dass Neymar gehen würde", sagte Minguella zu Cadena COPE. "Ich habe mit seinem Vater gesprochen. Als er wusste, dass Neymar geht, sagte der Junge, dass er nur für Barca spielen wolle. Dass er nicht zu Paris wollte und auch nicht nach Madrid wegen BBC."

Was Mbappe jedoch störte, war, so konstatiert Minguella, dass Barca nur Dortmunds Ousmane Dembele im Kopf hatte, der schließlich auch ins Camp Nou wechselte. Das zumindest ist wahr. Denn als man in Barcelona wusste, dass Neymar Katalonien gen Paris verlässt, machte der Klub zwei priorisierte Transferziele aus: Liverpools Philippe Coutinho und eben Dembele. Für den Rest des Transferfensters arbeitete Barca mit Nachdruck an diesen beiden Personalien.

Die Blaugrana wollten einen Spieler, der sich mehr auf dem Flügel zuhause fühlt als im Sturmzentrum. Und man hielt Dembele für in seiner Entwicklung bereits etwas weiter als Mbappe. Coutinho wollte Barcelona indes als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff, auf Sicht als Nachfolger von Andres Iniesta. Alle drei Angebote wurden von Liverpool allerdings abgeschmettert.

Mbappe genoss bei Barca keine Priorität

Mbappe war derweil im vergangenen Sommer nie ein nachdrückliches Anliegen der Barca-Bosse. Man diskutierte zwar die Möglichkeit der Verpflichtung des französischen Nationalspielers, konkret wurde es aber nie.

Kylian Mbappe Paris Saint-Germain

Ähnlich verhielt sich das Thema Mbappe auch bei Real. Initial gab es Interesse, der frischgebackene Golden Boy hatte es den Madrilenen angetan. Während Reals Vorbereitungstour in den USA sagte Zinedine Zidane: "Er ist ein sehr guter Spieler. Er ist ein 18-jähriges Talent und hat Charakter. Aber er ist nicht mein Spieler, mehr kann ich dazu nicht sagen."

Als Kind verehrte Mbappe Cristiano Ronaldo, mit 14 war er zum Probetraining in Madrid, ging dann aber nach Monaco. Im Sommer gab es nun wieder Kontakt zwischen Mbappes Vater und den Königlichen. Doch die Anwesenheit von BBC, von Karim Benzema, Gareth Bale und Ronaldo machten sowohl dem Sprössling als auch Mbappe senior Sorge um zu geringe Spielzeit im Bernabeu.

Real dachte daher darüber nach, Bale zu verkaufen, um finanziellen Spielraum zu schaffen und Mbappe einen Wechsel schmackhafter zu machen. Manchester United konkretisierte sein Interesse an Bale aber nie und der Waliser selbst machte keine Anstalten, die spanische Hauptstadt verlassen zu wollen. Während sich in puncto Real also nichts rührte, intensivierte PSG seine Bemühungen, Mbappe in den Prinzenpark zu holen. Bekanntlich mit Erfolg.

Mbappes Gehaltsforderungen schreckten Real ab

Letztendlich waren es aber auch Mbappes Gehaltsforderungen, die Real von weiteren Vorstößen absehen ließen. Bei PSG verdient der Teenager nach Steuern 18 Millionen Euro jährlich. Als Real vom Angebot der Pariser erfuhr, wollte man seine Gehaltsstruktur nicht für Mbappe aufbrechen und ihm mehr zahlen als jedem anderen Spieler außer Ronaldo.

So gab Mbappe gegenüber Monaco an, ausschließlich zu PSG wechseln zu wollen und verließ das Fürstentum mit kaum einer anderen Option, als mit Paris zu verhandeln. "Für mich war PSG das Projekt, das für meine Entwicklung am besten ist", sagte Mbappe später. "Dazulernen, während man gewinnt. Wir haben nur eine Karriere - und die geht schnell vorbei."

Im jüngsten Transferfenster wurde es so also noch nichts mit einem Wechsel zu Real oder Barcelona. Aber Mbappe ist bekanntlich erst 18. Die Zeit, wenn er im Camp Nou oder im Bernabeu aufläuft, könnte noch kommen.

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