Das Bundesliga-Relegationsspiel im TICKER zum Nachlesen: Wolfsburg legt Grundstein für Ligaverbleib

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Am Donnerstagabend kam es in Wolfsburg zum Hinspiel Relegation zwischen dem VfL Wolfsburg und Holstein Kiel. Hier gibt es den TICKER zum Nachlesen.

Der VfL Wolfsburg hat im Hinspiel der Bundesliga -Relegation gegen Holstein Kiel den Grundstein für den Ligaverbleib gelegt. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich am Donnerstagabend mit 3:1 (2:1) gegen die Kieler Störche durch und gehen damit mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das Rückspiel am Montag.

Die Wolfsburger waren über weite Teile der Partie die spielbestimmende Mannschaft und gingen früh durch Divock Origi in Führung (14.). Danach verpasste es der VfL jedoch, nachzulegen und kassierte prompt die Quittung. Nach einer feinen Einzelaktion von Dominik Drechsler musste Kingsley Schindler nur noch einschieben (34.). Die Wölfe zeigten sich allerdings nur wenig geschockt und gingen mit dem nächsten Angriff erneut in Front: Diesmal zog Josip Brekalo von der Strafraumgrenze ab, sein Schuss schlug an Keeper Kronholm vorbei im Netz ein (40.). Mit dem 2:1 ging es in die Pause.

In Halbzeit zwei drückte zunächst der Gast aus Schleswig-Holstein auf die Tube, bevor Wolfsburg mit dem ersten echten Angriff das 3:1 drauflegte. Nach einem feinen Zuspiel von Origi umkurvte Yunus Malli Kronholm und schob überlegt ein (56.). Kiel ließ sich wiederum nicht unterkriegen und wehrte sich im Anschluss gegen die drohende Niederlage. Doch Seydel, Kinsombi und Drexler konnten in der Schlussviertelstunde gute Einschussmöglichkeiten nicht verwerten, weshalb die Kieler im Rückspiel einen 1:3-Rückstand drehen müssen.

VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 3:1 (2:1)
Tore 1:0 Origi (12.), 1:1 Schindler (34.), 2:1 Brekalo (40.), 3:1 Malli (56.)
Aufstellung Wolfsburg Casteels - Uduokhai, Knoche, Brooks, William - Guilavogui, Malli (ab 86. Camacho), Arnold, Steffen (ab 81. Blaszczykowski) - Brekalo, Origi (ab 90.+1 Dimata)
Aufstellung Kiel Kronholm - van den Bergh, Czichos, Schmidt, Herrmann - Kinsombi - Lewerenz (ab 62. Seydel), Drexler, Peitz (ab 62. Mühling), Schindler - Ducksch
Rote Karte -
Gelbe Karte -

Kiel wacht zu spät auf: Wolfsburg siegt im Relegations-Hinspiel

So liegen die Trümphe nach dem 3:1 auf Seiten der Wolfsburger. Der VfL scheint auch in zweiten Anlauf über die Relegation das Ticket zur Bundesliga zu halten. Doch Markus Anfang wird seine Kieler Spieler an die Leistung der Schlussphase erinnern, hier liegt der mögliche Schlüssel zum Wunder.

Am Montag, den 21. Mai, sind wir dann ab 20:30 Uhr wieder für Sie da, wenn das Rückspiel zwischen Holstein Kiel und dem VfL Wolfsburg ansteht. Einen schönen Donnerstagabend noch und vielen Dank für die Aufmerksamkeit! 

Ab der 70. Minute drehte Kiel noch einmal ordentlich auf und hatte mehrfach noch beste Chancen zur Ergebniskorrektur, doch das zweite Tor wollte nicht mehr fallen. BIs dahin führte Wolfsburg auch in der Höhe verdient, am Ende schien es auch eine Frage der schwindenden Kräfte zu sein.

90.+5. SCHLUSSPFIFF

90.+1   WECHSEL: Landry Dimata kommt für den angeschlagenen Divock Origi ins Spiel.

90 . Es gibt fünf Minuten oben drauf.

89. Die Kieler fordern vehement Elfmeter. Im Luftduell mit Czichon sprint Arnold mit Gegenspieler in die Rücken und hindert ihn so am Kopfball. Der ausbleibende Pfiff ist sicher diskutabel, aber auch der vorhandene Videoschiedsrichter greift nicht ein.

87. Schon überraschend: trotz der existenziellen Bedeutung dieser Partie für beide Seiten kommt Deniz Aytekin bislang völlig zu Recht ohne Gelbe Karten aus. Beide Seiten bemühen sich um Spielkultur.

86. WECHSEL:  Zweiter Wechsel beim VfL: Ignacio Camacho kommt für Yunus Malli.

Yunus Malli Wolfsburg

85.  Wolfsburg bettelt um das Gegentor, scheint auch mit der Kraft am Ende zu sein. Brooks steht beim langen Zuspiel vom Schmidt nicht nahe genug bei Seydel, der aber aus acht Metern halblinker Position zu wenig aus der Chance macht und frei vor dem Tor links verzieht. 

83.  Nach Doppelpass mit Mühling bricht Ducksch durch und zieht aus 18 Metern direkt ab. Auch dieser Schuss geht nur um Zentimeter am Tor vorbei. Kiel kratzt am Anschlusstreffer.

81. WECHSEL : Bei den Wölfen wird gewechselt: Renato Steffen geht und Jakub Blaszczykowski kommt.

78. Nach einer Ecke kommt Kiel an den zweiten Ball. Links im Strafraum will Ducksch das Leder in die Mitte bringen, das Spielgerät flippert durch den Fünfmeterraum, Freund und Feind verpassen den Abschluss.

76. Die Gäste werden wieder mutiger. Mehr Risiko in der Offensive kann natürlich auch nach hinten losgehen. Bei einem vierten Wolfsburger Tor wäre der Traum vom Aufstieg fast schon geplatzt.

74. Wieder kann sich Drexler auf der rechten Seite behaupten. Dieses Mal findet seine Flanke den Kopf von Seydel, der aus elf Metern aber knapp über das Tor köpft.  

71.  Ducksch lässt die flache Hereingabe von Drexler durchgehen und sorgt so für die nötige Irritation in der Wolfsburger Defensive. Mühling hat aus 17 Metern freie Schussbahn, der Ball geht nur knapp rechts am Tor von Casteels vorbei ins Aus.

Divock Origi VfL Wolfsburg

69. Steffen legt sich den Ball im Strafraum zurecht und verfehlt mit seinem Schlenzer aus 15 Metern das Gehäuse der Gäste nur hauchdünn. Der Schuss geht knapp über das Tor.

67. Brekalo tanzt auf der rechten Seite nacheinander Seydel und van den Bergh aus. Doch seine Flanke an den zweiten Pfosten kann Kronholm sicher aus der Luft fischen.

65. Das sieht auch der neue Mann gleich einmal nicht gut aus. Seydel verschätzt sich beim Zuspiel auf William und hat dann Mühe, einen gefährlichen Abschluss von Wolfsburg noch zu unterbinden.

63. Wolfsburg scheint die Sache im Griff zu haben, doch auch in der ersten Hälfte gelang Kiel der Treffer zum 1:1 fast aus dem Nichts.

62. DOPPELWECHSEL BEI KIEL: Die Gäste aus Kiel wechseln. Seydel und Mühling sollen für frischen Wind sorgen, Peitz und Lewerenz müssen dafür runter.

59. Wolfsburg wirkt wie ausgewechselt. Es ist nicht mehr das Team aus dem April, das sang- und klanglos gegen den HSV unterging. Der Sieg gegen den 1. FC Köln hat die zweifellos vorhandene Kreativität der Wölfe wieder wachgeküsst.

56. Stark behauptet Origi gegen Peitz das Leder und umkurvt dann weitere Kieler. Fein auch der Pass auf Malli, der frei vor dem Tor Kronholm umkurvt und aus halblinker Position sicher das Tor markiert.

56. TOOOR! VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 3:1 - Torschütze: Yunus Malli

54. Kiel bekommt keinen sicheren Aufbau und wird so von der Wolfsburger Offensive entscheidend unter Druck gesetzt. Fast kommt Steffen im Kieler Strafraum gegen Czichos zum Ballgewinn, sein Einsatz war aber dann doch zu ungestüm und bringt den Gästen  einen Freistoß. 

51. Schon am Sonntag lief Holstein einem 1:2 hinterher und gewann am Ende deutlich mit 6:2. Doch der Gegner hieß Brauschweig und spielt nun in der 3. Liga.

49. Aber auch Kiel muss nicht lange auf den ersten Abschluss warten. Von der Mittellinie kommt der Ball in den freien Raum zu Schindler, der quer für Drexler auflegt. Dessen Schuss aus 15 Metern kommt aufs Tor, Casteels hat den Versuch erst im Nachfassen unter Kontrolle.

47 . Die erste Offensivaktion gehört gleich wieder dem VfL. William passt im Strafraum von rechts auf Origi, der zwar lange den Ball unter Druck behauptet, aber letztlich auf den entscheidenden Abschluss verpasst.

46.  Beide Teams kommen zu den Klängen von Metallica unverändert aus der Kabine. Die zweite Halbzeit läuft.


Der VfL führt zur Pause mit 2:1 gegen Kiel. Das Ergebnis geht in Ordnung, weil über weite Phasen der ersten Halbzeit der Klassenunterschied auch auf dem Platz zu sehen war.

Kiel spielte eigentlich nur in der Anfangsphase auf Augenhöhe. Doch durch das erzielte Auswärtstor könnten die Störche am Ende sicher auch mit einer knappen Niederlage leben.

Daher wird Wolfsburg im zweiten Durchgang noch nachlegen wollen. 
 

Pause bei #WOBKSV : Der @VfL_Wolfsburg liegt 2:1 gegen @Holstein_Kiel vorne. Ein unterhaltsamer Auftakt der #Bundesliga -Relegation! Was passiert ist? 👉 https://t.co/ucGMFsBpGn pic.twitter.com/dAPJEwC5Kc

45. HALBZEIT - Pause in Wolfsburg

43. Hier macht Kronholm seine Sache wieder richtig gut. Brekalo kommt erneut aus der Distanz zum Abschluss, doch dieses Mal scheitert er mit seinem strammen Schuss aus 18 Metern am Keeper der Gäste.

42. Die Wölfe sind nur kurz geschockt und gehen noch vor der Pause wieder in Führung. Knoche bringt den Ball fast von der Mittellinie hoch an den Strafraum. Schmidt klärt etwas unglücklich vor die Füße von Brekalo, der aus 17 Metern nicht lange zappelt, sondern volley in den Winkel vollendet. Komplett unhaltbar wirkte das Ding nicht. 

40. TOOOR! VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 2:1 - Torschütze: Josip Brekalo

35.  Da spielt Kiel endlich mal seine Qualitäten im Offensivspiel eiskalt aus und kommt zum Ausgleich. Drexler geht mit dem Ball links bis zur Torauslinie und bringt ihn scharf in die Rückraum. Im Rücken der Abwehr erzielt Schindler trocken aus acht Metern das 1:1.

34. TOOOR! VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 1:1 - Torschütze: Kingsley Schindler

30.  Da war Malli etwas zu eigensinnig. Rechs und links hatten sich Mitspieler freigelaufen, doch er versucht es aus knapp 20 Metern einfach selbst und verfehlt das Tor um gut zwei Meter.

27.  Da kann sich Kinsombi mal in der gegnerischen Hälfte am Ball behaupten. Er sucht Drexler an der Strafraumgrenze. Doch das Zuspiel ist etwas zu ungenau, der Teamkollege bekommt das Leder in aussichtsreicher Position aber nicht unter Kontrolle.

25.  Wolfsburg hat in den ersten 25 Minuten bereits drei Bälle auf das Kieler Tor gebracht, die Gäste hingegen konnten Casteels hingegen noch nicht einmal richtig fordern.

23.  Wolfsburg wartet auf die Fehler des Gegners, lässt Kiel anrennen und erobert immer wieder entscheidende Bälle. Ein wenig liegt ein zweiter Treffer in der Luft, auch weil die Kieler Abwehr anfällig wirkt.

20.  Der Treffer wirkt, Kiel kommt im Moment nicht in die gefährlichen Räume und verliert besonders im Mittelfeld immer wieder die Zweikämpfe.

18.  Nach einem Foul von Origi an Peitz bringt Ducksch den fälligen Freistoß in den Sechzehner. Casteels hat bei diesem harmlosen versuch wenig Probleme. 

16.  Die Hausherren setzen nach, Kiel wirkt in der Defensive angeschlagen. Williams kommt halbrechts im Strafraum ungehindert zum Abschluss, Kromholm hat den Schuss erst im Nachfassen.

14.  Der Bundesligist legt früh vor. An der Mittellinie sichert Knoche stark das Leder und schickt Brekalo, der weiter auf Malli passt. Dessen scharfe Hereingabe staubt Steffen ab. Den Schuss kann Kronholm noch parieren, doch beim Abstauber von Origi aus ganz kurzer Distanz ist der Kieler Keeper machtlos.

12. TOOOR! VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 1:0 - Torschütze: Divock Origi

7. Kiel versucht es zum ersten Mal mit schnellem Direktspiel in die Spitze, doch das Zuspiel von Drexler nach rechts zum gestarteten Kinsombi misslingt. Der Ansatz war aber gut, die Gäste beginnen mutig.

4. Malli legt sich kurz vor der Strafraumgrenze den Ball auf den linken Fuß und findet die Lücke. Der Schuss kommt flach auf das Kieler Tor, Kronholm hat das Leder erst im Nachfassen sicher.

2. Im Gegensatz zum Samstag ist das Wolfsburger Stadion heute ausverkauft. Andererseits hatten die Hausherren zu diesem Zeitpunkt schon mit 1:0 geführt.

1.  Das Spiel läuft. Schiedsrichter ist Deniz Aytekin.

ANPFIFF:    Es ist angerichtet! Auf geht's!


20.26 Uhr: Bei Kiel bereite lange Zeit die Stadionfrage Probleme. Lange war nicht klar, ob Holstein Kiel im Falle eines Aufstiegs im eigenen Stadion spielen dürfte. Doch kurz vor dem Relegations-Hinspiel hat der Verein Entwarnung gegeben."Holstein Kiel hat durch umfangreiche Zusagen gegenüber der DFL Deutsche Fußball Liga den Weg geebnet, um bei einem Aufstieg in die Bundesliga in der kommenden Saison 2018/19 im eigenen Stadion spielen zu können", heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Ein zentrales Thema dabei war das Erreichen der geforderten Kapazität von 15.000 Zuschauerplätzen.

20.25 Uhr:  Bereits zum zweiten Mal in Folge steht Wolfsburg in der Relegation: Bereits in der Saison 2016/17 landeten die Wölfe auf dem 16. Platz und mussten in die Relegation. Damals holte Wolfsburg 37 Punkte (10 Siege, 7 Unentschieden, 17 Niederlagen) in der regulären Saison.Im letzten Jahr traf der VfL auf Eintracht Braunschweig und gewann beide Partien mit 1:0. Im Hinspiel traf Mario Gomez, im Rückspiel war Vieirinha erfolgreich.

20.24 Uhr:  Der angeschlagene Didavi hat es wie Kapitän Verhaegh nicht in den Kader geschafft, obwohl bis zuletzt Hoffnung bestand. Uduokhai beginnt hinter in der Abwehr. Er ist der einzige neue Spieler im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen Köln. 


VfL Wolfsburg gegen Holstein Kiel: Die Aufstellungen


20.00 Uhr: Die Aufstellungen sind da!

VfL Wolfsburg:

Casteels – Brooks, Knoche, Uduokhai – William, Malli, Guilavogui, Arnold, Steffen – Origi, Brekalo

Holstein Kiel:

Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh – Lewerenz, Kinsombi, Peitz, Drexler, Schindler - Duksch


19.35 Uhr: Das Duell zwischen Wolfsburg und Kiel wird natürlich auch im TV und LIVE-STREAM übertragen. Wo Ihr die Relegation sehen könnt, erfahrt Ihr in einem separaten Artikel auf unserer Seite .


19.32 Uhr:  Plötzlich schrillten die Sirenen beim VfL Wolfsburg - doch Bruno Labbadia verharrte konzentriert in seiner Retter-Rolle. "Das passt ganz gut. Die Situation ist besonders, keine Frage", sagte der erfahrene Trainer schlagfertig über den Feueralarm in der Volkswagen Arena, den ein defekter Kühlschrank ausgelöst hatte.

Labbadia brauchte keinen Wachmacher vor dem Relegations-Hinspiel gegen Holstein Kiel am Donnerstag (20.30 Uhr/Eurosport). Der 52-Jährige ist ohnehin gewarnt vor dem Überraschungsteam der 2. Bundesliga, das am Mittwoch eine zusätzliche Motivation erhielt: Von der Deutschen Fußball Liga (DFL) gab es die ersehnte Ausnahmegenehmigung für einen Verbleib im eigenen Stadion auch im Falle des Aufstiegs.

Wolfsburg ist also gewarnt. Denn klar ist auch: Sollte der VfL im Rückspiel am kommenden Montag in Kiel absteigen, wäre es eine Blamage höchster Kategorie. Allein der Personaletat der Wölfe ist mit etwa 60 Millionen Euro rund zehnmal so hoch wie beim Gegner von Trainer Markus Anfang. Zudem setzte sich in den insgesamt 19 Bundesliga-Relegationsduellen seit 1982 14 Mal der Erstliga-Klub durch.

Die Angst vor dem ersten Abstieg nach 21 Jahren in der deutschen Eliteklasse geht dennoch um. Als Mannschaft hat Wolfsburg nur selten funktioniert wie beim 4:1 am 34. Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Köln. In den Relegationsspielen im vergangenen Jahr gegen Eintracht Braunschweig (1:0, 1:0) musste der VfL hart für den Ligaverbleib kämpfen.

Bruno Labbadia VfL Wolfsburg 20042018

Dennoch muss Labbadia seinen Profis erst einbimsen, dass von Holstein ernsthafte Gefahr ausgeht. Angreifer Divock Origi hatte nach eigenem Bekunden bis zum Wochenende noch nie etwas vom kommenden Gegner Holstein Kiel gehört, Josuha Guilavogui hatte Zweitliga-Torschützenkönig Marvin Ducksch (18 Treffer) noch überhaupt nicht auf dem Radar. "Das zeigt, was für verschiedene Welten aufeinandertreffen", sagte Holstein-Kapitän Rafael Czichos: "Hier Spieler, die bei Weltmeisterschaften spielen oder von Liverpool kommen. Und dann wir, die den Fußball von einer etwas anderen Seite kennen." 

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Das hindert die Kieler dennoch nicht im Geringsten daran, an ihre Chance zu glauben, als erster Klub aus Schleswig-Holstein in die Bundesliga einzuziehen. "Wir wollen Ergebnisse erzielen, damit wir etwas Historisches schaffen. Das primäre Ziel ist es, dass wir uns gut verkaufen", sagte Anfang, der einen verschworenen Haufen anführt. Holstein ist keinesfalls per Zufall auf Rang drei des Bundesliga-Unterhauses gelandet. Die "Störche" haben nur sechs Niederlagen kassiert - die wenigsten in der Liga. Dazu stellten sie mit 71 Toren den besten Sturm und wollen auch gegen Wolfsburg offensiv agieren.

Wie gerufen kam daher am Mittwoch die Zusage von der DFL, auch bei einem Aufstieg im Holstein-Stadion bleiben zu dürfen. "Wir sind sehr froh, dass die DFL einlenkt", sagte Sportchef Ralf Becker dem SID. "Wir haben ohnehin wahnsinnig viel Vorfreude auf die Partien. Wir können unheimlich viel gewinnen. Das ist nochmal ein kleiner Baustein." Kein Zweifel: Die Kieler sind heiß auf Wolfsburg. Sie wollen für richtig Alarm sorgen. 


19.25 Uhr:  Der VfL Wolfsburg meldet für das Relegations-Hinspiel gegen Holstein Kiel ein ausverkauftes Haus. Alle Tickets für die Partie in der Volkswagen Arena mit einem Fassungsvermögen von 30.000 Zuschauern sind vergriffen. Beim Bundesligafinale gegen den 1. FC Köln (4:1) waren nur 26.112 Fans in die Arena geströmt.


19.10 Uhr: Trainer Markus Anfang sieht Holstein Kiel vor dem ersten Relegationsspiel gegen den VfL Wolfsburg in einer komfortablen Situation. "Wir haben keinen negativen Druck. Wir sind nicht in der Pflicht, aufzusteigen. Wir wollen diese Situation einfach genießen", sagte der Trainer des Zweitligisten vor dem Hinspiel. "Wir wollen Ergebnisse erzielen, damit wir etwas Historisches schaffen. Das primäre Ziel ist es, dass wir uns gut verkaufen", sagte Anfang.

Der Aufsteiger könnte gegen den VfL den direkten Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga perfekt machen. "Die Relegation ist ein anderer Wettbewerb. Da kann jetzt alles passieren", sagte der 43 Jahre alte Anfang, der zur kommenden Saison den Trainerposten bei Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln übernimmt. "Hätte uns das jemand vor der Saison gesagt, da hätte jeder gesagt, der ist verrückt", betonte der Trainer.


Fragen und Antworten zur Relegation zwischen Wolfsburg und Kiel

18.30 Uhr:  Die Relegationsspiele zwischen dem Drittletzten der Bundesliga, VfL Wolfsburg, und dem Zweitligadritten, Holstein Kiel, sorgen für großes Interesse. Hier kommen die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wer ist der Favorit? 

Holstein Kiel hat eine richtig starke Saison in der 2. Liga gespielt. Doch Favorit ist klar der VfL Wolfsburg, der sich am 34. Bundesliga-Spieltag mit einem 4:1 gegen Köln in die Relegation rettete. Mit rund 60 Millionen Euro verfügen die Wölfe über einen etwa zehn mal so hohen Personaletat wie die Kieler. "In Wolfsburg verdient ein einzelner Spieler so viel wie bei uns die ganze Mannschaft", sagte Kiels Sportchef Ralf Becker.

Wie sieht die Statistik aus?

Hier sind die Bundesligisten klar im Vorteil. In den insgesamt 19 Duellen zwischen Erst- und Zweitligist seit 1982 setzte sich 14 Mal der Bundesliga-Klub durch. Zuletzt triumphierten 1899 Hoffenheim (2013 gegen Kaiserslautern), zweimal der Hamburger SV (2014 und 2015 gegen Fürth und Karlsruhe), Eintracht Frankfurt (2016 gegen Nürnberg) und der VfL Wolfsburg. In den Niedersachsen-Duellen gegen Eintracht Braunschweig in der Vorsaison setzten sich die Wölfe zweimal mit 1:0 durch.

Was sagen die Trainer?

Der als Retter erprobte Bruno Labbadia warnt vor Holstein. "Man merkt, dass die Mannschaft schon länger zusammenspielt und sehr gute Automatismen drin hat", sagte der 52-Jährige: "Wir müssen daher eine sehr fokussierte und konzentrierte Leistung abliefern, um letztlich als Sieger vom Platz zu gehen." Kiels Markus Anfang fühlt sich in der Rolle des Underdogs wohl. "Wir haben keinen negativen Druck. Wir sind nicht in der Pflicht, aufzusteigen. Wir wollen diese Situation einfach genießen", sagte der Holstein-Coach: "Wir wollen Ergebnisse erzielen, damit wir etwas Historisches schaffen."

Was spricht für Kiel?

Die Torgefahr und der Teamgeist. Mit 71 Treffern stellten die Kieler die stärkste Offensive der Liga. Neben Torschützenkönig Marvin Ducksch (18 Tore) trafen auch Dominick Drexler und Kingsley Schindler zweistellig (je 12). Zudem kassierte Kiel als eingeschworenes Team die wenigsten Niederlagen (6) in der 2. Liga. Etliche Profis spielten schon zu drittklassigen Zeiten an der Förde und träumen nun vom Durchmarsch in die deutsche Eliteklasse.

Was spricht für Wolfsburg?

Vor allem die individuelle Klasse. Der VfL verfügt mit Profis wie Daniel Didavi, Yunus Malli oder Koen Casteels über Akteure, die an guten Tagen deutlich gehobenes Bundesliga-Niveau verkörpern. Gelingt es Labbadia, die Einzelkönner für die beiden bedeutsamen Partien noch einmal zusammenzuschweißen, sollten sich die Wölfe durchsetzen. In der Bundesliga schaffte Wolfsburg allerdings nur sechs Siege. 


18.00 Uhr:   Hallo und herzlich willkommen zum LIVE-TICKER für das Relegationsspiel zwischen VfL Wolfsburg und Holstein Kiel. Es geht um den den letzten Startplatz für die kommende Saison in der Bundesliga. Hier erfahrt Ihr alles, was Ihr was Ihr im Vorfeld der Partie wissen müsst und bekommt während des Duells alle Spielszenen, alle Highlights und noch viel mehr geliefert. So verpasst Ihr nichts!


Die Opta-Fakten zu VfL Wolfsburg gegen Holstein Kiel


Natürlich sind die beiden Kontrahenten schon mehrmals aufeinandergetroffen. Hier kommen die Fakten im Vorfeld der Partie

  • Im Duell zwischen Wölfen und Störchen trifft der Deutsche Meister von 2009, Wolfsburg, auf den Deutschen Meister von 1912, Kiel.
  • Die letzten Duelle der 1. Mannschaften liegen bereits 26 Jahre zurück. 1991/92 trafen die Klubs zuletzt in der Oberliga Nord aufeinander.
  • In 14 von 19 Vergleichen seit 1982 setzte sich der Erstligist im Duell gegen den Zweitligisten durch (74%). Zuletzt schaffte Düsseldorf (2012 gegen Hertha BSC) den Sprung ins Oberhaus. Damals bei Fortuna: Kiels Johannes van den Bergh.
  • Das 4-1 gegen Köln am 34. Spieltag war der erste Wolfsburger Heimsieg im Jahr 2018 (zuvor 2 Remis und 5 Niederlagen), und damit auch der erste Heimsieg unter Bruno Labbadia.
  • Mit 33 Punkten spielte der VfL die schwächste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte. Die lediglich 14 Zähler in der Rückrunde waren ebenfalls ein neuer negativer Vereinsrekord sowie Ligatiefstwert.
  • Positive Relegations-Erfahrung: 2016/17 setzte sich Wolfsburg in der Relegation mit 1-0 H und 1-0 A gegen Braunschweig durch. Trainer Labbadia führte 2014/15 den Hamburger SV gegen Karlsruhe durch die Relegation (1-1 H, 2-1 n.V. A).
  • Kiel könnte als 8. Klub der Geschichte der Durchmarsch aus der Drittklassigkeit ins Oberhaus gelingen. Die Störche wären der 56. Verein der Bundesliga-Historie und der 1. Klub aus Schleswig-Holstein in Deutschlands Eliteklasse.
  • Die Störche stellten mit 71 Treffern die beste Offensive der 2. Liga und einen neuen Rekord für einen Aufsteiger aus der Drittklassigkeit auf. Marvin Ducksch wurde mit 18 Toren und 7 Assists Top-Torschütze und -Scorer im Unterhaus.
  • Negative Relegations-Erfahrung: Kiel scheiterte in der Relegation zur 2. Liga 2014/15 am TSV 1860. Nach einem 0-0 im Hinspiel unterlag die KSV Holstein in München erst in den Schlussminuten 1-2.
  • Nur Hoffenheim 2007/08 sammelte noch mehr Zähler als Neuling aus der Drittklassigkeit (60) als Kiel in dieser Saison (56, wie Union 2001/02).

Das Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und Holstein Kiel auf einen Blick


Spiel

VfL Wolfsburg - Holstein Kiel

Datum

Donnerstag, 17. Mai, 20:30 Uhr

Ort

Volkswagen Arena, Wolfsburg

Kapazität

30.000

Schiedsrichter

Deniz Aytekin

 

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