Trotz Kritik am Halbzeit-Videobeweis in Mainz: SC Freiburg verzichtet auf Einspruch

Kommentare()
Getty
Zwischen Mainz und Freiburg entschied der Videoschiedsrichter in der Halbzeit auf Elfmeter gegen die Breisgauer. Diese legen keinen Einspruch ein.

Der SC Freiburg hat nach dem umstrittenen Elfmeterpfiff per Videobeweis im Montagsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (0:2) zwar Kritik geäußert, verzichtet aber auf einen Einspruch gegen die Entscheidung.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol' Dir jetzt Deinen Gratismonat!

In einer Stellungnahme auf der Homepage des Klubs heißt es, das man "nach reiflicher Überlegung" dafür entschieden habe, "keinen Einspruch gegen die Spielwertung einzulegen, um die volle Konzentration auf die kommenden wichtigen Spiele richten zu können."

Eingreifen des Videoassistenten war "extrem unglücklich"

Die Freiburger brachten aber auch ihren Ärger über die Entscheidung, den Handelfmeter nach Ende der ersten Halbzeit noch zu geben, zum Ausdruck.

Schiedsrichter Guido Winkmann erklärt die Lage

"Die Art und Weise, wie am Montag per Videoassistent (VA) ins Spiel eingegriffen wurde, war extrem unglücklich. Dass Spieler einer Mannschaft nach dem Halbzeitpfiff aus der Kabine wieder aufs Spiel zurück beordert werden kann nicht im Sinne des Fußballs sein", hieß es in der Stellungnahme.

Der rechtliche Rahmen der Entscheidung sei zudem "unpräzise, intransparent und in Teilen unbekannt". Der SC Freiburg sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf: "Die Bundesliga darf kein Experimentierfeld sein, der Einsatz des VA und seine Rahmenbedingungen kein rechtsfreier Raum."

SC Freiburg kritisiert unzureichende Äußerungen des DFB

Darüber hinaus hält der Klub die Erläuterungen des DFB in diesem Zusammenhang für unzureichend: "Gerade mit dem zeitlichen Abstand von einem Tag hätten wir uns diesbezüglich eine transparente, präzise und damit nachvollziehbare Erläuterung des DFB gewünscht."

Der Sport-Club ist nach der Niederlage in Mainz auf Relegationsplatz 16 abgerutscht und trifft an den kommenden beiden Spieltagen auf die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Hamburg und Köln.

Lest auch: Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich übt Kritik am Videobeweis

Schließen