Trainerbilanz: HSV-Trainer Gisdol ist schlechter als sein Vorgänger

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Stillstand im Volkspark! Nach der 1:2-Niederlage gegen Frankfurt rutschen die Hamburger wieder auf einen Relegationsplatz.

HINTERGRUND

Trotz Minus-Kulisse von nur 40 983 Zuschauern herrschte beim Hamburger SV vor dem 16. Spieltag der Bundesliga eine eher entspannte Atmosphäre. Aus den letzten fünf Spielen holte er acht Punkte, blieb zudem dreimal in Folge ungeschlagen. Die große Krise - die Rothosen holten zwischen dem dritten und zehnten Spieltag nur einen Zähler - schien überwunden.

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Auch spielerisch waren durchaus kleinere Verbesserungen festzustellen. Genützt haben sie dem HSV gegen Eintracht Frankfurt nicht. Hamburg verlor am Ende mit 1:2, weil die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol 20 Minuten der ersten Hälfte pennt und sich nicht über einen deutlich höheren Rückstand hätte beklagen dürfen.

"Wir sind im Existenzkampf"

Mehr noch: Sollte Werder Bremen heute einen Punkt holen, droht sogar der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz! Hoffnung, diesen am letzten Spieltag der Hinrunde wieder zu verlassen, gibt es kaum. Seinen einzigen Auswärtssieg feierte der HSV beim 1. FC Köln. Mit Borussia Mönchengladbach wartet ein spiel- und formstärkeres Team auf die Hamburger.

Krisen-Stimmung vor Weihnachten? Viele Fans quittierten die Niederlage mit Pfiffen. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen sagte: "Nachdem ich glaubte, dass wir mit der 1:0-Führung unser Spiel durchdrücken könnten, haben wir uns vogelwild gezeigt. Das war eine bittere Niederlage. Wir befinden uns im Existenzkampf."

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Keine Besserung unter Gisdol

Trainer Markus Gisdol fand ähnlich deutliche Worte: "Wir hatten da eine Phase, die wir uns nicht erlauben können und die wir auch zuletzt nicht hatten. Diese 20 Minuten kannst du dir nicht erlauben und ich erwarte, dass Spieler in solchen Phasen die Verantwortung übernehmen. Wenn man dann in der zweiten Halbzeit keine Tore macht, dann hat man keine Punkte. Und wir brauchen Punkte."

GFX INFO Hamburger SV

Er selbst wird sich und seine Arbeit jedoch auch hinterfragen müssen. Unter ihm ist der HSV in keiner Statistik besser geworden. Ein Vergleich mit seinem Vorgänger Bruno Labbadia (siehe Grafik) zeigt es. Der Ex-Coach hatte nach der gleichen Anzahl an Spielen (49) sogar einen Punkt mehr. Auch in allen anderen Bereichen ist Gisdols Bilanz schlechter. Klar ist: Auf eine weitere Zitter-Saison haben die Fans keine Lust. Das haben sie mit ihrem Fernbleiben deutlich gemacht.

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