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Toni Kroos: Viel "Quatsch" in Mesut Özils DFB-Rücktrittserklärung

22:54 MESZ 15.08.18
Mesut Özil Toni Kroos 14112017
Toni Kroos nimmt ausführlich Stellung zu Mesut Özils Rücktritt und kritisiert den Arsenal-Star für die Art und Weise des Abschieds.

Nationalspieler Toni Kroos hat sich ausführlich zum Rücktritt seines langjährigen Mannschaftskameraden Mesut Özil aus der DFB-Elf geäußert. Der Mittelfeldstar bedauert die Entscheidung Özils zwar, ist aber mit der Art und Weise von dessen Abgang nach der verkorksten Weltmeisterschaft in Russland nicht einverstanden.

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Der Bild sagte Kroos: "Grundsätzlich ist Mesut ein verdienter Nationalspieler und hätte als Fußballer einen besseren Abgang verdient gehabt. Ich habe viele Jahre mit Mesut gespielt und weiß, dass er ein lieber Kerl ist. Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung. Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet."

Toni Kroos über Kritik an Mesut Özil: "Da muss man durch"

Özil hatte sich vor einigen Wochen mit drei Posts via Social Media aus der Nationalmannschaft verabschiedet . Er warf dem DFB vor, als Sündenbock herhalten zu müssen und beklagte neben mangelnder Unterstützung auch Rassismus.

Kroos kann dies nicht nachvollziehen. "Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt“, so der 28-Jährige. Er betonte weiter: "Ganz im Gegenteil: Wir setzen uns ja immer wieder aus Überzeugung für Vielfalt und Integration ein. Mesut war dafür ein gutes Beispiel, wie viele andere unserer Mitspieler auch."

Özil musste nach einem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan viel Kritik einstecken, verpasste es aber, die Debatte vor der WM mit einem Statement dazu zu entschärfen.

Kroos sagte: "Mesut wurde für das Foto kritisiert – und das zu Recht. Und er hat die Chance verstreichen lassen, sich dazu zu erklären. Trotzdem wurde er von der sportlichen Leitung und im Mannschaftskreis absolut unterstützt. Später wurde er – wie wir anderen auch – für die Leistung bei der WM kritisiert. Die Art der Kritik war sicher nicht immer auf gutem Niveau – aber da muss man als Spieler dann durch."

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