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Sven Mislintat vom VfB Stuttgart: "FC Bayern nicht mehr das Ende der Nahrungskette"

10:37 MESZ 14.08.19
GER ONLY Sven Mislintat VfB Stuttgart 2019
Beim FC Bayern wartet man weiter auf die großen Transfers. Als ehemaliger Kaderplaner von Arsenal und dem BVB weiß Sven Mislintat, woran es liegt.

Sven Mislintat sieht die Gründe für den Transferstau beim FC Bayern München auch in der finanziellen Schlagkraft, die in der Bundesliga nicht mehr so hoch ist. Außerdem erklärte der Sportdirektor des VfB Stuttgart, warum er einst dem deutschen Rekordmeister absagte.

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"Für Vereine, die klassisch wirtschaften müssen, wird es immer schwieriger, dagegenzuhalten", stellte Mislintat im Gespräch mit der Sport Bild fest und stimmte einer Aussage von Uli Hoeneß zu: "Man konkurriert aucht mit Staaten, nicht nur mit Vereinen."

Deshalb erkennt er eine neue Rolle für die Bundesliga: "Dortmund und Bayern sind in diesem Bereich nicht mehr das Ende der Nahrungskette. Die Realität für fast alle Vereine in der Bundesliga ist heute, dass wir für die Top-8-Klubs Europas plus einige englische Teams ausbilden."

Sven Mislintat: Bundesliga nähert sich Niederlande oder Belgien an

Entsprechend habe sich die Bundesliga eher dem Status der früheren niederländischen oder belgischen Liga angenähert: "Darüber kann man jammern - oder das Beste daraus machen: Transfers sind eine große Einnahmequelle, wenn man einen guten Job macht", sagte Mislintat.

Freuen könne sich unter anderem der BVB auf große Einnahmen. Mit Jadon Sancho hätte die Borussia ein Talent mit der "Qualität wie Kylian Mbappe" im Kader, meinte Mislintat: "Er gehört in die absolute Top-Kategorie. Aufgrund seiner Qualität wird er irgendwann nicht mehr zu halten sein."

Mislintat: Wechsel zu Bayern "emotional quasi unmöglich"

Definitiv nicht zu halten war derweil Mislintat 2017 für den BVB. Er zog weiter zum FC Arsenal - und sagte damals dem FC Bayern ab: "Ich habe nie zu Ende darüber nachgedacht, weil es für mich emotional quasi unmöglich war, direkt von Dortmund zu Bayern zu wechseln. Es gab damals lose Gespräche, mehr aber auch nicht", blickte er zurück.