Stefan Effenberg blickt auf Champions-League-Saison voraus: "Müssen uns wieder auf ein Desaster einstellen"

Kommentare()
Getty
In der Saison 2012/13 stand zum letzten Mal ein Bundesligist im CL-Finale. Effenberg erklärt, warum die Buli-Klubs immer früh die Segel streichen.

Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg glaubt nicht an eine erfolgreiche Champions-League-Saison der Bundesligisten. Schon im vergangenen Jahr scheiterten alle deutschen Vertreter bis auf den FC Bayern München früh.

Erlebe die Champions League live auf DAZN. Jetzt Gratismonat sichern!

"Natürlich müssen wir uns darauf einstellen, dass es wieder in einem Desaster endet und dass nur der FC Bayern uns würdig vertreten wird. Das ist ja auch der einzige Verein mit dem Anspruch, das zu tun", schrieb Effenberg in seiner Kolumne bei t-online. "Was haben denn Schalke, Dortmund oder Hoffenheim für Ansprüche? Die werden durchweg die Aussage tätigen, dass sie in Europa überwintern wollen. Und das wird eng", fügte er hinzu.

Effenberg: Deutsche Klubs sind auf dem Transfermarkt nicht aktiv genug

Grund für seine Skepsis ist das zaghafte Verhalten der deutschen Vereine auf dem Transfermarkt. "Die Qualität wird immer schlechter. Wenn ich mir die Transfers der Bundesligisten anschaue, fällt auf: Der namhafteste Spieler, der von außen dazu gekommen ist, ist Axel Witsel beim BVB. Das ist zweifellos ein richtig guter Spieler, aber er kommt von Tianjin Quanjian aus China und hat noch nie in einer europäischen Top-Liga gespielt", schrieb Effenberg. Der BVB verpflichtete den belgischen Nationalspieler für 20 Millionen Euro.

Laut Effenberg ist die Bundesliga "aktuell nicht attraktiv für Top-Spieler. Und deshalb bin ich mir auch sicher, dass der Rückstand der Bundesliga zur Premier League und zu den anderen Top-Ligen erheblich größer wird." Bereits in der vergangenen Saison büßte Deutschland in der Fünfjahreswertung deutlich Punkte im Vergleich zu den anderen großen europäischen Ligen ein.

Mehr zu Stefan Effenberg und der Champions League:

Schließen