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Sami Khedira nach DFB-Aus: "Eigene Leistung ist mir unerklärlich"

07:58 MESZ 29.06.18
Sami Khedira Germany DFB Sochi
Nationalspieler Khedira hat nach dem frühen Aus der deutschen Nationalel Selbstkritik geübt. Der Mittelfeldspieler ist im Rückblick fassungslos.

Sami Khedira hat nach dem frühen Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM Kritik an seinen eigenen Vorstellungen in Russland geäußert. "Meine persönliche Leistung ist mir auch heute noch unerklärlich", sagte der Mittelfeldspieler im Gespräch mit der Bild.

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Khedira kam gegen Mexiko und Südkorea zum Einsatz, konnte den hohen Ansprüchen allerdings nicht gerecht werden. Auch seinen eigenen nicht: "Ich habe in Turin die wohl beste Saison meiner Karriere gespielt, neun Tore geschossen, sehr gute Auftritte in der Champions League gehabt. Und dann passieren solche zwei Spiele von mir."

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Der langjährige Nationalspieler habe derartige Auftritte in seiner "ganzen Fußballer-Karriere noch nicht erlebt" und stellte entsprechend fest: "Meine Mitspieler und ich werden völlig zu Recht so hart kritisiert.“ Im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden sei er "zu Recht auf der Bank gewesen."

Vor dem Turnier hatte Khedira einen möglichen Rücktritt noch ausgeschlossen. Die vergangenen Wochen haben ihn allerdings nachdenklich gemacht: "Ich werde mit Vertrauten, auch mit Jogi Löw sprechen. Und dann werden wir weitersehen." Er wolle eine Entscheidung nicht "aus der Emotion heraus treffen."

Ähnliches hatte auch der Bundestrainer selbst erklärt. Khedira sprach sich für eine weitere Zusammenarbeit mit Löw aus: "Ob er bleiben will, ist seine Entscheidung. Aber er hat jahrelang tolle Arbeit geleistet, junge Spieler ans Team herangeführt. Ich würde mir wünschen, dass Jogi weiter macht."

Fitness und Watutinki keine Ausreden für DFB

Hoffnung für die anstehenden Spiele im Nationaldress machen die klaren Worte von Khedira: "Weil wir Spieler diese Blamage zu 100 Prozent auf unsere Kappe nehmen und den Ehrgeiz haben, das wieder gut zumachen. Nach solchen Niederlagen kehrt man stärker und zielbewusster zurück."

Ausreden wollte der ehemaliger Stuttgarter nicht finden. "Wir Spieler wissen, wo wir herkommen, sind nicht luxuriös aufgewachsen. Am Hotel hat es sicher nicht gelegen", sagte er über das oft in Frage gestellte WM-Quartier in Watutinki. Und auch die Fitness sei kein Problem gewesen: "Uns hat die Zielstrebigkeit gefehlt, die letzte Geilheit."

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