Reaktionen zur EM-Auslosung: Beckenbauer zählt auf Österreich

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Der Kaiser traut den Nachbarn Platz eins in der Gruppe mit Portugal zu. Löw setzt klare Ambitionen und Tricolore-Coach Deschamps scheint seine Gegner bestens zu kennen.

Franz Beckenbauer rechnet mit den Nachbarn aus Österreich. DFB-Trainer Joachim Löw möchte die Gruppe gewinnen und Frankreich-Coach Didier Deschamps trifft auf bestens bekannte Schweizer und Albaner. Die Stimmen zur Auslosung.

Joachim Löw (Bundestrainer):  "Es heißt vom ersten Spiel weg konzentriert zu sein. Polen hat eine große Qualität, aber auch die Nordiren und die Ukraine können mit ihrer Verteidigung und dem Konterspiel unangenehm werden. Wir sind Favorit und wollen die Gruppe gewinnen, das ist unser Anspruch."

Lothar Matthäus (Ehemaliger Nationalspieler und Sky-Experte): "Da hatten wir mal wieder Losglück. Ich glaube, die deutschen Fans können sich schon mal auf die zweite Runde einstellen."

Robert Lewandowski (Polen): "Das ist eine gute Auslosung. Wir werden uns mit der Ukraine und Nordirland und natürlich Deutschland einen großen Kampf liefern, um die nächste Runde zu erreichen."

Martin O'Neill (Trainer Nordirland): "Es ist eine schwere Gruppe, die wir bekommen haben. Damit haben wir aber gerechnet. Es wird eine gute Herausforderung für uns und wir werden es genießen, gegen Spieler des Kalibers eines Robert Lewandowski zu spielen. Es werden Spiele, auf die sich unsere Fans freuen dürfen, für uns werden es aber schwere Spiele."

Franz Beckenbauer (Ehemaliger Nationalspieler): "Wenn die Österreicher in der Lage sind, diese Klasse und Qualität, die sie in der Qualifikation gezeigt haben, auch in Frankreich in ähnlicher Weise zeigen, traue ich ihnen sogar den ersten Platz in dieser Gruppe zu."

Christian Fuchs (Österreich): "Wir können uns über die Auslosung freuen. Mit Portugal und Cristiano Ronaldo haben wir einen super Gegner und einen Weltklassespieler, gegen den es Freude macht zu spielen. Die Gruppe ist aber recht schwer. Ungarn und Island haben gute Mannschaften ausgeschaltet. Bei der EURO sind die Worte, 'es hätte schwieriger kommen können' fehl am Platz."

David Alaba (Österreich): "Jedes Team, das sich für die Euro qualifiziert, hat seine Klasse gezeigt. Nicht umsonst sind sie bei der Endrunde dabei. Ich denke, dass die Duelle in unserer Gruppe sehr ausgeglichen sein werden. Wir werden uns auf jeden Gegner höchst konzentriert vorbereiten. Wir wissen, was wir können und brauchen uns nicht zu verstecken."

Marc Janko (Österreich): "Ich habe mich erst mal für mich gefreut, dass ich die Möglichkeit habe, gegen Birkir Bjarnason, meinen Kollegen in Basel, zu spielen. Wir verstehen uns sehr gut, gehen auch immer wieder mal gemeinsam Golf spielen. Von der Stärke der Gegner hätten wir es viel schlimmer erwischen können. Ich glaube, dass es eine gute Gruppe ist."

Bernd Stock (Trainer Ungarn): "Es ist eine schwierige Gruppe mit starken Gegnern. Aber es hätte besser und schlimmer kommen können. Wichtig ist, dass wir nichts zu verlieren haben. Es ist eine gute Gelegenheit für uns zu zeigen, was wir auf diesem Level leisten können", erklärte der 52 Jahre alte Storck: "Für unser junges Team wird es eine gute Erfahrung werden."

Roy Hodgson (Trainer England): Chris Coleman und Wales haben sich sehr gut geschlagen. Jedes Team aus Topf vier wäre schwer gewesen, wir hätten auch gegen jemanden von weiter weg spielen können. Russland und die Slowakei werden interessant, ich habe als Trainer noch gegen keinen von beiden gespielt, da werde ich viel recherchieren müssen bis Juni. Wales ist sehr organisiert, sie haben Teamgeist und ein starkes Rückgrat, und mit Ashley Williams, Aaron Ramsey und Gareth Bale ein paar Weltklassespieler.

Antonio Conte (Trainer Italien): "Ich denke, dass Belgien ein exzellentes Team ist und zu den Favoriten gehört. Sie haben ein junges Team und viele Topspieler. Dann sehe ich drei ähnlich starke Teams mit Schweden, uns, und Irland. Wir alle kennen die Stärken von Zlatan. Und Irland spielt definitiv mit vielen Emotionen, mit ihrem Teamgeist und Intensität. Wir müssen vorsichtig sein."

Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Eine Auslosung ist eine Auslosung. Wir müssen auf dem Feld zeigen, dass wir besser als unsere Gegner sind. Es hätte schlimmer kommen können. Wir können unsere beiden Gegner Albanien und Schweiz sehr gut.  Und Rumänien, dass ich weniger kenne, war ungeschlagen und musste nur zwei Gegentore hinnehmen."

Ottmar Hitzfeld (ehemaliger Trainer der Schweiz): "Das Ziel jedes Teams ist das Achtelfinale. Es ist ein Vorteil, dass das letzte Gruppenspiel der Schweiz gegen Frankreich geht. Ich denke, dass die Gastgeber bis dahin schon sechs Punkte haben nach Siegen gegen Rumänien und Albanien."

Ciprian Marica (Rumänien): "Wir müssen zufrieden sein, es hätte schlimmer kommen können. Es ist schön, dass wir das Eröffnungsspiel bestreiten werden, alle Augen werden auf uns sein. Wir haben eine Chance und es ist gut, dass wir dieses Spiel spielen, aber der Druck wird da auf Frankreich liegen, nicht auf uns."

François De Keersmaecker (Präsident Belgischen Fußballverbands): "Das erste Spiel gegen Italien wird ein Spektakel. Das ist eine schwere Auslosung, doch mit genug Willen sollten wir jeden schlagen. Aber es ist eine gute Auslosung, wir können uns drauf freuen. Wir müssen alles geben. Das ist keine einfache Gruppe mit Irland und Schweden, jedes Spiel kann entscheidend sein."

Fatih Terim (Trainer Türkei): "Der tschechische Nationaltrainer Pavel Vrba hat beim letzten Spiel zu mir gesagt: Wir sehen uns in Frankreich. Wir haben uns schon getroffen, und jetzt spielen wir wieder gegeneinander. Daran hat er mich erst vor ein paar Minuten erinnert. Über Spanien muss man nicht reden, ihr Team ist voll mit Stars." 

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