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Rassismus-Skandal und Spielabbruch in Hamburger Oberliga

22:37 MEZ 17.02.19
Fußball Ball Wasser
Wirbel in der fünften Liga. Eine Partie musste wegen rassistischer Beleidigungen abgebrochen werden. Der Übeltäter scheint bereits identifiziert.

Rassismus-Skandal in der fünften Liga: In der Hamburger Oberliga ist am Sonntag die Partie zwischen Barmbek-Uhlenhorst und dem Meiendorfer SV aufgrund einer fremdenfeindlichen Beleidigung gegen einen Spieler der Gäste nach 70 Minuten beim Stand von 3:0 für Barmbek abgebrochen worden.

Ein Anhänger der Hausherren hatte aus dem Fanblock verunglimpfende Worte an Meiendorf-Akteur Kevin Heitbrock gerichtet. Wie die Bild berichtet, titulierte der Beschuldigte den Deutsch-Ghanaer als "du W*****, du schwarzer". In der Folge stellte Heitbrock, so der Bericht weiter, den sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Fan zur Rede, während weitere Mitspieler hinzueilten, wodurch es zu Wortgefechten und Tumulten kam.

Die Meiendorfer Spieler weigerten demnach sich im Anschluss, die Partie wiederaufzunehmen, woraufhin dem Referee nichts anderes übrig blieb, als die Partie abzubrechen. Das wäre nicht gut ausgegangen, deshalb sind wir vom Platz gegangen“, wird Meiendorfs Trainer Baris Saglam im Hamburger Abendblatt zitiert. 

Barmbek hat den Übeltäter übereinstimmenden Medienberichten zufolge inzwischen identifiziert: Dabei soll es sich um den Fan-Beauftragten des Klubs handeln.

"Wir werden diesen Zuschauer aus dem Verein ausschließen und Stadionverbot erteilen. Zu diesem Thema gibt es null Toleranz“, kündigte der Klub in einer offiziellen Mitteilung umgehend harte Konsequenzen an, gab dabei aber nicht den Namen des Übeltäters preis.

Über die Wertung der Partie muss nun das Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbands entscheiden.