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Rassismusvorfall bei Juventus-Sieg in Cagliari, Leonardo Bonucci sieht Teilschuld bei Moise Kean

08:03 MESZ 03.04.19
Moise Kean
Einige Cagliari-Fans benehmen sich daneben und beleidigen Moise Kean rassistisch. Aber auch dessen Verhalten wird hinterfragt.

Beim 2:0-Sieg von Juventus Turin am Dienstagabend bei Cagliari Calcio ist es zu rassistischen Parolen gegen dunkelhäutige Spieler der Gäste gekommen. Beschimpft wurde neben Mittelfeldspieler Blaise Matuidi vor allem der junge Stürmer Moise Kean. Er markierte den zweiten Treffer der Turiner, jubelte anschließend provokant und wurde dann angegangen.

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Während Juve-Kapitän Leonardo Bonucci und Cagliari-Präsident Tommaso Giulini eine Mitschuld beim Torschützen sahen, fordert Keans Trainer Massimiliano Allegri Konsequenzen.

Leonardo Bonucci: Kean hätte nicht vor Cagliaris Fans jubeln sollen

"Ich denke die Schuld ist 50/50 verteilt. Moise hätte das nicht tun sollen und die Curva hätte nicht so reagieren sollen", sagte Bonucci, der auf den Torjubel Keans vor den Heim-Fans anspielte. Der junge Stürmer hätte lieber mit seinen Teamkollegen feiern sollen.

Ähnlich sah es auch Giulini: "Wenn es rassistische Rufe gab, haben unsere Fans falsch gelegen, aber es ist dann aufgrund des Torjubels passiert und wäre auch passiert, wäre der Torschütze ein Weißer gewesen." Der Cagliari-Präsident gab an, dass sich mehrere Juventus-Spieler bei ihm für das Verhalten Keans entschuldigt hätten.

Kean selbst sah keinen Fehler in seinem Jubel. "Die beste Art, auf Rassismus zu reagieren", schrieb der 19-Jährige bei Instagram unter ein Bild seines Jubels. Er war bereits im Laufe der Partie rassistisch attackiert worden und stellte sich nach seinem Tor mit ausgebreiteten Armen vor die Kurve.

Rassismus in Italien: Allegri fordert Strafen

Juventus-Trainer Allegri wollte sich nicht an der Ei-oder-Huhn-Diskussion beteiligen: "Man braucht hohe Intelligenz um mit solchen Situationen umzugehen. Das ändert aber nichts daran, dass das Verhalten dieser Idioten im Publikum keinerlei Rechtfertigung hat. Wir sollten die Kameras nutzen, sie finden und bestrafen."

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

The best way to respond to racism 🦍 #notoracism 🚫

Ein Beitrag geteilt von K M B 9 🦍 (@moise_kean) am Apr 2, 2019 um 3:19 PDT

Allerdings zweifelte Allegri an der Umsetzung einer Bestrafung: "Wir haben die nötige Technologie, die Behörden könnten das machen. Das Problem ist, dass sie nicht wollen."