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Pierre-Emerick Aubameyangs historische Serie: Ex-BVB-Star ist das Gesicht des Arsenal-Aufschwungs

11:30 MEZ 14.12.18
Pierre-Emerick Aubameyang Arsenal vs Tottenham 2018-19
Auba knipst bei Arsenal nach Belieben. Er führt mit einer historischen Effizienz-Serie die Torjägerliste in England an und gibt seinem Klub Hoffnung.

HINTERGRUND
Das Dortmunder Nachwuchstalent Youssoufa Moukoko hat der Sport Bild neulich ein Interview gegeben, in dem er unter anderem über seine Vorbilder und Ratgeber sprach. Einen ganz besonderen gäbe es da, erzählte Moukoko, der gar "wie ein großer Bruder" für ihn sei. "Er gibt mir Tipps. Sagt mir, was gut ist. Aber auch, was nicht so gut ist", erklärte Moukoko. Er, das ist sein ehemaliger Vereinskollege Pierre-Emerick Aubameyang.

Offenbar hat Aubameyang weiterhin großen Einfluss auf den 14-jährigen Moukoko, aber mindestens genauso großen auf den schon deutlich älteren Arsenal Football Club. Vor 132 Jahre wurde dieser Klub gegründet, in den folgenden Dekaden hat er Stürmer gesehen, die sich Thierry Henry, Dennis Bergkamp oder Ian Wright nennen. Stürmer, die zu Legenden wurden. "Es ist eine großartige Aufgabe, zu probieren, ihnen nachzufolgen", sagt Aubameyang.

FC Arsenal: Pierre-Emerick Aubameyang kam für 64 Millionen Euro vom BVB

Er selbst spielt seit seinem geräuschvollen Wechsel für rund 64 Millionen Euro zwar noch nicht einmal ein Jahr bei Arsenal, hat in dieser Zeit aber bereits durchaus Eindruck hinterlassen. Aubameyang machte nämlich einfach mit dem weiter, was er schon die vergangenen Jahre in Dortmund und Saint-Etienne gemacht hat: verdammt viele Tore schießen.

Bereits in der vergangenen Rückrunde traf er in 13 Premier-League-Spielen zehn Mal. Genauso oft gelang das Aubameyang auch schon in dieser Saison, womit er aktuell gemeinsam mit Mohamed Salah vom FC Liverpool die Torschützenliste der Premier League anführt. Vor Harry Kane, Sergio Agüero oder Romelu Lukaku. "Ich hoffe, dass ich auf einem Niveau mit ihnen spiele", sagt Aubameyang, "und ich glaube eigentlich schon, ja!" Im Oktober wurde er sogar zum Premier-League-Spieler des Monats gewählt.

Damals spielte Aubameyang noch meistens auf dem linken Flügel, im Zentrum startete Alexandre Lacazette. Nach drei Remis in Folge stellte Trainer Unai Emery aber um und beorderte Aubameyang ins Zentrum. Dorthin, wo er sich am wohlsten fühlt. Es folgte ein knapper 2:1-Sieg beim AFC Bournemouth mit einem Aubameyang-Tor, ehe Arsenal das North-London-Derby gegen die Tottenham Hotspur 4:2 gewann - auch dank zweier Aubameyang-Tore.

Es waren spielübergreifend sein neunter und zehnter Schuss aufs Tor in Folge, der auch im Tor landete. Eine Serie von historischem Ausmaß, knapp elf Jahre lang hatte das in der Premier League keiner mehr geschafft (damals Benni McCarthy von den Blackburn Rovers). Aber nicht nur Aubameyang spielte gegen Tottenham grandios auf, die ganze Mannschaft tat das. "Die beste Saisonleistung", nannte Aubameyang die Vorstellung. Und das betraf die Spieler und die Fans gleichermaßen. "Im Emirates Stadium herrschte die beste Atmosphäre, die ich hier je erlebt habe."

Arsenal: Aubameyang und Lucas Torreira sind die Hoffnungsträger

Die Tristesse der vergangenen Jahre ist einer Aufbruchstimmung gewichen. Aubameyang ist eines der Gesichter dieser Aufbruchstimmung, genau wie Mittelfeldmotor Lucas Torreira  und Trainer Emery. Nach 22 Jahren unter Arsene Wenger schaffte es Emery, Mannschaft und Umfeld aufzuwecken - und will nun vor allem ein erneutes Einschlafen verhindern. "Ich möchte allen mitteilen: 'Hört nicht auf, zeigt diese Leidenschaft weiterhin in jedem Spiel'", sagte Emery neulich. Arsenal ist aktuell Fünfter, punktgleich mit dem FC Chelsea, der den ersten Champions-League-Startplatz innehat.

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Während sich der Klub aber an seiner Aufbruchstimmung erfreut, treten zwei Arsenal-Gesichter der vergangenen Jahre immer mehr in den Hintergrund: Torwart Petr Cech, den Emery durch Bernd Leno ersetzte, und Mesut Özil, der in der aktuellen taktischen Ausrichtung keinen Platz mehr hat - auch wenn Emery den ehemaligen Nationalspieler am Donnerstag im letztlich sportlich unbedeutenden Europa-League-Spiel gegen Qarabag Agdam wieder einmal eine Chance von Beginn an gab. Arsenal spielte zuletzt mit einer Dreierkette und den beiden Flügelspielern Hector Bellerin und Sead Kolasinac. Im Zentrum agieren neue Gesichter wie Torreira oder der erst 19-jährige Franzose Matteo Guendouzi.

Und vorne drinnen, da lauert Aubameyang - der demnächst womöglich etwas macht, was er schon in Dortmund gemacht hat: Torjubel mit Maske. "Wir werden sehen", sagte er diesbezüglich bei Sky. "Es hängt von meiner Laune ab."

Die könnte aktuell jedenfalls besser kaum sein, sowohl bei Aubameyang als auch seinem Verein.