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Peter Bosz: "Schwerstes Spiel" - Sonderlob für den HSV trotz 0:3

13:52 MESZ 21.09.17
hamburger sv borussia dortmund bundesliga 092017
Hamburgs Pressing stellte den BVB phasenweise vor Probleme. Peter Bosz zollte dem HSV Respekt für seine mutige Spielweise.

Dritte Niederlage in Folge, 0:7 Tore, Absturz auf Platz 11 der Bundesliga-Tabelle: Was nach Krise klingt, fühlte sich beim Hamburger SV nach dem 0:3 gegen Borussia Dortmund aber gar nicht so schlimm an. Immerhin zeigten die Rothosen nach der Niederlage in Hannover (0:2) eine Leistungssteigerung und stellten den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer phasenweise vor Probleme. Die Über 52.000 Zuschauer im Volksparkstadion wussten die Performance ihrer Mannschaft und die Klasse des Gegners gut einzuschätzen und verabschiedeten ihr Team mit Applaus.

HSV-Trainer Markus Gisdol versuchte es mit einer Offensivreihe aus Andre Hahn, Bobby Wood und Lewis Holtby, während dahinter Gideon Jung und Walace die Dortmunder Aufbauspieler weitestgehend aus dem Spiel nahmen. Dadurch war der BVB vor allem in der ersten Hälfte zu vielen langen Bällen gezwungen, die die kopfballstarken Verteidiger Kyriakos Papadopoulos und Mergim Mavraj in der Regel sicher zu klären wussten. Dortmunds Passquote lag im ersten Durchgang bei etwa 60 Prozent - der Tiefstwert in der bisherigen Spielzeit. Und ein Produkt des aggressiven Hamburgers Pressings.

HSV: Hahn ist zuversichtlich

"Das war nicht einfach, es war sogar das schwierigste Spiel bis heute. Wir haben nicht erwartet, dass der HSV so viel Druck machen würde – das hat bisher noch keiner gemacht gegen uns, auch Tottenham nicht", zeigte sich BVB-Coach Peter Bosz überrascht über die taktische Marschroute des Gegners. Ähnlich sah es auch Markus Gisdol: "Es hört sich blöd an, wenn man sagt, man habe nach einem 0:3 ein gutes Spiel gemacht. Es fehlte nicht viel, um den Gegner mehr in Bedrängnis zu bringen. Wenn wir die gleichen Leistungen bringen in den kommenden Wochen, werden wir unsere Punkte machen."

Gegen das die individuelle Qualität des BVB, der bisher kein einziges Gegentor hinnehmen musste, reichte es allerdings nicht. Pierre-Emerick Aubameyang, Christian Pulisic oder Andrey Yarmolenko waren über 90 Minuten hinweg einfach nicht zu verteidigen. Dennoch nehmen die Hamburger "viel Positives" aus diesem Spiel mit, glaubt Flügelstürmer Andre Hahn. "Ich mache mir keine Sorgen. Wir haben in den letzten drei Spielen gegen zwei Top-Klubs verloren, die in der Champions League spielen. Über weite Strecken haben wir gut mitgehalten und unsere Chancen gehabt. Wenn wir mit der gleichen Einstellung in die nächsten Spiele gehen, holen wir unsere Punkte", sagt Hahn. Die nächste Gelegenheit dazu folgt schon am Sonntag bei Bayer 04 Leverkusen.