Per Mertesacker über mögliches Özil-Comeback in der DFB-Elf: "Alles ist möglich"

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Der langjährige Weggefährte des Mittelfeldstars sieht noch Chancen auf eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.

Ex-Nationalspieler Per Mertesacker hält eine Rückkehr Mesut Özils in die DFB-Elf für möglich. Der Spielgestalter hatte nach der WM in Russland mit viel Getöse seinen Abschied aus der Nationalmannschaft verkündet und in dem Zuge auch Rassismusvorwürfe in Richtung DFB-Spitze geäußert. Mertesacker glaubt aber nicht, dass das Tischtuch endgültig zerschnitten ist.

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Der 33-Jährige, der in diesem Sommer seine Laufbahn beendet hat, sagte der Sport Bild zu einem möglichen Özil-Comeback: "Ich meine, alles ist möglich. Ich bin gespannt, wie grundsätzlich der DFB den Umbruch angeht."

Per Mertesacker: "Auch ich wurde schon mal 'Kartoffel' gerufen"

Mertesacker kennt Özil bestens, beide spielten nicht nur in der Nationalmannschaft jahrelang Seite an Seite, sondern auch in Bremen und beim FC Arsenal. Auch deshalb stimmt ihn die Entwicklung der letzten Wochen und Monate nachdenklich: "Ich habe in der Nationalelf nie Rassismus oder Diskriminierung erlebt. Mesuts Vorwurf, auch in dieser Härte, hat mich daher überrascht. Mesut und ich haben in der Nationalelf, bei Werder Bremen und bei Arsenal jahrelang zusammengespielt. Mit keinem anderem Profi habe ich so viele Stationen geteilt. Wir hatten eine besondere Beziehung und waren – so unterschiedlich wir auch sind – immer wichtig füreinander. Was jetzt passiert ist, macht mich traurig."

Neben Özils Rücktritt schlugen auch Berichte über eine Grüppchenbildung innerhalb des DFB-Teams hohe Wellen. Spieler unterschiedlicher Lager sollen einander als "Kanaken" und "Kartoffeln" bezeichnet haben. Dazu sagte Mertesacker: "Von 'Kartoffeln' und 'Kanaken' hatte ich in meiner Zeit in der Nationalelf nicht gehört. Aber auch ich wurde schon mal 'Kartoffel' gerufen. So etwas ist Spaß und sollte auch so aufgefasst werden."

Er führte fort: "Verschiedene Gruppen gab es zu meiner Zeit natürlich auch. Es gibt immer eine Grüppchenbildung. Die darf aber nicht in eine Ausgrenzung umschlagen nach dem Motto: 'Ihr seid der eine Haufen – wir sind der andere Haufen'."

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