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"Mauro Icardi wäre es eine Freude, Kwadwo Asamoah die Kapitänsbinde zu geben" - Kapitänswechsel bei Inter Mailand nach Rassismus-Vorfällen?

13:19 MEZ 28.12.18
Mauro Icardi Kwadwo Asamoah Inter Mailand 06112018
Der Skandal vom letzten Heimspiel hält Inter Mailand weiter in Atem. Jetzt könnte es deshalb sogar vorübergehend einen anderen Kapitän geben.

Abwehrspieler Kwadwo Asamoah könnte Inter Mailand als Folge der Rassismus-Vorfälle beim Spiel zwischen den Nerazzurri und dem SSC Neapel bald als Kapitän auf das Feld führen. Der eigentliche Kapitän, Mauro Icardi, würde dabei temporär auf die Armbinde verzichten. Das bestätigte Wanda Icardi, die Frau des argentinischen Angreifers.

"Mauro wäre es eine Freude, Asamoah die Kapitänsbinde zu geben", sagte Wanda Icardi, die gleichzeitig auch als Beraterin des Torjägers fungiert, gegenüber Tiki Taka.

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Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, hatte zuvor den Vorschlag gemacht, dass Asamoah Inter Mailand für ein Spiel als Kapitän aufs Feld führen könnte - als symbolischer Akt sozusagen.

Ob das bereits im nächsten Spiel gegen Empoli (Samstag, 15 Uhr im LIVE-TICKER) der Fall sein wird, ist aktuell noch offen.

Fans von Inter Mailand beleidigen Napolis Koulibaly rassistisch

Das Duell zwischen Inter und Napoli am vergangenen Mittwoch wurde von zahlreichen Zwischenfällen überschattet. Unter anderem wurde Napolis Innenverteidiger Kalidou Koulibaly Opfer rassistischer Anfeindungen von den Rängen im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion. So waren lautstarke Affenlaute aus dem Block-der Inter-Fans, der Curva Nord, zu vernehmen. Koulibalys Trainer Carlo Ancelotti verriet im Nachgang, den Schiedsrichter dreimal gebeten zu haben, das Spiel abzubrechen.

Inter wurde von der italienischen Liga für die Vorkommnisse mit heftigen Strafen belegt: Der Klub muss die nächsten beiden Heimspiele in der Serie A vor leeren Rängen austragen. Zusätzlich zu den Geisterspielen muss bei einem weiteren Auftritt des Teams von Luciano Spalletti die Curva Nord leer bleiben.

Koulibaly empört nach Anfeindungen von den Rängen

Nach der Partie reagierte der 27-Jährige empört auf die Vorgänge während der Partie, in der er in der 80. Minuten wegen einer Gelb-Roten Karten den Platz verlassen musste und nun für zwei Spiele gesperrt ist. "Ich bin stolz auf meine Hautfarbe", twitterte Koulibaly. Zahlreiche Stars aus der Welt des Fußballs, darunter Cristiano Ronaldo von Juventus Turin, solidarisierten sich anschließend mit dem senegalesischen Nationalspieler.

Darüber hinaus kam es außerhalb des Stadions zu einem Todesfall, nachdem ein Napoli-Anhänger einen Inter-Fan mit einem Kleinbus angefahren hatte.