Nach Nicht-Nominierung von Mario Balotelli: Mino Raiola holt zum Rundumschlag aus

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Mario Balotelli zeigt sich bei Nizza in blendender Verfassung, für das Nationalteam reicht es aber trotzdem nicht. Seinen Berater nervt dies gewaltig.

Mino Raiola, der Spielerberater von Mario Balotelli (OGC Nizza), hat den italienischen Nationaltrainer Luigi Di Biagio und den Fußballverband Italien für die Nicht-Nominierung Balotellis für die kommenden Länderspiele kritisiert. "Wir sind enttäuscht, dass er nicht nominiert wurde", sagte Raiola dem Schweizer Radiosender Radio 24.

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Damit wurde der 27-Jährige zum wiederholten Mal nicht zur italienischen Nationalmannschaft eingeladen. Seit 2014 wartet Balotelli nun bereits auf einen Einsatz für sein Heimatland.

Raiola: "Das Problem ist nicht nur der Trainer"

Raiola kritisierte jedoch nicht nur Interimstrainer Di Biagio, sondern holt zu einem Rundumschlag aus: "Das Problem ist nicht der Trainer, sondern das Fußballsystem. Wir haben einen Verband, der ohne Plan arbeitet und keinerlei Ideen für die Zukunft hat. Im Gegensatz zu anderen Ländern haben wir keine Identität. Das Einzige, was wir jedoch dagegen unternehmen, ist es, den Trainer zu wechseln."

 

Die Nationalmannschaft solle von den besten Spielern repräsentiert werden. Zudem müssten Offensivspieler immer nach ihren Zahlen und Statistiken bewertet werden, so Raiola weiter. Es müsse in Italien ein Neuanfang her, bei welchem die Italiener den DFB als Vorbild nehmen könne.

Trainer braucht einen starken Charakter

In 31 Pflichtspielen erzielte Balotelli in der laufenden Spielzeit 22 Treffer für Nizza.  Trotzdem wurden Patrick Cutrone (AC Mailand) und Federico Chiesa (AC Florenz) dem ehemaligen City-Spieler vorgezogen.

Genau wie sein Vorgänger Gianpiero Ventura scheint auch Di Biagio kein Fan von Balotelli zu sein: "Balotelli in der Nationalmannschaft zu haben bedeutet, dass der Trainer einen starken Charakter haben muss." Diesen habe sowohl Ventura, als auch Di Biagio nicht, sagte Raiola abschließend.

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