Mit einem Torverhältnis von +97 sind Lyons Frauen Europas Entertainer

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Mit einem Schnitt von fast fünf Treffern pro Partie ist das Team aus Frankreich der Favorit auf den Gewinn der Champions League der Frauen.

Im europäischen Fußball gibt es in dieser Saison kein dominanteres als das der Frauen von Olympique Lyon.

Die Zahlen, die die Frauen aus dem Rhone-Tal vorweisen können, sind beeindruckend. 21 ihrer 22 Liga-Spiele haben sie gewonnen und dabei 103 Tore erzielt - was einem Schnitt von knapp fünf pro Duell entspricht. Dabei ließen sie nur sechs Gegentore zu. Am Ende der Saison lag das Torverhältnis bei +97, den Meistertitel holte sich das Team mit einem komfortablen Vorsprung von acht Zählern auf die Konkurrenz.

Die Truppe von Trainer Gerard Precheur wählte bislang immer einen direkten, gnadenlosen Ansatz. Fünfmal erzielte das Team acht Tore oder mehr, dreimal gelangen neun Treffer. Eines dieser Matches war das gegen das Team aus Guingamp, das einen Platz in der oberen Tabellenhälfte belegte und in den übrigen 21 Saisonspielen nur 27 Gegentore zuließ.

Alex Morgan Lyon Women

Die einzige Niederlage auf nationaler Bühne kassierte die Truppe gegen Paris Saint-Germain, den Tabellendritten der Endabrechnung, der das Pokalfinale erreichte und nun auch im Champions-League-Finale die Titelverteidigung der OL-Frauen verhindern will.

Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas hat eine Star-Truppe zusammengestellt, die in jedem Mannschaftsteil vor Qualität nur so strotzt.

OL hat die weltbesten Spielerinnen nach Lyon geholt - und deshalb ist auch die US-Nationalspielerin Alex Morgan mit dabei, die in 15 Liga-Spielen zwölf Tore erzielte und rechtzeitig zum Endspiel ihre Oberschenkelprobleme überstanden hat.

Das aktuelle Golden Girl bei Lyon ist jedoch Ada Hegerberg, die 21-jährige Norwegerin. Das Riesen-Talent ist bei den Frauen der Shootingstar im Weltfußball.

Ada Hegerberg Norway

2014 kam sie aus Potsdam und hat sich nach ihrem Wechsel explosionsartig weiterentwickelt. In Frankreich erzielte sie in ihrer ersten Saison 34 Tore. 54 Treffer folgten im zweiten Jahr in nur 35 Partien - eine Zahl, die selbst Cristiano Ronaldo und Lionel Messi neidisch werden lassen dürfte.

Hegerberg wurde 2016 zur Besten Frauen-Spielerin von der UEFA gewählt und sicherte sich sogar in Norwegen den Goldenen Ball, indem sie sich auch gegen die männlichen Konkurrenten durchsetzte.

Aber Lyons Erfolgsgeschichte basiert nicht nur auf ausländischen Spielerinnen. Frankreichs Nationaltrainer Olivier Echouafni hat nicht weniger als zehn OL-Spielerinnen in seinen EM-Kader berufen. Damit bildet Lyon vor allem in der Abwehr und im Mittelfeld die Basis der Mannschaft.

Weiter vorne werden sich die erfahrenen Angreiferinnen Elodie Thomis und Eugenie Le Sommer mit der PSG-Stürmerin Marie-Laure Delie um die Plätze streiten.

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Lyon UEFA Women's Champions League

"Das ganze Jahr haben wir hierfür gearbeitet. Wir wollen uns die Belohnung holen", sagte Lyons Spielführerin Wendie Renard am Dienstag. "Wir müssen schlau spielen, ruhig bleiben und dagegenhalten. Es wird wichtig werden, dass wir unser Spiel durchziehen, denn wir haben einfach die Qualität. Und wir wollen immer noch Titel holen", fügte sie hinzu.

Eine unglaubliche Saison verdient ein unglaubliches Ende: Und für dieses Lyon-Team kann das nur der vierte Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte sein.

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