BVB: Für Michael Zorc war 2018 "kein Wohlfühlsommer"

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©Getty Images
Für Borussia Dortmund geht ein enorm erfolgreiches Halbjahr zu Ende. Der Sommer 2018 war für Sportdirektor Michael Zorc aber umso turbulenter.

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat kurz vor dem Jahresende eine Bilanz gezogen und offen über die chaotische Zeit gesprochen, die dem Umbruch bei den Schwarz-Gelben im Sommer voranging. "2018 war kein Wohlfühlsommer", erklärte Zorc im Interview mit dem kicker (Montagausgabe) mit Blick auf die turbulente Zeit im ersten halben Jahr des BVB vor der neuen Saison. Im Großen und Ganzen spricht Zorc aber dennoch "von einem extrem positiven Jahr".

"Wir haben die Mannschaft neu aufgebaut - und das Gefühl, dass wir die richtige Mischung gefunden haben. Mit Trainer Lucien Favre, der diese Mannschaft entwickeln kann, sehen wir uns sehr gut aufgestellt", sagte Zorc.

BVB-Boss Zorc: Entwicklung noch nicht abgeschlossen

Besonders die Detailverliebtheit des Dortmunder Trainers habe Zorc immer wieder überrascht. "Auf diesem Niveau arbeiten alle Trainer fleißig und strukturiert. Lucien Favre - und das war auch für mich neu - ist jemand, der auf bestimmte Details Wert legt, denen vorher keine so große Bedeutung beigemessen wurde", erklärte der 56-Jährige.

Obwohl nahezu alle Neuzugänge, die die Dortmunder im Sommer getätigt hatten, sich als Verstärkungen herausstellten und der BVB nach der Hinrunde mit sechs Punkten Vorsprung an der Spitze der Tabelle steht, sieht Zorc die Entwicklung des BVB noch längst nicht als abgeschlossen an.

Titelkampf mit Bayern? "Wir fahren unser eigenes Rennen"

"Wir befinden uns mitten in einem Prozess, und wir schauen, an welchen Schrauben wir in Zukunft noch weiter schrauben müssen", sagte Zorc und ergänzte: "Du musst heute immer weiter justieren, und das werden wir auch tun. Die größten Veränderungen haben wir aber schon vorgenommen."

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Bezüglich der aktuellen Tabellenkonstellation störe den Sportdirektor besonders der ständige mediale Blick auf den FC Bayern. "Das ist nicht unser Ansatz. Wir können es noch 180 Mal sagen: Wir fahren immer unser eigenes Rennen und wollen aus unseren Möglichkeiten das Beste machen", sagte Zorc, der darüber hinaus zu bedenken gab, dass man "nicht zum ersten Mal" ganz oben stehe und wisse, "wie wir damit umgehen müssen".

Zorc über Herausforderungen beim BVB: "Dürfen nicht bequem werden"

Die Frage, ob es Anzeichen dafür gebe, dass der BVB nun in der Rückrunde nachlassen werde, verneinte Zorc, sagte aber auch, dass wichtige Spieler wie Marco Reus und Axel Witsel nicht monatelang wegbrechen dürften. "Dann hat jede Mannschaft der Welt Probleme", stellte Zorc klar.

Genauso wichtig sei es aber auch, dass man "keine falschen Schlüsse aus der Tabellenkonstellation zieht" und "nicht zu Bequemlichkeit neigt". Allerdings betonte Zorc, dass die "Unsicherheit", mit der die Neuausrichtung des BVB im Sommer Hand in Hand gegangen sei, mittlerweile verflogen sei.

"Wir hatten einige Spiele, in denen wir zurücklagen, oder Spiele, die wir in der Schlussphase noch für uns entschieden haben", erklärte Zorc: "Mit Spielen wie gegen Fürth, Leipzig oder Leverkusen ist in der Mannschaft das Bewusstsein gewachsen, dass bei uns gerade etwas Gutes entsteht. 42 Punkte bis Weihnachten sind ein außergewöhnlich gutes Ergebnis."

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