Mergim Mavraj: Ausschreitungen waren absehbar

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Die Ausschreitungen im Spiel zwischen Serbien und Albanien haben ein Nachspiel, Abwehrspieler Mavraj schilderte seine Eindrücke. Überraschend kamen die Vorfälle für ihn nicht.

Belgrad. Das EM-Quali-Spiel zwischen Serbien und Albanien musste wegen massiver Ausschreitungen abgebrochen werden, Albaniens Mergim Mavraj berichtete jetzt seine Sichtweise der Vorfälle. Auch die Sicherheitskräfte versagten laut dem Kölner Abwehrspieler

Dass die Situation eskalierte war für den 28-Järhigen allerdings keine Überraschung, wie er in der "Bild" erzählte: "Ich hatte keine Angst. Aber es war von Anfang an absehbar, dass etwas passieren wird. Schon bei der Platzbesichtigung herrschte eine er- und bedrückende Stimmung, und die Fans brüllten "Schlachtet sie" oder "Lasst sie bluten"."

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"Es war nichts mehr zu kontrollieren"

In der 42. Spielminute war eine Drohne mit einer Flagge des von den Nationalisten geforderten großalbanischen Reiches aufgetaucht, übereinstimmenden Berichten zufolge war sie aus der albanischen VIP-Loge gestartet worden. Daraufhin kam es im Stadion zu heftigen Ausschreitungen, einige Zuschauer bahnten sich ihren Weg auf den Platz und gingen auf die albanischen Spieler los, weshalb Schiedsrichter Martin Atkinson die Partie abbrach.

"Die Fans stürmten mit Stühlen auf uns zu", so Mavraj weiter: "Es war nichts mehr zu kontrollieren. Als immer mehr kamen, wollten wir in die Kabine. Im Spielertunnel wollten sogar Polizisten und Sicherheitsleute uns aufhalten." Letztlich konnten die Albaner das Stadion erst um 4 Uhr morgens verlassen. Die UEFA ermittelt bereits, am 23. Oktober ist ein Verhandlungstermin angesetzt.

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