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Matthias Sammer kritisiert: "Der deutsche Fußball hat seine Identität verloren"

10:49 MEZ 01.02.19
Matthias Sammer
Angesichts des schlechten WM-Abschneidens des DFB-Teams sowie einiger Bundesliga-Klubs im Europapokal warnt Sammer davor, den Anschluss zu verlieren.

Der ehemalige Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer, der aktuell als TV-Experte sowie als Berater beim BVB tätig ist, hat sich kritisch über den Status quo des deutschen Fußballs geäußert.

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"Du brauchst immer eine Identität. Und ich hatte den Eindruck, dass der deutsche Fußball seine Identität verloren hat", sagte der 51-Jährige beim Branchenkongress SPOBIS in Düsseldorf und ergänzte: "Aktuell laufen wir der Musik hinterher, sowohl bei der Nationalmannschaft als auch auf der Klubebene."

Des Weiteren forderte Sammer, dass sowohl Bundesliga-Klubs als auch das DFB-Team von "individueller Klasse und Raffinesse" geprägt sein müssen, um erfolgreich zu sein. Der einstige Leitsatz "der Star ist die Mannschaft" sei laut Sammer überholt: "Das macht das Individuelle kaputt. Die besten Mannschaften sind geprägt von den besten Einzelspielern, Teamplayern und den Anführern – da brauchst du eine gute Mischung."

Sammer schließt Rückkehr als Fußball-Funktionär aus

Zwar habe sich der deutsche Fußball grundsätzlich gut positioniert, jedoch "haben wir noch so viel Potenzial. Auch im Verband, wo wir Fußball-Kompetenz brauchen."

Im Hinblick auf seine persönliche Zukunft schloss Sammer eine Rückkehr als Fußball-Funktionär derweil aus: "Ich habe meine Kämpfe alle ausgefochten, bin zufrieden und möchte nichts Operatives mehr irgendwo tun."