Mats Hummels: "Sane hat hier nicht das Standing eines Müller oder Özil"

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Mats Hummels äußert sich zur Nicht-Berücksichtung von Leroy Sane und zur neuen Spielergeneration.

Weltmeister Mats Hummels vom FC Bayern München hat Verständnis für die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw gezeigt, bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland auf Leroy Sane von Manchester City zu verzichten.

 

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"Er hat hier nicht das Standing eines Thomas Müller oder Mesut Özil", sagte Hummels in Eppan und erinnerte an seine eigenen Anfänge. "Ich kann das mit meiner persönlichen Geschichte vergleichen: Es dauert eben manchmal, bis man sich in der Nationalmannschaft das gleiche Standing erarbeitet hat wie im Verein."

Zwar sieht Hummels Sane auf einem guten Weg, gleichzeitig verweist er aber auf die große und qualitativ hochwertige Konkurrenz. "Ich bin mir sicher, das wird bei ihm noch kommen. Aber wir haben viele super Alternativen. Da muss man ehrlich sagen, dass die vielleicht im DFB-Trikot bislang häufiger sehr gute Leistungen abgerufen haben."

Hummels: "Ich habe Tore getragen"

Hummels deutete zudem unabhängig von Sane an, dass einigen Nachwuchsspielern heutzutage womöglich der Durchsetzungswille fehlt. "Es ist schon auffällig, dass aus der Jugend andere Typen kommen als vor zehn, zwölf Jahren - auch bei Bayern", sagte Hummels. Das sei eine "neue Generation. Die Spieler sind durch ein anderes Verhalten geprägt, extrem durch Social Media".

Hummels selbst sei stets der Jüngste seines Jahrgangs gewesen. "Ich habe Tore getragen. Es ist schon auffällig, dass jetzt öfters mal so ein 18-Jähriger nicht versteht, warum er das jetzt machen muss. Es ist gerechtfertigt, das zu hinterfragen. Aber es gehört auch dazu, zu wissen, dass man sich seinen Platz erst erkämpfen muss", erklärte der 29-Jährige. 

 

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In den vergangenen Jahren habe sich auch das Verhalten innerhalb der Kabine verändert, berichtete Hummels. "Ich habe die ersten Wochen kein Wort in der Bayern-Kabine geredet. Ich habe nur Stephan Fürstner und Michael Rensing angesprochen, weil ich die von den Amateuren kannte. Bei allen anderen habe ich mich vielleicht getraut, Hallo zu sagen. Jetzt geht es schon schneller, dass sich einer nach einer Woche gefühlt schon verhält, als wäre er drei Jahre bei der Mannschaft."

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