Manchester United ließ sich Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong durch die Lappen gehen

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Die beiden Ajax-Stars sind aktuell in aller Munde: Ein Ex-United-Boss wollte sie einst nach Manchester lotsen, stieß aber auf Widerstand.

Premier-League -Rekordmeister Manchester United ließ sich vor einigen Jahren die Chance entgehen, die beiden niederländischen Nationalspieler Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong von Ajax Amsterdam zu verpflichten. Das hat Derek Langley den Manchester Evening News verraten. Er war einst bei den Red Devils für das Scouting und die Verpflichtung von Nachwuchsspielern zuständig und ärgert sich heute noch, dass seine Empfehlungen nicht berücksichtigt wurden.

De Jong spielte bei Willem II, ehe er im Alter von 16 Jahren zu Ajax wechselte und der heutige Amsterdam-Kapitän de Ligt debütierte bereits in jenem Alter für Ajax. Langley legte United damals nach eigenen Angaben den United-Verantwortlichen die Verpflichtung der heute heiß begehrten Nachwuchsstars nahe.

Manchester United: Auch Dayot Upamecano von RBL war ein Thema

Der 68-Jährige erklärte zu den fragwürdigen Transferentscheidungen beim englischen Rekordmeister: "Spieler, die abgelehnt wurden? Matthijs de Ligt. Der liebe Gott alleine weiß, wieviele Berichte wir zu ihm hatten. Dann war da Frenkie de Jong und noch andere Spieler, die jetzt überall in Europa gehandelt werden. Dayot Upamecano, der heute bei RB Leipzig spielt, gehörte ebenfalls dazu."

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Langley arbeitete insgesamt 16 Jahre lang für United und holte unter anderem Marcus Rashford, Jesse Lingard, Gerard Pique, Danny Welbeck, Tom Cleverley, Giuseppe Rossi und Adnan Januzaj in jungen Jahren ins Old Trafford. Weil er aber zunehmend Kritik an der sportlichen Leitung äußerte, musste er 2016 seinen Hut nehmen. Jedenfalls glaubt er, dass dies der Hauptgrund war.

Ed Woodward Jose Mourinho Manchester United

Der 68-Jährige erinnerte sich: "Ich hatte ein Meeting mit Ed Woodward (Uniteds stellvertretender Vorstandsvorsitzender, der für die Transfers zuständig ist, Anm. d. Red.). Ich sagte ihm, dass ich von der Kompetenz einiger Leute im Verein nicht überzeugt sei. Relativ deutlich meinte ich: 'Falls Du denkst, dass ich nur hier sitze und das erzähle, was Du hören möchtest, bin ich der falsche Mann. Denn ich werde Dir klar sagen, wie ich die Dinge sehe.'"

Für Langley spielte dies "wahrscheinlich eine Rolle" bei seiner Entlassung sieben Monate später: "So ist das nunmal im Fußball und man muss es akzeptieren. Manchester United hat mir für meine Zeit und die Spieler, die ich entdeckt habe, gedankt. Aber am Ende hätten wir so viel besser sein können, wenn die Leute nur besser auf mich gehört hätten."

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