Lucas Hernandez für 80 Millionen Euro zum FC Bayern? Atletico Madrid dementiert, Bayern heizt Gerüchte an

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Angeblich soll Lucas Hernandez kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen. Sein Klub dementiert das, die Münchner allerdings nicht ausdrücklich.

Wirrwarr um Lucas Hernandez von Atletico Madrid : Erst dementiert sein Verein einen Bericht der spanischen Sportzeitung  Marca , wonach sich der FC Bayern München die Dienste des französischen Abwehrspielers ab Januar gesichert haben soll, dann äußern sich sowohl Karl-Heinz Rummenigge als auch Hasan Salihamidzic widersprüchlich zu der Causa.

Der spanische Hauptstadtklub veröffentlichte am Mittwochabend um 22.34 Uhr ein Statement, aus dem hervorgeht, dass man mit Hernandez gesprochen und dieser eine Übereinkunft mit den Bayern verneint habe und stattdessen bei Atletico bleiben wolle.

Darüber hinaus ließ der Europa-League-Sieger verlauten, dass auch die Münchner selbst die Gerüchte dementieren. Das taten Rummenigge und Salihamidzic rund 45 Minuten später allerdings nicht.

"Ich kann weder etwas dementieren noch bestätigen", sagte Rummenigge im Gespräch mit den Journalisten nach dem knappen Heimsieg der Bayern gegen RB Leipzig (1:0): "Bestätigen kann man erst etwas, wenn es fix ist. Und das ist es noch nicht."

FC Bayern beschäftigt sich mit Lucas Hernandez

Klar sei, dass man sich mit dem Weltmeister beschäftige. Dass der Spieler "zu jedem Zeitpunkt" wegen einer festgeschriebenen Ablösesumme von 85 Millionen Euro aus seinem Vertrag aussteigen könne, sei "sicherlich ein Vorteil", merkte Rummenigge an.

Salihamidzic hingegen wiederholte mehrfach, er werde sich zu Spekulationen nicht äußern. Er betonte jedoch, rege Ausschau nach möglichen Neuverpflichtungen zu halten. "Wir werden etwas machen, auch wenn es im Winter immer schwierig ist", sagte der Sportdirektor. Hernandez sei "ein sehr guter Spieler", den er seit der WM in Russland auf dem Schirm habe.

Lucas Hernandez Frankreich 15072018

"Hasan ist tatkräftig unterwegs", erklärte Rummenigge, versicherte aber, er werde die Verantwortlichen von Atletico umgehend informieren, sobald die Münchner "konkretes Interesse" an dem 22 Jahre alten Linksverteidiger entwickeln sollten.

Man habe schließlich ein "sehr gutes Verhältnis" zu den Atletico-Bossen. "Das ist eine Frage der Freundschaft und des Stils", sagte Rummenigge.

Zuvor hatte sich bereits Atletico-Präsident Enrique Cerezo gegenüber dem Sportportal  Sportyou  geäußert. Er wisse nichts von einem Angebot aus München, sagte er, und bekräftigte: "Lucas ist unser Spieler und will hier weitermachen. Wir bauen eine Mannschaft auf und verkaufen nicht."

Hernandez hatte seinen Vertrag bei den Spaniern erst vergangenen Sommer bis 2024 verlängert. Aktuell fällt er wegen einer Knieverletzung aus, die er sich Anfang Dezember im Heimspiel gegen Deportivo Alaves (3:0) zuzog.

Lucas Hernandez: Jung und vielseitig einsetzbar

Hernandez stammt aus dem Nachwuchs Atleticos und debütierte 2014 als 18-Jähriger in der ersten Mannschaft. Seither hat er 105 Pflichtspiele für die Colchoneros absolviert. Er ist nicht nur als Linksverteidiger, sondern auch in der Abwehrzentrale einsetzbar. Das macht ihn zu einer wichtigen Stütze für das Team von Diego Simeone und die französische Nationalmannschaft.

Bereits im vergangenen Sommer war Hernandez von zahlreichen europäischen Topklubs umworben worden. Real Madrid, Paris Saint-Germain und Manchester United sollen an ihm interessiert gewesen sein, aber eine Absage nach der anderen kassiert haben.

Kurz darauf verlängerte Hernandez seinen Kontrakt - um nur wenige Monate später nach München zu wechseln? Der Marca zufolge soll Hernandez im Januar einen Vierjahresvertrag beim FCB unterzeichnen. Er würde zum mit Abstand teuersten Spieler der Vereinsgeschichte avancieren.

Manuel Garcia Quilon, spanischer Rechtsanwalt und Berater des Spielers, war am Mittwochabend von  SPOX  und  Goal  nur für eine kurze Stellungnahme zu erreichen. Er könne den Bericht der  Marca  weder dementieren noch bestätigen. So wie Rummenigge und Salihamidzic.

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