Lothar Matthäus übt heftige Kritik an deutscher Nationalmannschaft: "Mir hat in dieser Partie fast alles gefehlt"

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Lothar Matthäus ist nach der Niederlage der DFB-Elf gegen Mexiko hart mit der Mannschaft ins Gericht gegangen und sieht Probleme bei der Kaderauswahl.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat nach der WM-Auftaktpleite gegen Mexiko (0:1) scharfe Kritik an der deutschen Nationalmannschaft geübt.

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"Das 0:1 war noch gnädig. Ich habe die deutsche Mannschaft bei einem großen Turnier lange nicht mehr so schwach gesehen. Mir hat in dieser Partie fast alles gefehlt", schrieb der Sky-Experte in seiner Kolumne für die Bild-Zeitung.

Matthäus zählt Müller und Özil an

"So ein Gesicht hat die deutsche Nationalmannschaft lange nicht gezeigt", ergänzte Matthäus, der auch die Kaderauswahl von Bundestrainer Joachim Löw monierte: "Was mich vor allem erschreckt hat: Es gibt keine deutschen Spieler, die in Eins-gegen-Eins-Dribblings gehen. Oft habe ich während des Spiels an den gestrichenen Manchester-City-Star Leroy Sane gedacht.

"Besonders die Weltmeister Thomas Müller ("enttäuschend") und Mesut Özil ("Von ihm kommt nichts zurück") zählte Matthäus (57) an. Stattdessen forderte er Löw auf, jetzt Marco Reus zu bringen. "Er hätte bei mir eine Stammplatzgarantie und müsste immer spielen." Das Fazit von Matthäus: "Ich will nicht alles schlechtreden, aber es muss sich viel ändern. Deutschland ist in den nächsten beiden Spielen Favorit, muss jedoch ein komplett anderes Gesicht zeigen."

Der Weltmeister von 1990 hatte die bisher einzige WM-Auftaktpleite einer deutschen Auswahl aus nächster Nähe verfolgt: 1982 beim 1:2 gegen Algerien stand er im Kader, wurde aber nicht eingesetzt.

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