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Ligue 1 Performance Index: Pepe entzaubert PSG - aber Ajorque übertrifft alle

12:00 MESZ 16.04.19
Ludovic Ajorque Marcelo Strasbourg Lyon Ligue 1 09032019
Die Schlagzeilen gehörten zwar Lilles Shootingstar Nicolas Pepe. Aber es war Straßburgs Ajorque, der an diesem Ligue-1-Wochenende alle übertraf.

Straßburg-Stürmer Ludovic Ajorque hat sich im Rennen um den besten Ligue-1-Spieler des 32. Spieltags gegen Nicolas Pepe vom OSC Lille durchgesetzt, obwohl Letzterer sein Team eindrucksvoll zu einem 5:1-Sieg gegen den alten und designierten neuen Meister PSG führte.

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Am vergangenen Wochenende konnte kein Akteur die 96,7 Punkte von Ajorque toppen, der sich seinen Frust über die Reservistenrolle im Finale des Ligapokals bei einem 3:3 gegen Guingamp von der Seele schoss.

Straßburg hat gemeinsam mit Lille die zweitmeisten Tore in der Ligue 1 erzielt - und Ajorque demonstrierte die Breite im Kader von Racing mit seinem Doppelpack gegen Guingamp. Ajorque verwertete zwei Flanken eiskalt und machte seinem Ruf als Strafraumstürmer alle Ehre.

Wenn Ajorque der beste Spieler des vergangenen Wochenendes war, dann war Pepe der spektakulärste. Der ivorische Nationalspieler nutzte die große Bühne, um gegen PSG zu glänzen.

Nachdem er das Foul gezogen hatte, das in Hälfte eins zum Platzverweis für Juan Bernat führte, wirbelte er die Defensive der Pariser auch im zweiten Durchgang durcheinander, erzielte den vorentscheidenden Treffer mit einem coolen Abschluss. In der Schlussphase zeigte er dann seine herausragenden technischen Fertigkeiten, als zwei ganz starke Flanken Pepes für ein echtes Schützenfest des OSC sorgten.

Wenn es noch Zweifel daran gab, ob Pepe tatsächlich einer für die ganz großen Klubs in Europa ist, hat er diese spätestens mit seiner Performance am Sonntagabend endgültig weggewischt.

Jonathan Bamba, sein kongenialer Partner, trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein und wurde im Performance Index am Ende Siebter.

Von einem Spieler, der bald für die größten Teams der Welt auflaufen will, zu einem, der das bereits getan hat: Der frühere Arsenal-Verteidiger Mathieu Debuchy, der jetzt für Saint-Etienne glänzt.

Der ehemalige französische Nationalspieler wurde bis dato in dieser Saison von Verletzungen geplagt, traf nun beim 3:0-Sieg über Bordeaux aber doppelt für "Les Verts" und verbesserte damit die Aussichten seines Teams auf einen Startplatz in Europa. Beide Tore gelangen Debuchy nach einer Ecke.

Auf Platz vier im Performance Index landete Luiz Gustavo, der zuletzt um seinen Stammplatz bei Marseille kämpfen musste. Für das schwierige Heimspiel gegen Nimes brachte ihn Trainer Rudi Garcia aber wieder, Gustavo dankte es beim 2:0-Erfolg mit einem Weitschusstor.

Martin Terrier war bei Lyon zuletzt ebenfalls meist außen vor, aber nachdem er in jedem der letzten vier Spiele getroffen hat, ist der Mittelfeldmann einer der Wenigen bei OL, der aktuell in guter Form ist. Terriers sehenswerter Schuss brachte den Ausgleich gegen Nantes, allerdings sorgte ein toller und später Freistoß von Anthony Limbombe dafür, dass Nantes mit 2:1 als Sieger vom Platz ging. Sowohl Terrier (Platz fünf) als auch Limbombe (Platz neun) schafften es beim Performance Index in die Top-10.

Auch Montpelliers Torschützen beim 2:1 gegen Toulouse, Ellyes Skhiri und Souleymane Camara, haben es in die Top-10 geschafft. Der frühere Arsenal-Youngster Jeff Reine-Adelaide, der nun in den letzten beiden Partien drei Tore für Amiens erzielt hat, rangiert auf Zehn.

Während PSG den Gewinn des nächsten Meistertitels aufschieben musste, müssen die Hauptstädter aber wohl nur bis Mittwoch warten. Dann würde schon ein Remis gegen Nantes reichen, um endgültig feiern zu dürfen. Ansonsten könnte das am Sonntag im nächsten großen Spiel gegen Monaco geschehen.

Lille und Pepe werden kommende Woche derweil versuchen, mit einem Sieg gegen Toulouse ihren zweiten Platz weiter zu festigen. Der Kampf um die weiteren internationalen Ränge und gegen den Abstieg ist weiterhin sehr offen.