Ligue 1 Performance Index: Germain-Heldentaten bringen Marseille nichts

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Der Stürmer probierte alles, doch das 1:1 gegen Straßburg könnte für Olympique Marseille im Kampf um die internationalen Tickets zu wenig sein.

Es war ein enttäuschendes Wochenende für Olympique Marseille, das im Kampf um die europäischen Tickets einen Rückschlag hinnehmen musste: Am Freitag spielte das Team nur 1:1 gegen Straßburg - und der Konkurrent AS Saint-Etienne holte einen Dreier in Monaco. Damit ist der Rückstand drei Spieltage vor Schluss wieder angewachsen und auf OM wartet im Kampf um einen Platz in der Champions League nun eine echte Herkulesaufgabe.

Trainer Rudi Garcia kann sich nur mit der Top-Leistung von Stürmer Valere Germain trösten, der an diesem Wochenende nach Angaben des Opta Performance Index der herausragende Akteur in der Ligue 1 war. Der Index bewertet die Leistungen jedes Spielers der Liga auf einer Skala von 0 bis 100.

Der ehemalige Monaco-Angreifer Germain kam auf einen Wert von 97,4. Den hatte er unter anderem seinem tollen Führungstreffer zu verdanken, den er kurz nach der Pause erzielte. Mario Balotelli war ebenfalls am Tor beteiligt, doch Germain war mit seinem starken Abschluss in die Ecke der entscheidende Mann.

Auf dem zweiten Platz landete am Wochenende Toulouse-Flügelspieler Mathieu Dossevi, der sein wohl bestes Match der Saison bestritt. Die Mannschaft von Trainer Alain Casanova verdiente sich im Duell mit dem neuen Pokalsieger Rennes ein 2:2-Unentschieden.

Dossevi war an vielen tollen TFC-Spielzügen beteiligt und lieferte auch eine hervorragende Flanke, die Max Gradel eigentlich hätte verwerten müssen. Der Ex-Metz-Spieler machte dann das zweite Tor der Partie, als er einen Freistoß von Jimmy Durmaz per Kopf in die Ecke des Kastens verlängerte.

Ebenfalls in den Top drei mit dabei ist Remy Cabella, der beim 3:2 von Saint-Etienne gegen Monaco der Antreiber der Grünen war.

Ligue 1 Performance Index 07052019

Der kreative Mittelfeldspieler hatte für Verwunderung bei den Fans gesorgt, weil er 48 Stunden vor dem wichtigen Match zu einer Hochzeit eines Freundes gegangen war. Die ASSE-Anhänger mussten sich aber nicht sorgen, dass das seine Leistung beeinträchtigen würde: Cabella spielte ganz stark auf - und erzielte das 2:1 mit einem spektakulären Volleyschuss.

Cabella war auch der Vorbereiter für den Siegtreffer, den Youngster Arnaud Nordin per Kopf erzielte. Nordin feiert auch dank dieses Tores sein Debüt in den Top-10. Zwar stand er nur eine Hälfte lang auf dem Platz, doch in diesen 45 Minuten glänzte er.

Von den Verlierern aus Monaco schaffte Gelson Martins wieder einmal den Sprung in die Top-10. Der von Atletico Madrid ausgeliehene Flügelspieler hatte in den Wochen zuvor mit einem Formtief zu kämpfen, doch gegen Saint-Etienne drehte er auf: Erst gelang ihm aus spitzem Winkel das Führungstor und später bereitete er auch noch den Treffer von Carlos Vinicius vor.

Valentin Rongier ist hingegen ein Spieler, der in den vergangenen Wochen konstant gute Leistungen zeigt. Der Nantes-Kapitän, der auf dem vierten Ranking-Platz landete, führte das Team von Trainer Vahid Halilhodzic gegen Dijon zum fünften Sieg in Folge und beeindruckte dabei mit einem überzeugenden Auftritt und einem Tor in der zweiten Halbzeit.

Das Spiel wurde schließlich von Abdoulaye Toure entschieden, der mit einem tollen Distanzschuss erfolgreich war. Der Mittelfeldspieler sicherte sich den achten Rang im Ranking.

Für Paris Saint-Germain läuft es dagegen nicht mehr rund: Im Heimspiel gegen Nizza kam der Meister nur zu einem 1:1, obwohl Marco Verratti in der Zentrale alles für einen Sieg tat. Bei den Gästen überragte der Torschütze Ignatius Ganago, der genau wie Verratti in den Top-10 vertreten ist.

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Im Top-Spiel des Wochenendes trennten sich Lyon und Lille 2:2. Dabei krönte sich LOSC-Mittelfeldmann Boubakary Soumare zum Man of the Match: Der 20-Jährige erzielte seinen Premierentreffer auf höchstem Niveau.

Er gilt in Frankreich als eine der größten Mittelfeldhoffnungen und überzeugte bei OL mit einer starken Vorstellung. Gleichzeitig sorgte er dafür, dass seine Mannschaft dem großen Ziel, dem Erreichen der Champions League, ein Stück näher kam.

Lyon kämpft nun mit Saint-Etienne um den dritten Tabellenplatz - und der Zweikampf wird aller Voraussicht nach bis zum Saisonende gehen. Am Wochenende muss OL zum Top-Duell in Marseille antreten, wo es für die Gäste um sehr viel geht.

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