Ligue 1 Performance Index: Emiliano Sala sticht Mbappe und Depay aus

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Dem Offensivspieler aus Argentinien gelang mit seinem Hattrick die beste Leistung des Wochenendes in Frankreichs erster Liga.

Für Nantes war es ein ganz besonderes Wochenende - und für Stürmer Emilano Sala sowieso. Das Team setzte sich mit 4:0 gegen Toulouse durch und dem Angreifer gelang dabei ein Hattrick.

Der große und kräftige Sala stand noch im Sommer kurz vor einem Wechsel zu Galatasaray, denn in den Plänen von Trainer Miguel Cardoso nahm er keine Hauptrolle mehr ein. Mit seinem manchmal etwas plump wirkenden Bewegungen passte er allem Anschein nicht in das Konzept seines portugiesischen Coaches, der auf Ballbesitzfußball setzte.

Doch mit seinen Treffern ist er nun als Nebendarsteller in einer Mannschaft, die sich mit dem Toreschießen schwertut, unverzichtbar geworden.

Cardoso wurde zu Beginn des Monats entlassen und durch Vahid Halilhodzic ersetzt. Und nach seiner Glanzleistung gegen Toulouse dürfte Sala erst einmal einen Stammplatz sicher haben. Er machte seine Saisontore fünf, sechs und sieben und landete im Opta Index, der die Leistungen aller Spieler der Ligue 1 auf einer Skala bis 100 bewertet, mit einem Wert von 99,4 auf dem ersten Rang.

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Ein Auftritt wie der von Sala ist ohne Unterstützung auf dem Platz aber nicht denkbar: Flügelspieler Gabriel Boschilia, der nach seiner schweren Verletzung in dieser Saison von Monaco an Nantes ausgeliehen wurde, um wieder Spielpraxis zu bekommen, war am Hattrick des Argentiniers entscheidend beteiligt.

Der 22-jährige Brasilianer ist wieder auf dem Weg zu seiner Top-Form und bewies das mit der Vorarbeit bei Salas Führungstreffer und dem zweiten Tor, das er selbst mit einem überlegten Abschluss erzielte.

Mit seinem Auftritt sicherte er sich den vierten Platz im Performance Index in dieser Woche.

Einer der Spieler, die noch vor ihm standen, ist Lebo Mothiba, der sich mit Monaco, das zum ersten Mal unter der Leitung des neuen Trainers Thierry Henry spielte, auseinandersetzte.

Dem Team aus dem Fürstentum fehlte lange das nötige Glück und sechs Minuten vor dem Ende sorgte Lebo Mothiba für die Entscheidung. Der Südafrikaner hatte viel Raum und nutzte diesen, um kurz nach seiner Einwechslung zum 2:1 für Straßburg zu treffen. Damit wurde er Zweiter im Ranking der Woche.

Wie bei einem 5:0-Sieg zu erwarten, tummeln sich auch einige Spieler von PSG in den Top 10 der Woche. Der statistisch gesehen beste Akteur des Tabellenführers beim klaren Erfolg gegen Amiens war Julian Draxler, dessen Tor zum 3:0 erst eine heiße Schlussphase einleitete, in der der Klassenprimus die Gäste auseinandernahm. Draxler hatte bei seinem Treffer wenig Mühe, denn er wurde bei seinem Kopfball alleine gelassen. Insgesamt gesehen füllte er die Spielmacherposition, die sonst in dieser Saison meist Neymar übernimmt, hervorragend aus.

Der Brasilianer bekam am Wochenende eine Verschnaufpause und das gab PSG die Möglichkeit, zu zeigen, wie tief der Kader ist: Die Teenager Moussa Diaby und Kylian Mbappe spielten ganz vorne drin. Diabys Solo bewies dabei, dass auch in Zukunft mit tollen Talenten in Paris zu rechnen ist.

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Lyons Memphis Depay zeigte unterdessen, dass er die Länderspielpause gut überstanden hat. Er spielte im Duell mit Nimes am Freitag groß auf und wurde dafür mit dem sechsten Platz im Ranking belohnt.

Sein spätes Tor, sein dritter Saisontreffer, sicherte OL die Punkte, obwohl sich das Team gegen den Aufsteiger sehr schwertat.

Die Probleme, die Lyon hatte, werden durch die Tatsache unterstrichen, dass es Torhüter Anthony Lopes ebenfalls in die Top 10 schaffte, denn er musste einige starke Paraden zeigen, um einen Rückstand zu verhindern.

Die Distanzschüsse vo Teji Savanier waren am Wochenende besonders gut, aber es war doch eher die Gesamtleistung, die er nach seiner langen Sperre zeigte, die ihn in die Top 10 des Rankings brachte. Und auch Gaetan Laborde ist mit dabei, nachdem er am Sonntag gegen Bordeaux erfolgreich war.

Das Highlight des kommenden Wochenendes ist zweifelsohne die Partie zwischen Marseille und PSG am Sonntag. Dabei wird es für OM mit Trainer Rudi Garcia darum gehen, die Defensive gegen das angriffslustige Team aus der Hauptstadt zu verstärken.

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