Lacazette-Euphorie und Jesus-Verzweiflung - Eine Pulsreise durch den Arsenal-Spieltag

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Für einen Spielbericht der besonderen Art rüstete Goal den Arsenal-Fan Luke mit einer Samsung Gear S3 aus. Heraus kommt ein Wechselbad der Gefühle.

Fußball schauen kann bestenfalls schrecklich nervenaufreibend sein. Aber man werfe eine Reise zum enteilten Tabellenführer hinzu, während man sich selbst in einer Auswärtsschwäche wiederfindet, und es wird schnell zum Albtraum.

Wir haben uns spaßeshalber dazu entschieden, einen Arsenal-Fan vor die Aufgabe zu stellen, während der Partie seines Vereins gegen Manchester City vor zwei Wochen seinen eigenen Herzschlag zu beobachten.

Eine der zahlreichen verfügbaren Funktionen der Samsung Gear S3 ist es, ganz einfach seine Herzfrequenz zu messen. Wir stellten Arsenal-Fan Luke Matthews daher die ultimative Aufgabe: Konnte er seinen Herzschlag während des größten Saisonspiels seines Vereins unten halten?

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte City einen Durchschnitt von 3,5 Toren pro Premier-League-Spiel. Was konnte schiefgehen?

Hier kommt, wie sich Lukes Tag entwickelte:


90 MINUTEN VOR ANPFIFF


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Ich bin ziemlich gelassen. Es sind 90 Minuten bis zum Anstoß, aber die Nerven machen sich bisher nicht bemerkbar. Ich habe meine Herzfrequenz mit der Samsung Gear S3 gemessen und diese befindet sich bei 69 Schlägen pro Minute.

Die Uhr sagt mir, der durchschnittliche Ruhepuls liegt zwischen 61 und 76. Ich bin daher ziemlich erleichtert, dass ich noch nicht umkippe. Wir werden sehen, wie sich das mit der Zeit bis zum Anpfiff verändert.


NOCH EINE STUNDE


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Ich bin am Pub angekommen und sehr wütend - und das Spiel hat nicht einmal begonnen! Nur die Aufstellung von Arsenal zu sehen, hat mir gereicht, um durchzudrehen.

Es gibt einen Spieler, der mehr als jeder andere meine Wut auf sich zieht: Francis Coquelin. Er spielt nicht nur, sondern meine Goal+-App sagt mir auch, dass er als Innenverteidiger auflaufen wird. Gegen Kevin De Bruyne. Gegen Sergio Agüero. Gegen Leroy Sane.

Ich befinde mich nun bei 101 Schlägen pro Minute. Ist das normal? Google sagt nein. Werde ich es überhaupt bis zum Anpfiff schaffen? Vielleicht nicht, vielleicht bin ich glücklich - ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich Francis Coquelin ertragen kann. In der Abwehr, gegen den kommenden Meister der Premier League.


ANSTOSS

Ich lebe noch, irgendwie. Nicht nur das, meine Herzfrequenz liegt bei fast normalen 78 Schlägen.

Die Dinge ändern sich. Vielleicht werde ich das Spiel überleben. Vielleicht wird sich Arsenal doch nicht blamieren. Vielleicht macht Coquelin ein wirklich gutes Spiel, wie bereits im Januar 2015 gegen Manchester City im Etihad.

Okay, der letzte Punkt geht vielleicht zu weit, aber wer weiß. Vielleicht wird es gar nicht so schlimm.


19 MINUTEN GESPIELT - TOR KEVIN DE BRUYNE (1:0)


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Weniger als 20 Minuten sind gespielt und es hat bereits begonnen. Nachdem man sich die ersten zehn Minuten gut geschlagen hat, beginnen Citys Qualitäten durchzublitzen und Kevin De Bruyne sorgt für die Führung. Bei 92 BPM liegen wir nun schon.

Das Seltsame ist, ich fühle mich trotzdem nicht mehr so wütend. Stattdessen fühle ich etwas Erleichterung. Beim Stand von 0:0 denkst du immer, dass du eine Chance hast, erlaubst dir diese falsche Hoffnung.

Nun, mit 0:1 hinten, bin ich bereit dafür, dass sich der Torreigen eröffnet. Ich überzeuge mich selbst davon, dass es keine weitere Wut gibt.


50 MINUTEN GESPIELT - TOR SERGIO AGUERO (2:0)

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Der Ärger ist wieder da. Nicht weil wir nun 0:2 hinten liegen, es hätte auch vier oder fünf geben können, sondern weil es ein Elfer war. Ein umstrittener ebenfalls, weil Nacho Monreal beschuldigt wurde, Raheem Sterling zu Fall gebracht zu haben.

Es hat rigoros ausgesehen. Meine Samsung Gear S3 sagt mir, dass sich mein Herzschlag auf 93 erhöht hat. Sicher, dass es das war? Es werden mehr Tore fallen, aber ist es überhaupt möglich, aufgeregt zu sein, wenn du es bereits erwartest?

So oder so, der Mantel ist angezogen und ich sage mir: "Noch ein Tor und das war's, ich gehe nach Hause."


66 MINUTEN GESPIELT - TOR ALEXANDRE LACAZETTE (2:1)


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Das Comeback ist eingeleitet! Ich werde nirgendwo hingehen. Alexandre Lacazette hat verkürzt und wir könnten tatsächlich etwas aus diesem Spiel mitnehmen.

Mein Herzschlag ist rauf auf 98 BPM. Ich denke nicht, dass er während der zweiten Halbzeit unter 90 gegangen ist. Sollte ich besorgt sein? Wahrscheinlich, aber ich bin es nicht. Ich spüre es nun. Alexandre Lacazette ist ein Gott - und wir werden einen Punkt mitnehmen!


74 MINUTEN GESPIELT - TOR GABRIEL JESUS (3:1)


Wir werden keinen Punkt mitnehmen. Lacazette mag ein Gott sein, aber ich habe vergessen, dass Man City selber einen Jesus hat, der Wunder vollbringen kann. Wie ein Tor zu schießen, das man hätte abpfeifen müssen, weil es Abseits war.

Ich schäume. Ich bin geladen.

Und nun 99 Schläge pro Minute.


ENDE

Dies ist der Moment, in dem ich euch sage, dass der Schlusspfiff ertönte und sich mein Herz auf einen normalen Ruhepuls verlangsamte. Wahrscheinlich. Es muss so gewesen sein.

Ich habe einen Wutanfall bekommen, den Pub fünf Minuten vor Ende verlassen und bin in ein Taxi gestiegen. Ich habe es geschafft, das Spiel und den nächsten Tag zu überleben. Nun kommt die Länderspielpause (gähn!).

Vielleicht werden meine Beobachtungen in Zukunft für Studien genutzt, die beweisen, dass Fußball schlecht für die Gesundheit ist. Vielleicht werden wütende Arsenal-Fans sie aufnehmen und als Schwerpunkt für ihre "Wenger Out"-Kundgebungen nutzen. Oder vielleicht werden sie gemeinsam mit Francis Coquelin in Vergessenheit geraten.

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