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Köln-Coach Achim Beierlorzer: "Die Spieler haben ganz, ganz wenig Mitspracherecht"

16:43 MEZ 08.11.19
Achim Beierlorzer VfL Bochum v RB Leipzig - 2. Bundesliga 04122015
Köln-Trainer Beierlorzer hat sich vor dem richtungsweisenden Spiel gegen Hoffenheim zur Einbindung seiner Spieler bei taktischen Fragen geäußert.

Trainer Achim Beierlorzer vom abstiegsbedrohten 1. FC Köln hat erklärt, dass er seinen Spielern bei taktischen Fragen kaum Mitspracherecht gibt. Beim Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Freitag kämpft er um seinen Job.

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"Wir sind kein Diskussionsforum, wo wir diskutieren: Wer spielt jetzt? Und welches System? Das geben wir vom Trainerteam klar vor. Da haben die Spieler ganz, ganz wenig Mitspracherecht", sagt Beierlorzer gegenüber Goal und DAZN. "Trotzdem ist es wichtig, die Spieler mitzunehmen, weil sie ein großes Verständnis von Fußball haben."

Nach Niederlagen gegen den FSV Mainz 05 (1:3) und Fortuna Düsseldorf (0:2) ist Köln auf den Abstiegsplatz 17 abgerutscht. Laut Beierlorzer habe seine Mannschaft "fünf bis sechs Punkte zu wenig". In der 2. Runde des DFB-Pokals scheiterte Köln am Regionalligisten 1. FC Saarbrücken.

1.FC Köln: Beierlorzer bleibt vorerst im Amt

Am Montag ist es ob des Abwärtstrends zu einem Gipfeltreffen zwischen Vorstand, Geschäftsführung und Sportkompetenzteam gekommen, bei dem entschieden wurde, dass Beierlorzer vorerst im Amt bleiben darf.

Er selbst hat bei den Unterredungen nicht teilgenommen: "Man informiert mich nicht, dass man jetzt zusammensitzt und über mein Schicksal diskutiert. Ich hatte morgens ein sehr konstruktives Gespräch mit Armin Veh (Sport-Geschäftsführer, Anm. d. Red.), wie wir es nach einem Spiel immer machen. Dann hat Armin gesagt: 'Fahr nach Hause und krieg den Kopf frei für die Aufgabe am Freitag.'"

Achim Beierlorzer: "Vom Glück verfolgt sind wir nicht"

Die Gründe für die sportliche Krise sind laut Beierlorzer vielschichtig: "Es ist schon ein bisschen seltsam: Schiedsrichterentscheidungen und Torchancen, die wir nicht verwerten. Vom Glück verfolgt sind wir nicht." Bei der Niederlage gegen Mainz war Köln ein Elfmeter verwehrt worden.

Zufrieden mit der spielerischen Entwicklung der eigenen Mannschaft ist Beierlorezer nicht: "Wir sind vom aggressiven Angriffsfußball, den ich in Regensburg in zwei Jahren entwickelt habe, schon noch ein bisschen weg."

In den vergangenen beiden Jahren führte er den SSV Jahn Regensburg zu respektablen Plätzen fünf und acht in der 2. Bundesliga. Im Sommer übernahm Beierlorzer dann das Traineramt in Köln.