News Spiele
Exklusiv

Bleibt Huntelaar in der Bundesliga? "Im Fußball weiß man nie"

09:00 MESZ 24.04.17
Klaas-Jan Huntelaar FC Schalke 04 RB Leipzig 23042017
Dass der Hunter Schalke verlässt, ist wohl beschlossene Sache. Doch was folgt danach? Selbst einen Wechsel innerhalb der Liga schließt er nicht aus.

MIXED-ZONE-INTERVIEW

Wie geht es weiter mit Klaas-Jan Huntelaar? Dass die Zukunft des Niederländers nicht auf Schalke liegt, ist wohl beschlossene Sache. Mit inzwischen 33 Jahren denkt der Goalgetter allerdings noch lange nicht daran, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen.

Am Sonntag durfte der Hunter gegen RB Leipzig (1:1) erstmals seit dem fünften Spieltag in der Bundesliga wieder von Beginn an stürmen – mit Erfolg, denn ausgerechnet er sorgte kurz nach der Pause für den Ausgleichstreffer.

Was der Routinier zu seinem Startelf-Comeback, seiner schwierigen Situation auf Schalke und zu einem Wechsel im Sommer sagt, erklärte er den Journalisten nach der Partie in der Mixed-Zone.

Herr Huntelaar, herzlichen Glückwunsch zum Ausgleichstreffer. Wie froh waren Sie, dass Sie mal wieder in der Startaufstellung gestanden haben?

Klaas-Jan Huntelaar: Es war das erste Mal in der Bundesliga von Beginn an. Es war ein gutes Gefühl und wir haben alles gemacht, um hier ein gutes Ergebnis zu holen. Leider haben wir nicht gewonnen, aber es war trotzdem schön.

Im Sommer werden Sie Schalke verlassen. Hatten Sie die Hoffnung schon aufgegeben, noch einmal in der Startelf zu stehen?

Huntelaar: Nein, ich gehe die Situation an wie auch in den letzten Wochen und Monaten - also gut trainieren und schauen, was dann passiert.

Waren Sie überrascht, dass der Trainer ausgerechnet gegen einen offensivstarken Gegner wie Leipzig im 4-4-2 spielt?

Huntelaar: Es ist immer abhängig davon, wie man es auf dem Platz umsetzt. Taktik ist eine Sache, aber Wille, Leidenschaft und Zweikämpfe gewinnen ist die andere.

Die letzten Monate liefen für Sie nicht optimal. Nach Ihrer Verletzung hat es häufig nur für einen Platz auf der Bank gereicht. Wie gehen Sie Ihre letzten Monate auf Schalke persönlich an?

Huntelaar: Ich habe sieben sehr schöne Jahre auf Schalke gehabt. Ich habe viel Kraft investiert, daher möchte ich natürlich den bestmöglichen Abschluss.

Wie sähe der bestmögliche Abschluss aus?

Huntelaar: Viermal gewinnen und die Qualifikation für Europa.

Bei den Fans kommen Sie nach wie vor sehr gut an. Nach ihrem Tor haben sich viele doppelt gefreut, weil Sie getroffen haben. Ist das ein schönes Gefühl?

Huntelaar: Natürlich, ich habe das schon vorher in einigen Spielen gespürt. Das ist wirklich ein schönes Gefühl. Ich habe sieben Jahre viel für den Verein getan. Dass es von den Fans anerkannt wird, freut mich sehr.

Hätten Sie sich diese Saison auf Schalke generell nicht eigentlich ganz anders vorgestellt?

Huntelaar: Ja klar, deswegen haben ich auch das Gespräch mit Trainer und Manager gesucht.

Was wurde dort besprochen?

Huntelaar: Das fragen Sie am besten den Trainer oder Manager.

Konnten Sie die Dinge denn nachvollziehen, die dort besprochen wurden?

Huntelaar: Damals schon, deswegen bin ich auch geblieben.

Ihre Mitspieler haben Sie dafür gelobt, dass Sie stets positiv und professionell geblieben sind. Ist Ihnen das in manchen Momenten schwergefallen?

Huntelaar: Natürlich, jeder Fußballer will spielen, doch auch Enttäuschung gehört dazu. Das Wichtigste ist aber, dass man sich nicht unterkriegen lässt. Deswegen bin ich Fußballprofi geworden, es gehört zum Geschäft. Ich bin sehr ehrgeizig und das werde ich bleiben, bis ich unter der Erde liege.

Wie sehr beschäftigt Sie schon jetzt die kommende Saison?

Huntelaar: Noch gar nicht. Ich konzentriere mich auf jedes einzelne Training und fühle mich gut, bin fit und will noch so lange wie möglich spielen. Was jetzt passiert, weiß ich noch überhaupt nicht. Bis jetzt habe ich nur eine Entscheidung getroffen, was meine Situation auf Schalke angeht.

Kapitän Benedikt Höwedes hat betont, dass für ihn außer Schalke kein anderer Verein in Deutschland mehr in Frage kommt. Sieht es bei Ihnen genauso aus?

Huntelaar: Ich war mit meinem Kopf immer auf Schalke, doch nun weiß ich nicht, was passiert. Es ist nicht mein erster Gedanke, doch im Fußball weiß man nie. 

Folge Schalke-Reporter Robin Haack auf