Juventus-Sportdirektor Paratici packt aus: So lief der Coup mit Cristiano Ronaldo

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Letzten Sommer wechselte Cristiano Ronaldo von Real Madrid nach Turin. Juventus-Sportdirektor Paratici verriet nun, wie er den Coup einfädelte.

Im vergangenen Sommer schockte Cristiano Ronaldo die Fußballwelt mit seiner Entscheidung Real Madrid in Richtung Juventus Turin zu verlassen. Fabio Paratici, Sportdirektor von Juventus, verriet nun im Interview mit der Gazzetta dello Sport, wie der Ronaldo-Transfer über die Bühne ging.

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"Das Ganze begann, als wir in der Champions League gegen Real Madrid spielten", erzählte Paratici. "Wie so oft traf ich dabei Jorge Mendes [Ronaldos Berater, Anm. d. Red] und er sagte mir: 'Du wirst es nicht glauben, aber falls Cristiano Real Madrid verlässt, würde er nur zu Juventus wechseln wollen. Glaub mir, es wäre einfacher als du denkst.'"

Erst auf diese Eröffnung hin habe der überraschte Paratici überhaupt angefangen, sich mit dem Transfer zu beschäftigen. In weiteren Treffen mit Ronaldos Berater Mendes wurden die Details geklärt, unter anderem die Gehaltsforderungen des wechselwilligen Superstars und die von Real Madrid geforderte Ablösesumme. "Hätte ich abgelehnt, hätte er andere Vereine kontaktiert", sagte Paratici.

Juventus-Sportdirektor über CR7-Coup: "Müssen es zumindest versuchen"

Nach Abwägung diverser Szenarien kommerzieller und sportlicher Natur, habe er den Entschluss gefasst: "Wir müssen es zumindest versuchen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch niemanden bei Juventus davon erzählt."

Ein Treffen mit Vereinspräsident Andrea Agnelli und Vizepräsident Pavel Nedved sollte eine Entscheidung über den Transfer bringen. "Ronaldo möchte zu keinem anderen Verein als Juventus. Es gibt keine Option B", erklärte der Sportdirektor der Vereinsführung.

Dabei sei er naturgemäß auf Skepsis gestoßen: "Zu diesem Zeitpunkt war ich froh, dass ich noch nicht aus dem Fenster geworfen wurde", scherzte Paratici über seinen kühnen Vorschlag, Ronaldo zu verpflichten. Doch noch am gleichen Tag erhielt der Sportdirektor grünes Licht für die Abwicklung des Mega-Transfers: "Andrea ist nicht nur unser Präsident. Er kennt sich im Fußball und dem Business sehr gut aus und will Juventus so groß wie nur möglich machen."

Christiano Ronaldo wechselte im Juli 2018 nach neun erfolgreichen Jahren völlig überraschend für 117 Millionen Euro von Real Madrid zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Sein Vertrag in Italien läuft bis zum Sommer 2022. Die Gazzetta dello Sport berichtet von einem Nettogehalt von rund 31 Millionen Euro pro Jahr.

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