Joachim Löw beruft Neuling Karim Bellarabi: "Eine hervorragende Alternative"

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Karim Bellarabi steht erstmals im 20-köpfigen Aufgebot der Nationalmannschaft. Zudem kann Bundestrainer Joachim Löw auch wieder auf Abwehrchef Mats Hummels zurückgreifen.

München. Mit Senkrechtstarter Karim Bellarabi und 16 Weltmeistern um Rückkehrer Mats Hummels will Bundestrainer Joachim Löw den nächsten großen Schritt in Richtung EM 2016 machen. Löw berief den Leverkusener Angreifer Bellarabi am Donnerstag als einzigen Neuling in sein 20-köpfiges Aufgebot für die Qualifikationsspiele am 11. Oktober in Warschau gegen Polen und drei Tage später in Gelsenkrichen gegen Irland. Auch Max Kruse erhält eine neue Bewährungschance, auf Weltmeister Kevin Großkreutz verzichtete Löw dagegen etwas überraschend.

Bellarabi (24) habe sich "durch hervorragende Leistungen in seinem Verein diese Chance verdient", sagte Löw über den schnellen Bayer-Profi, der auch für Marokko und Ghana spielen könnte. Bellarabi sei "unglaublich stark im Eins-gegen-Eins und eine hervorragende Alternative in unserer Offensive", fügte Löw an. Bellarabi hat für Eintracht Braunschweig und Leverkusen in 50 Bundesliga-Spielen sechs Treffer erzielt und zuletzt auch in der Champions League überzeugt. "Das ist eine sehr große Ehre für mich, da geht ein Traum in Erfüllung", sagte Bellarabi nach seiner Nominierung.

"Qualifikation kein Selbstläufer"

Löw nahm seine Mannschaft vor dem Quali-Doppelpack in die Pflicht. "Wir müssen uns bewusst sein, dass auch für den Weltmeister die EM-Qualifikation kein Selbstläufer ist", sagte der 54-Jährige, der trotz hoher Belastungen seinen derzeit bestmöglichen Kader benannte. Die DFB-Elf habe nach dem 2:1 gegen Schottland zum Auftakt die große Gelegenheit, sich von der Konkurrenz in Gruppe D abzusetzen, ergänzte Löw. Deshalb sei es "umso wichtiger, von Beginn an überzeugend und voll konzentriert aufzutreten".

Neben Abwehrchef Hummels, der die beiden Länderspiele seit dem Triumph in Rio verletzungsbedingt verpasst hatte, kehrt auch Shkodran Mustafi zurück. Der Verteidiger hat sich nach seiner bei der WM erlittenen Verletzung bei seinem neuen Klub FC Valencia inzwischen zurückgekämpft. Der Gladbacher Kruse war von Löw zuletzt im November 2013 gegen England (1:0) eingesetzt und für die Endrunde am Zuckerhut nicht berücksichtigt worden.

Das Aufgebot wird von Manuel Neuer angeführt, der den nach wie vor angeschlagenen Bastian Schweinsteiger als Kapitän vertreten wird. Trotz des Ausfalls von Mario Gomez verzichtete Löw mangels Auswahl auf einen echten Mittelstürmer. Wie Schweinsteiger fehlen die Weltmeister Sami Khedira und Benedikt Höwedes sowie Marco Reus nach ihren Verletzungen.

Löw zählt Lewandowski "zu den drei besten Stürmern der Welt"

Polen, gegen das Deutschland in 18 Länderspielen noch nicht verlor, verfüge "über große individuelle Qualität, über viel Erfahrung und einen ausgeprägten Teamgeist", sagte Löw. Überdies habe der Nachbar in Kapitän Robert Lewandowski von Bayern München einen "Ausnahmefußballer" und "eiskalten Vollstrecker" in seinen Reihen, den Löw "zu den drei besten Stürmern der Welt" zählt. Aber auch Irland könne als Gegner "sehr unangenehm" sein, meinte Löw.

An der Seite des Bundestrainers wird in Polen erstmals sein neuer Assistent Thomas Schneider sitzen. Die Mannschaft trifft sich am Montagabend in Frankfurt/Main, wo sie am Dienstag erstmals trainieren wird. Am Freitag reist sie nach Warschau.

Das deutsche Aufgebot im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

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Abwehr: Jerome Boateng (Bayern München), Erik Durm (Borussia Dortmund), Matthias Ginter (Borussia Dortmund), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Antonio Rüdiger (VfB Stuttgart), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)

Mittelfeld: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Schalke 04), Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (FC Arsenal), André Schürrle (FC Chelsea)

Angriff: Mario Götze (Bayern München), Max Kruse (Borussia Mönchengladbach)

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