Hamburger SV: Klaus-Michael Kühne zieht sich beim Bundesliga-Absteiger zurück

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Der Milliardär wollte langfristig mehr Anteile am HSV. Da spielte Bernd Hoffmann nicht mit und nun zieht Kühne sich zurück.

Investor Klaus-Michael Kühne hat sein Engagement beim Hamburger SV für beendet erklärt. Gegenüber der Sport Bild sagte er: "Ich werde den Verein nicht weiter fördern, weil mein Wunsch, meine Anteile langfristig aufstocken zu können, nicht respektiert wird."

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Kühne, der in der Vergangenheit mehrfach mit einem Rückzug gedroht hatte, will keine Zweifel an seinem tatsächlichen Entschluss bestehen lassen: "Im Augenblick bin ich mal weg und nur noch Fan – das wird sich auch nicht kurzfristig ändern. Dieser Entschluss ist nachhaltig."

HSV: Hoffmann kippte Einigung mit Kühne

Über lange Zeit war verhandelt worden, ob Kühne seine Anteile von aktuell rund 20 Prozent auf über 25 Prozent ausweiten dürfe. Der Investor hat seit 2010 über 100 Millionen Euro in den Verein gebracht und ging dementsprechend von einer positiven Entscheidung aus. Bis zu 15 Millionen Euro sollten aufgebracht werden. Präsident Bernd Hoffmann habe das Vorhaben aber gekippt.

"Wir waren nah dran an einer Lösung und hatten sogar schon Papiere entwickelt, doch dann hat er sich klar dagegen positioniert. Ich will dem Verein Gutes tun und dafür sorgen, dass er stärker wird. Aber ich kann nicht immer nur Geld geben, ohne dass es eine Gegenleistung dafür gibt", erklärte Kühne.

Nach dem ersten Abstieg des Klubs zieht sich der Geldgeber nun zurück: "Es gibt in jeder Branche Erfolgstypen. Beim HSV hat man diese in all den Jahren aber leider nicht gefunden. Die handelnden Personen sind meistens noch wichtiger als das Geld. Es hat viele Wechsel gegeben, und leider auch viele, die enttäuscht haben. Es ist eine traurige, trostlose Entwicklung."

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