HSV: Wechsel von Douglas Santos zur PSV Eindhoven droht zu scheitern

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Der Hamburger SV würde den Brasilianer gern an die PSV Eindhoven abgeben. Doch Santos konnte sich mit den Niederländern bislang nicht einigen.

Mit der Nichtnominierung von Douglas Santos für den Kader gegen den FC Augsburg hat Markus Gisdol, Trainer des Hamburger SV, ein unmissverständliches Signal ausgesendet: Der brasilianische Linksverteidiger hat in Hamburg keine Zukunft mehr. Trotz großer Personalnot auf dieser Position verzichtete Gisdol beim Auftakt der Bundesligasaison auf die Dienste des Olympiasiegers von 2016. Wohl auch, um eine Verletzung des 23-Jährigen nicht zu riskieren. Schließlich steht Santos mit der PSV Eindhoven in Verhandlungen über einen Wechsel.

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Nach Goal-Informationen sind die Rahmendaten des Transfers bereits fixiert. Eindhoven wäre bereit, Santos für eine Ablösesumme von vier Millionen Euro fest zu verpflichten. Inklusive Boni könnte die Summe in den nächsten Jahren auf 5,5 Millionen Euro steigen. Zusätzlich sicherten sich die Hamburger eine Beteiligung an einem möglichen Weiterverkauf. Doch der Deal mit den Niederländern scheint in letzter Sekunde doch zu platzen. Eindhoven kann die von Santos' Management aufgerufenen Gehaltsforderungen nicht erfüllen. Von einer Einigung sind beide Parteien aktuell weit entfernt. Aber viel Zeit bis zur Schließung des Transfer-Fensters am 31. August bleibt nicht mehr.

Für die Verantwortlichen des HSV hätte ein Scheitern des Santos-Deals weitreichende Folgen. Sportchef Jens Todt ist auf Einnahmen angewiesen, um Wunschspieler Konstantinos Stafylidis vom FC Augsburg zu verpflichten. Der Grieche gehörte wie Santos nicht zum Kader für das erste Bundesliga-Match der beiden Klubs. Aus eigenen Mitteln sind Transfers für den HSV nicht realisierbar. Nur mit der Hilfe von Investor Klaus-Michael Kühne könnte Todt noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Kühne hatte in einem Interview eine erneute finanzielle Hilfe für diesen Sommer allerdings ausgeschlossen.

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