News Spiele
Bundesliga

HSV-Sportdirektor Todt fordert Abschaffung der Relegation

09:21 MESZ 10.05.17
Jens Todt
Der HSV hat gute Erinnerungen an die Relegation. Trotzdem fordert nun der Sportdirektor eine Abschaffung des Models. Er hat einen guten Grund.

Jens Todt hat sich deutlich gegen die Relegation zwischen erster und zweiter Liga ausgesprochen. Der Sportdirektor des Hamburger SV würde das Modell gerne abschaffen.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol' Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Seit der Wiedereinführung der Relegation war der HSV bereits zweimal auf die Entscheidungsspiele angewiesen, um letztlich doch die Klasse zu halten. 2014 und 2015 rettete sich das Team im allerletzten Spiel der Saison vor dem drohenden Abstieg.

Saison für Bayern-Verteidiger Martinez beendet

Auch in diesem Jahr stehen die Zeichen mit derzeit Rang 16 wieder auf Relegation. Todt gefällt das nicht. "Natürlich ist die Relegation für die Fans eine spannende Sache. Aber ich bin generell dafür, sie abzuschaffen", führte der 47-Jährige in der Bild an.

Verständliche Vorgeschichte

Die Forderung von Todt hat einen Hintergrund. 2015 scheiterte er mit dem Karlsruher SC am HSV und verblieb im Unterhaus: "Wenn man als Zweitligist eine richtig gute Saison spielt und dann so knapp scheitert wie wir damals mit Karlsruhe, dann ist das extrem bitter."

In der MOPO führte der HSV-Manager seine Gedanken weiter aus. "Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass uns kein Zweitligist überraschen könnte." Todt stellte aber seine Sicht dar: "Aber uns sollte das egal sein – weil ich denke, dass wir auch ohne die Relegationsspiele drinbleiben."

Er ärgere sich "gewaltig" über die verlorenen Punkte gegen direkte Konkurrenten. Nur einen Zähler entsprang den Duell mit Darmstadt, Augsburg und Mainz: "Die Punkte sind weg. Fertig. Nun sind noch sechs Punkte zu vergeben. Holen wir die, bleiben wir drin. Das ist die Realität."

Dani Alves führt Juventus ins Finale: Good crazy in tha House

Zukünftig, so der Wunsch von Todt, soll sich der HSV stabilisieren. "Freiburg und Gladbach zeigen doch Jahr für Jahr, wie es geht", merkte er an. Planungssicherheit ist aber kaum gegeben: "Mit unseren Spielern, deren Verträge auslaufen haben wir ohnehin die Absprache, abzuwarten, in welcher Liga wir spielen."