Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich: "Mannschaft nicht für den Abstiegskampf zusammengestellt"

Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich blickt vor dem Nachholspiel gegen den SC Freiburg (ab 18.30 Uhr live auf DAZN und im LIVE-TICKER) zuversichtlich auf den Kampf gegen den Abstieg und sieht seine Mannschaft der Aufgabe zunehmend gewachsen - auch wenn es vor der Saison "andere Ambitionen" gegeben habe.

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"Das ganz wichtige Spiel in dieser Woche wird gegen Arminia Bielefeld stattfinden. Am liebsten würden wir alle Spiele gewinnen, die Spiele gegen die direkten Konkurrenten wie Bielefeld und Köln müssen wir gewinnen", sagte Friedrich gegenüber von Goal und DAZN. "Die Tabelle nach dem 34. Spieltag wird nicht lügen."

Seit vier Bundesligapartien sind die Berliner ohne Niederlage, nach 14 Tagen Corona-Pause war das 1:1 bei Mainz 05 laut Friedrich "wichtig für den Kopf". Zwar hätte man auf die Unterbrechung sehr gerne verzichtet, auch durch die gute Arbeit der Athletiktrainer seien die Spieler aber fit: "Die Jungs haben nicht abgebaut. Wir können mit der Laufleistung anderer Teams mitgehen."

Arne Friedrich Hertha BSC 2020

Dass es vor der Saison eine andere Zielsetzung gab, will Friedrich nicht verhehlen: "Wir hatten andere Ambitionen. Die Mannschaft ist nicht für den Abstiegskampf zusammengestellt. Ich glaube aber, dass die Mannschaft jetzt das Gegenteil beweist, sie nimmt die Challenge an." Sollte es nun gelingen, "mit einem blauen Auge davonkommen, kann uns das ein ganzes Stück nach vorne bringen für die kommende Saison".

Hertha: "Im Kopf planen wir nicht für 2. Liga"

"Natürlich" müsse in der aktuellen Situation zweigleisig geplant werden - die Herthaner stehen zwei Punkte hinter dem 1. FC Köln auf einem direkten Abstiegsplatz, haben aber noch zwei Spiele in der Hinterhand. Es gebe viele Verträge, die auch in der zweiten Liga Gültigkeit besitzen, "was schon einmal gut ist".

Dennoch stellte Friedrich klar: "Im Kopf planen wir nicht mit der 2. Liga." Auch nach der Saison sei "keine große Rochade" geplant, "weil es wichtig ist, ein gutes Gleichgewicht in der Mannschaft herzustellen und Hierarchien zu bilden". Hertha BSC werde "mit Sicherheit keine zehn Spieler austauschen".

Mit dem designierten Geschäftsführer Fredi Bobic gebe es derzeit noch keine Gespräche darüber, wie die Zusammenarbeit aussehen wird. "Im Sommer werden wir uns zusammensetzen und über die Zukunft sprechen." Derzeit gelten die Gedanken einzig dem "Ziel, den Verein in der 1. Liga zu halten. Damit habe ich genug zu tun." Nach der Bekanntgabe der Entscheidung habe es lediglich kurz telefonischen Kontakt gegeben.