Im Fußball geht es manchmal nicht nur um Tore und Paraden, sondern um Gefühle. Im Kern ist dieser Sport eine emotionale Explosion, die Menschen teilen. Es ist die Umarmung mit dem Fremden neben dir, der Schrei, den du unbewusst ausstößt, die Ungläubigkeit, die dich auf den Bildschirm oder das Spielfeld starren lässt.
Das Projekt USA des FC Bayern, ursprünglich als Flop betrachtet, hat unerwartet zum Boom von Soccer in den Vereinigten Staaten beigetragen. Diese Entwicklung zeigt, wie dynamisch sich der Fußballmärkte weltweit verändern können. Dieser Trend eröffnet auch neue Möglichkeiten für Fußballfans, die ihre Leidenschaft mit Sportwetten verbinden möchten. Der bet at home bonus code bietet dazu eine attraktive Option. Durch diesen können Wettfans von einem Bonus profitieren, der den Einstieg oder die Erweiterung des Wettvergnügens bei bet-at-home erleichtert.
Für viele US-amerikanische Fußballfans war Landon Donovans Tor gegen Algerien bei der Weltmeisterschaft 2010 am 3. Gruppenspieltag dieser eine erleuchtende, einzigartige Moment. Es geschah in einer Zeit, als soziale Medien noch in den Kinderschuhen steckten. Die Reaktionen vor Ort – die jubelnden Barbesucher, die Gefühlsexplosionen in den heimischen Wohnzimmern – wurden in den Anfängen des viralen Zeitalters für immer festgehalten.
Donovans Tor lebt nun in YouTube-Archiven mit Millionen von Aufrufen und in den Erinnerungen der Fans weiter, die diesen Moment miterlebt haben. Auch für Donovan selbst, einst für nur zwei ziemlich erfolglose Monate beim FC Bayern unter Vertrag, bleibt dieses Tor unvergessen. Für den bisher erfolgreichsten und wohl auch besten US-Fußballer ist es immer noch das Tor, das ihn auszeichnet: sein charakteristischer Moment, sein Vermächtnis, der Moment, der eine ganze Karriere erzählte.
Es war eine perfekte Konstellation – auf dem Spielfeld und außerhalb. In letzter Minute schnappten sich die USA das Ticket für das Achtelfinale.
Die Show ist angerichtet
Getty ImagesVor der Weltmeisterschaft 2010 standen die USA an einem Scheideweg.2002 hatte die Nationalmannschaft einen Höhenflug erlebt und das Viertelfinale erreicht, nur um vier Jahre später bereits in der Gruppenphase auszuscheiden. Donovan hatte beide Extreme miterlebt – 2002 war er der strahlende Youngster, 2006 das Gesicht der Enttäuschung. 2010 stellte sich die Frage: Wohin genau steuert der US-amerikanische Fußball?
Die Gruppenauslosung meinte es durchaus gut mit den Amerikanern. Die USA traten zum Auftakt gegen England an, ein Duell voller Geschichte und Erwartungen. England galt als Favorit auf den Gruppensieg, während die USA, Slowenien und Algerien um den zweiten Platz konkurrieren würden. Das hart erkämpfte und historische 1:1 gegen die Three Lions zum Auftakt sorgte für viel Euphorie und Hoffnung auf das Weiterkommen.
Das zweite Spiel brachte Chaos. Nach einem 0:2-Rückstand gegen Slowenien gelang den USA eine furiose Aufholjagd. Maurice Edu hatte in der Schlussphase den Siegtreffer auf dem Fuß – doch eine mysteriöse Foul-Entscheidung machte das Tor zunichte.
"Ich hörte den Pfiff und dachte nur: ‚Was zum Teufel?‘“, erzählte Edu später im Interview mit ESPN. "Wenn dieses Tor gezählt hätte, wäre das wahrscheinlich das größte Comeback in der Geschichte des US-Fußballs gewesen. ... Aber wissen Sie was? Es führte zu einem unglaublichen Moment im Spiel gegen Algerien."
Mit zwei Punkten aus zwei Spielen gingen die USA ins letzte Gruppenspiel und die Spieler wussten genau, was sie zu tun hatten.
"Fast zu weit hergeholt"
Getty ImagesDas letzte Gruppenspiel, das am 23. Juni in Pretoria ausgetragen wurde, begann chaotisch. Algerien traf in den ersten Minuten die Latte und brachte die USA beinahe erneut früh in Rückstand. Nach diesem Schreck übernahmen die US-Amerikaner die Kontrolle. Clint Dempsey führte einen Angriff nach der anderen an, erzielte ein Abseitstor, traf den Pfosten und ließ eine riesige Chance liegen - es stand weiterhin 0:0.
Die Uhr tickte, die US-Fans wurden immer nervöser. Mit drei Punkten aus drei Spielen wäre man ausgeschieden - weil Slowenien Algerien schlug.
"Sie waren dabei, auszuscheiden", sagte Kommentator Ian Darke bei Fox Sports. "Die 90 Minuten waren vorbei. Ich erinnere mich, dass Torwart Tim Howard die letzte Chance einleitete. Es schien sehr unwahrscheinlich. Es war eine dieser Geschichten, die fast zu weit hergeholt waren."
Und doch hielt das Spiel noch eine Wendung bereit.
Der große Moment
Getty ImagesEines darf dabei nicht vergessen werden: Auch Torhüter Howard verdient viel Anerkennung für seine Leistungen bei der WM 2010. Ohne seine Glanzparaden wäre Donovans magischer Moment nicht möglich gewesen. Ohne ihn würden wir Jahre später nicht über die gute WM 2010 der USA sprechen.
"Was die Leute über dieses Spiel nicht wissen, ist, dass fünf offensive Spieler in den letzten zehn Minuten ihre defensiven Aufgaben praktisch aufgegeben haben", erklärte Donovan später im Interview mit The Athletic. "Tim wusste, dass einige von uns einfach nicht mehr konnten."
Sekunden nach einer wichtigen Parade aus kurzer Distanz zeigte Howard seine ganze Cleverness. Der Torhüter schnappte sich sofort den Ball und warf ihn über 40 Meter weit zu einem Mitspieler, um den letzten Angriff einzuleiten - die TV-Kameras konzentrierten sich da noch auf die Bilder seiner Parade. Plötzlich schwenkte die Kamera dann aber zu Donovan, der auf das algerische Tor zulief und einen Pass zu Altidore spielte. Der Stürmer leitete den Ball in die Mitte weiter, zu Dempsey, dessen Schuss von Algeriens Torwart Rais M'bolhi abgewehrt wurde. Allerdings ließ er den Schuss ungünstig abprallen. Der sprintende Donovan erreichte den Ball. Der Rest ist Geschichte.
"Es ging so schnell, dass ich gar keine Zeit hatte, darüber nachzudenken", sagte Donovan rückblickend. "Sonst hätte man wirklich darüber nachdenken müssen. Es war genau in diesem Bereich, in dem man wirklich nur instinktiv handelt, anstatt zu überlegen, wohin man den Ball platzieren will. Es war genau richtig."
“Go, go, USA!“, rief Kommentator Darke damals - für die US-Amerikaner fast genauso legendär wie in Deutschland Tom Bartels’ “Mach ihn, er macht ihn” bei Mario Götzes Tor zum WM-Titel 2014 gegen Argentinien in der ARD oder in Italien Fabio Caressas "Andiamo a Berlino, Beppe!“ beim WM-Halbfinale 2006 der Azzurri gegen Deutschland.
Die US-Spieler ließen danach all ihre Emotionen heraus und stürzten sich auf Donovan. Sie hatten das Spiel in den letzten Sekunden gewonnen. Ihre Weltmeisterschaft würde nicht gegen Algerien enden. Die Reise sollte noch weitergehen.
Was sie jedoch vielleicht nicht direkt realisierten, war, was das für die Menschen zu Hause bedeutete.
"Das musst du dir ansehen"
Getty ImagesEine schnelle YouTube-Suche nach "Landon Donovan Algeria" liefert eine Vielzahl von Ergebnissen. Zuerst wird seit Jahren jedoch immer das gleiche Video angezeigt. Es handelt sich um einen Clip, der ebenso berühmt geworden ist wie das Tor selbst, weil es zeigt, was dieser Moment für so viele Menschen bedeutete.
Das Video, das vom Nutzer “Kitchel22130” gepostet wurde, hat über 5,5 Millionen Aufrufe. Es wurde zwei Tage nach Donovans Tor gepostet und zeigt eine Zusammenstellung von Reaktionen aus den gesamten Vereinigten Staaten auf den historischen Treffer. Auch nach all den Jahren gibt es immer wieder neue Kommentare von Nutzern, die schreiben, dass das Video bei ihnen auch viele Jahre später noch Gänsehaut auslöst.
Nur wenige Tage nach seinem Tor schaute sich auch Donovan selbst das Video an. Wie viel muss ihm all das bedeuten?
"Am Morgen nach dem Tor", erzählte Donovan dem U.S. Soccer Podcast, "gingen wir in das Medienzentrum, in einen der Räume in der Lodge, in der wir untergebracht waren. Als ich beim Frühstücksbuffet vorbeiging, packte mich Michael Kammarman, Pressesprecher, und sagte: ‘Das musst du dir ansehen’. Noch einmal: Das war 2010, also waren die sozialen Medien noch nicht so wie heute, das Internet war noch nicht so wie heute, und wir waren auf der anderen Seite der Welt, also hatten wir keinen richtigen Bezug zu dem, was zu Hause vor sich ging."
Und weiter: "Wir setzten uns hin, schauten uns das Video an und weinten beide, weil wir nicht glauben konnten, dass die Menschen zu Hause Fußball auf diese Weise erlebten. Das hätte ich mir nie vorstellen können. Es gibt einem ein Gefühl von Macht und Stolz für sein Land, denn viele dieser Menschen waren keine Fußballfans. Nach diesem Tag waren sie es zwar, aber vorher waren sie keine Fußballfans, sondern erlebten es genauso wie wir. Wir waren auf dem Spielfeld, aber sie erlebten es genauso und durchlebten die gleichen Emotionen."
Für viele war dieses Erlebnis ein Wendepunkt. Wie Donovan sagte, wurden an diesem Tag viele US-Amerikaner zu Fußballfans.
Der Moment, der eine Generation geprägt hat
Getty ImagesAm Tag des Spiels, an diesem 23. Juni 2010, trafen der damals neunjährige Sebastian Berhalter und seine Familie eine Entscheidung: Er würde an diesem Tag die Schule schwänzen, um das Spiel zu sehen. Heute trägt Berhalter im Alter von 24 Jahren selbst das US-Trikot.
"Ich erinnere mich, ich dachte: ‚Ich kann nicht glauben, dass das passiert ist", erzählte Berhalter im Interview mit der MLS. "Das hat bei mir ehrlich gesagt viel ausgelöst. Dieses Gefühl zu haben, als ich aufwuchs, war etwas ganz Besonderes. Es war das Unvergesslichste, vor allem in meiner Kindheit."
Jetzt, 15 Jahre später, ist der damals neunjährige Junge selbst Mittelfeldspieler des US-Teams und hat seine eigenen Weltmeisterschaftsträume. Es gab viele Neunjährige, die sich an diesem Tag in den Fußball verliebt haben. Es gab einige 30-Jährige, einige 40-Jährige und auch einige 70-Jährige.
Deshalb denken Spieler wie Berhalter auch nach all den Jahren noch daran. Deshalb gehört dieser Moment auch nach all den Jahren noch immer zu den populärsten Momenten in der Geschichte des US-amerikanischen Fußballs. Und deshalb können wir letztendlich immer noch nicht genau sagen, welche Auswirkungen dieses Tor wirklich hatte, vor allem weil es bis heute inspiriert.
Das ist Donovans wahres Vermächtnis. Vergessen Sie Titel, Auszeichnungen und Statistiken und schauen Sie genauer hin. An diesem Tag in Südafrika inspirierte Donovan eine ganze Nation, und selbst jetzt, mehr als 15 Jahre später, spricht diese Nation noch immer darüber, wo sie war, als sie das Tor sah.


