French Connection: Radamel Falcao, Monacos Anführer im Überlebenskampf

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Der Superstar aus Kolumbien ist einer der Lichtblicke bei Monaco - und in der Ligue 1, der Liga der Talente.

Es war unübersehbar, dass Thierry Henry zu Beginn seiner Amtszeit auf der Bank der AS Monaco große Schwierigkeiten hatte. Ein Routinier jedoch kam dem Trainer-Neuling zu Hilfe: Der kolumbianische Nationalspieler Radamel Falcao war der Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten im Fürstentum, als das Team in den Keller der Ligue 1 strauchelte. 

Mit seinen 32 Jahren hat der Angreifer in dieser Saison große Verantwortung bei den Monegassen übertragen bekommen. Die Last auf seinen Schultern wurde noch einmal durch die Formkrise und die Verletzungsprobleme beim Klub erhöht: Zahlreiche Youngster wurden ins kalte Wasser der Ligue 1 geworfen und der Routinier sollte den Weg vorgeben.

Und Falcao geht auf dem Weg raus aus der Krise voran. Zwischenzeitlich rangierte Monaco auf dem 19. und damit vorletzten Platz in der Liga - und deswegen musste auch Falcao einige Kritik einstecken, besonders nach seinem vergebenen Elfmeter gegen Atletico Madrid in der Champions League.

Für seinen Trainer Henry ist der Südamerikaner allerdings weiterhin der Spieler, auf den er sich verlassen kann, wenn alles andere schiefläuft. 

Falcao Monaco Amiens

Ganz wichtige Siege gegen Caen und Amiens in den letzten Wochen hat Monaco dabei zu einem großen Teil 'El Tigre' zu verdanken. Die Mannschaftsleistung des kriselnden Teams war nicht überragend, aber die individuelle Klasse des Stürmers sorgte dafür, dass sechs Punkte eingefahren wurden - und das gegen zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.

Monaco verbuchte den ersten Sieg unter Henry in der Normandie, als Falcao einen Freistoß perfekt zum Sieg im Tor versenkte. 

Sein Trainer war dem Stürmer dankbar - und deshalb verteidgte er ihn auch nach seinem Fehlschuss gegen Atletico. 

"Er hat uns in Caen zum Sieg geschossen, das vergesse ich nicht. Erinnern Sie sich noch daran?", antwortete er einem Journalisten schnippisch, als er nach der Form des Angreifers gefragt wurde. 

"Er hat sich den Ball geschnappt, Verantwortung übernommen und getroffen. Er macht das gut", ergänzte Henry. 

Und wie um seinen Coach zu bestätigen, sorgte Falcao auch am Dienstag in Amiens für die Entscheidung. Wieder einmal tat sich Monaco sehr schwer, zu Chancen zu kommen, doch der Kapitän machte es schließlich vor und schoss sein Team mit zwei verwandelten Strafstößen zum ersten Mal seit dem 21. September von den Abstiegsrängen. 

Wenn man bedenkt, dass er eine Woche zuvor in Spanien noch den entscheidenden Elfmeter vergeben hatte, als er hinterher zugab, dass er "die Möglichkeit hatte, das Spiel zu beeinflussen", zeigt das die enorme mentale Stärke Falcaos. 

Im Stade de la Licorne sah es danach auch, als ob die Entwicklung der gesamten Saison Monacos vom Ergebnis abhängen würde, denn eine weitere Niederlage hätte den Klub höchstwahrscheinlich erneut in den Krisen-Modus gestürzt. 

Falcao GFX French Connection 05122018

Falcao ist aber daran gewöhnt, die Verantwortung bei seinem Verein zu übernehmen. Dort gehört er seit seinem Wechsel von Atletico Madrid im Jahr 2013 zu den Leistungsträgern, auch wenn er zwei Spielzeiten lang leihweise bei Manchester United und Chelsea in der Premier League nicht gerade überzeugte. 

Er hat bislang 55 Tore in 88 Ligue-1-Spielen erzielt und war einer der Stars, als Monaco in der Saison 2016/17 den Titel überraschend holte und in der Champions League auch noch das Halbfinale erreichte. 

Diese erfolgreichen Zeiten sind nun vorbei, die Qualität eines Radamel Falcao ist aber immer noch vorhanden und sie wird in ganz Europa geschätzt. Sogar Real Madrid ist zuletzt als mögliches neues Ziel des Kolumbianers ins Gespräch gebracht worden. 

Falcao selbst ist allem Anschein nach mit dem Ist-Zustand zufrieden und genießt seine Rolle als Anführer des Teams in der neuen Henry-Ära. 

"Ihr könnt wiederkommen und mich nach Real Madrid fragen, wenn mein Vertrag ausläuft. Dann können wir schauen, was passiert", sagte er letzten Monat, als er nach einer möglichen Rückkehr in die spanische Hauptstadt gefragt wurde. In Madrid hatte Falcao bereits erfolgreiche Jahre im rot-weißen Trikot von Atletico verbracht. 

Henry kann also allem Anschein nach weitere anderthalb Jahre mit dem Stürmer planen, dessen Vertrag noch bis 2020 läuft. Und wenn man sieht, wie wichtig und entscheidend der Kolumbianer zuletzt für Monaco war, kann das dem Trainer-Neuling nur außerordentlich gut gefallen. 

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