Francesco Totti: "Ich hätte 200 Millionen Euro gekostet"

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(C)Getty Images
Den Verbleib bei der Roma bereut Er Purpone nicht. Allerdings hätte er schon gerne den Ballon d'Or gewonnen.

Der ehemalige Roma-Kapitän Francesco Totti hat sich zu den Umständen seines geplatzten Wechsels zu Real Madrid im Jahr 2003 geäußert. Dem Starstürmer, der seine komplette Karriere bei den Giallorossi verbrachte, lag damals eine lukrative Offerte des spanischen Rekordmeisters vor, er entschied sich jedoch für einen Verbleib in Rom.

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"Ich traf damals eine überlegte Entscheidung", sagte Totti bei Sky Sport Italia: "Ich lehnte einen tollen Deal ab, um mein ganzes Leben lang im selben Trikot zu spielen. Und das war für mich das Wichtigste."

Totti wollte den Ballon d'Or gewinnen

Der Weltmeister von 2006 führte aus: "Am Ende des Tages hatte ich alles, was ich wollte. Liebe und Leidenschaft sind für mich wichtiger als Titel irgendwo anders. Ich habe 101 Prozent für die Roma gegeben. Die Roma stand an erster Stelle, vor meinem persönlichen Befinden und vor meinem Privatleben. Die Roma bedeutete mir alles."

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Im vergangenen Sommer beendete der 41-Jährige seine aktive Laufbahn und arbeitet jetzt im Stab von Sportdirektor Monchi. Totti verriet, dass es aber auch eine Sache in seiner Karriere gab, die er vermisste: "Ich hätte wirklich gerne den Ballon d'Or gewonnen. Ich wusste aber, dass meine Chancen schlechter standen, weil ich bei der Roma spielte. Die anderen Stars spielten bei Real Madrid, Juventus oder Milan. Sie wurden international mehr wahrgenommen. Und den Ballon d'Or gewinnt man, wenn man die Champions League, die Weltmeisterschaft oder andere wichtige Titel holt."

Trotzdem ist er auch sportlich mit dem Erreichten zufrieden: "Ich habe trotzdem einen Scudetto, den italienischen Supercup und die Coppa Italia mit der Roma gewonnen. Das reichte aber nicht, mich mit manch anderem Spieler zu messen."

Die Frage nach einer Ablöse für Totti stellte sich also nie. Aber wie teuer wäre der Torjäger in Zeiten eines überhitzten Transfermarktes gewesen? Mit einem Lächeln antwortete er: "Ich hätte 200 Millionen Euro gekostet."

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